Formel E

Piquet gewinnt ePrix von Long Beach

Timo Pape

Timo Pape

Nelson Piquet jun. hat sich in Long Beach seinen ersten Sieg in der Formel E geholt. Nach einem fantastischen Start dominierte der China-Pilot das gesamte Rennen und brachte seine Führung schließlich ungefährdet ins Ziel. Der zweite Platz ging an Jean-Eric Vergne (Andretti), Dritter wurde Lucas di Grassi (Abt).

Viel Pech hatten einmal mehr die beiden deutschen Piloten. Daniel Abt war von der Pole-Position aus ins Rennen gegangen, musste Piquet aber direkt am Start ziehen lassen. Durch einen nicht ganz optimalen Boxenstopp verlor er anschließend auch den zweiten Platz an Vergne. Lange Zeit sah es trotzdem nach dem zweiten Podium in Folge für den Youngster aus, dann machte ihm jedoch einmal mehr der Energieverbrauch einen Strich durch die Rechnung. Abt hatte erneut zu viel Strom verbraucht, bekam eine Durchfahrtsstrafe und wurde am Ende nur 15. Immerhin holte er sich drei Zähler für seine Pole-Position.

Nick Heidfeld, der eigentlich am ganzen Wochenende Schwierigkeiten hatte, sah es zunächst gut aus. Wenige Runden vor Schluss hatte sich der Venturi-Fahrer bis auf Rang sechs vorgekämpft. Dann kollidierte er jedoch mit Jerome d’Ambrosio, drehte sich und fiel bis auf Platz elf zurück. Demnach wieder keine Punkte für den 37-Jährigen.

Die Anfangsphase des Rennens hatte viel Spektakel zu bieten. Zunächst zerlegte Andretti-Pilot Scott Speed sein Auto in der ersten Schikane. Es folgte die erste Safety-Car-Phase. Nach dem Neustart wurde es noch turbulenter: Viele Überholmanöver führten schließlich auch zum Unfall zwischen Charles Pic und Jarno Trulli, für den das Rennen damit vorbei war. Es folgte die zweite Safety-Car-Phase.

In der Folge ging es etwas ruhiger zu. Piquet erarbeitete sich an der Spitze einen Vorsprung von mehreren Sekunden, dahinter konnte sich Vergne von Abt absetzen. Di Grassi und Sebastien Buemi (e.dams) kämpften letztlich um den dritten Platz auf dem Podium, nachdem Abt seine Strafe abgesessen hatte. Positiv fiel unter anderem Bruno Senna (Mahindra) auf, der sich von Startplatz zwölf bis auf den fünften Rang vorkämpfte.

Der Verlierer des Tages heißt Nicolas Prost. Der Franzose war als Zweiter gestartet, wurde aber kontinuierlich nach hinten durchgereicht. Am Ende kam er auf Platz 15 und verlor die Meisterschaftsführung somit an di Grassi. Immerhin holte sich der e.dams-Fahrer noch die schnellste Runde und damit zwei Punkte. Pech hatte auch FanBoost-Gewinner Sam Bird. Der Virgin-Pilot musste nach einer Kollision am Start schon früh sein Auto wechseln und konnte das Rennen somit nicht beenden.

 

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