Formel E

Porsche-Formel-E-Chef Modlinger über Gen3-Evo-Tests: "Krasse Herausforderung & Belastung der ganzen Mannschaft"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Seit einigen Wochen testen die Formel-E-Hersteller inklusive Neueinsteiger Lola Cars bereits ihre Antriebe für das Gen3-Evo-Fahrzeug und die neuen Hankook-Reifen auf der Rennstrecke. Da die Testfahrten parallel zum Saisonbetrieb stattfinden, sind viele Mechaniker und Ingenieure der Werkteams derzeit im Dauereinsatz.

Allradantrieb, eine neue und weichere Mischung von Reifenlieferant Hankook, dazu eine überarbeitete Fahrzeugoptik - mit der Einführung der Gen3-Evo-Fahrzeuge ändert sich Einiges in der Formel E. Da die Hersteller zudem die einzige Gelegenheit in der Gen3-Ära haben, einen komplett neuen Antriebsstrang einzusetzen, laufen die Testfahrten bereits seit einigen Wochen auf Hochtouren.

"Für uns ist es eine Herausforderung, speziell weil wir den Testbetrieb mit dem Personal des Rennteams stemmen", berichtet Porsches Formel-E-Teamchef Florian Modlinger auf Nachfrage von e-Formel.de. "Das heißt, wir haben jetzt schon mit den Tests des neuen Autos begonnen, parallel mit dem Zwei-Wochen-Rhythmus des Rennbetriebs. Es ist eine krasse Herausforderung und Belastung der ganzen Mannschaft."

"Aus technischer Sicht wird die Herausforderung sein, den vollen Antriebsstrang temporär zum Antrieb zu nutzen, also anders als jetzt", beschreibt er weiter.

"Reifen verhält sich anders über die Distanz"

Auch wenn der weiterentwickelte Hankook-Reifen weiterhin ein Allwetterreifen mit Profil und zwei verschiedenen Gummimischungen auf der Lauffläche ist, müssen die Teams zukünftig ihre Herangehensweise ändern. Zu groß sind die Unterschiede zum bislang verwendeten Modell.

"Der neue Reifen wird eine große Herausforderung", ergänzt Modlinger. "Die Performance ist definitiv auf der Runde gesteigert. Wie sich der Reifen über die Distanz und über die Temperatur verhält, ist aber anders als beim aktuellen Reifen."

Welche Erkenntnisse Porsche hier gewonnen hat, beispielsweise in Bezug auf die Herangehensweise bei der Aufwärmrunde des Qualifyings, will Modlinger jedoch nicht verraten. "Welche Implikationen das für ein Rennwochenende liefern wird, muss jeder Hersteller beim Test erst einmal selbst rausfinden."

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