Formel E

Piquet: "Kein großer Fan von Formel-E-Rennen in Brasilien"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Der brasilianische NextEV-Fahrer Nelson Piquet jr. hat einmal mehr geäußert, dass er kein großer Fan von einem Formel-E-Rennen im lateinamerikanischen Staat an der Atlantikküste wäre. Das Land habe zurzeit noch viele Probleme, die vor einem Rennen in Brasilien gelöst werden müssten.

"Ich bin kein Fan von der Idee eines Formel-E-Rennens in Brasilien, um ehrlich zu sein", so der NextEV-Pilot gegenüber 'ePrix News'. "Als Brasilianer ist es selbstverständlich, dass ich hier gern fahren würde, aber ich denke, dass das Land zurzeit mit anderen Problemen zu kämpfen hat."

Der erste Formel-E-Meister sorgt sich am meisten um die Infrastruktur des südamerikanischen Staates. Rund 17 Millionen Menschen leben in Brasilien in extremer Armut, betroffen davon sind unter anderem auch Kinder und Jugendliche. Überfälle und Gewaltverbrechen gehören in den Großstädten, besonders in den sogenannten Elendsvierteln, zum Straßenbild.

"Wir brauchen beispielsweise bessere Schulen. Erst wenn es an der richtigen Zeit ist, sollten wir dort ein Rennen austragen. Für Touristen ist das Land nämlich eigentlich sehr ansprechend und mit gleich drei Brasilianern im Feld gibt es hier natürlich auch viele Fans", führt er fort.

Nichtsdestotrotz fanden in vielen Orten des Landes 2014 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt, 2016 sollen in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele ausgetragen werden. "Sicherlich könnte in einiger Zeit dort ein Rennen stattfinden, aber zuerst müssen die vielen dortigen Probleme gelöst werden", so Piquet jr.

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