Formel E

Porsche hofft in Rom auf verbesserte Rennpace & Effizienz: "Wollen in allem, was wir tun, perfekt werden"

Svenja König

Svenja König

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Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team reist zum ersten Mal in seiner noch jungen Formel-E-Geschichte nach Rom. Beide Piloten sind allerdings schon in Rom gefahren, und insbesondere Andre Lotterer hat gute Erinnerungen an die (alte) Strecke, denn dort stand er schon zweimal auf dem Podium und fuhr einmal auf die Pole-Position. In Diriyya hatte es Porsche noch an Rennpace gehadert, deshalb hat das Team laut Pascal Wehrlein genau hier angesetzt.

"Wir haben beim Saisonauftakt gezeigt, welches Potenzial wir haben", sagt Wehrlein. "Auf eine Runde waren wir schon sehr stark, nur hat uns im Rennen etwas der Speed gefehlt. Für Rom haben wir einige Verbesserungen auf den Weg gebracht, und wenn wir die auch im Rennen umsetzen können, ist alles möglich."

Laut Teamchef Amiel Lindesay gab es in Saudi-Arabien noch eine zweite Baustelle: die Energieeffizienz. "In einigen Passagen haben wir mit beiden Autos zu viel Energie verbraucht. Daraus müssen wir lernen und es in Rom besser machen. Die Simulatorarbeit war so umfangreich wie immer, um das Team so gut vorzubereiten, dass wir um einen Spitzenplatz kämpfen können. Wir wollen uns von Rennen zu Rennen verbessern und in allem, was wir tun, perfekt werden."

Andre Lotterer mit guten Erinnerungen an Rom

Während Porsche am Wochenende sein Rom-Debüt gibt, hat Fahrer Lotterer bereits gute Erinnerungen an seine bisherigen Auftritte in der italienischen Hauptstadt - allerdings gemeinsam mit seinem vorherigen Arbeitgeber DS Techeetah. In seiner ersten Formel-E-Saison 2018 fuhr der geborene Duisburger in Rom den dritten Platz ein - damals sein zweites Formel-E-Podium, denn in Santiago hatte Lotterer schon auf Platz 2 gestanden.

Im Folgejahr konnte er diesen Erfolg mit der Pole-Position und Platz 2 im Rennen sogar noch übertreffen. Für sein neues Team bedeute dies jedoch keinen Druck, sondern eher Motivation. "Als Andre das letzte Mal in Rom fuhr, stand er auf dem Podium. Das erneut zu erreichen, ist Motivation und Antrieb für das ganze Team", sagt Lindesay. Teamkollege Wehrlein fuhr 2019 im Mahindra ebenfalls in Rom in die Top 10.

"Es ist natürlich immer ein tolles Gefühl, auf eine Strecke zurückzukehren, auf der man schon erfolgreich war", sagt Lotterer. "In Rom stand ich zweimal auf dem Podium, einmal habe ich die Pole-Position geholt. Wie ich von dieser Erfahrung profitieren kann, werden wir sehen."

Pascal Wehrlein freut sich auf Double-Header: "Je mehr Rennen, desto besser fürs Team"

Aufgrund der Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie hat die Formel E kurzfristig den Rennkalender angepasst. So werden sowohl in Rom als auch in Valencia zwei Rennen - sogenannte Double-Header - ausgetragen. Lotterer und Wehrlein können so noch mehr Erfahrung mit dem neuen Antriebsstrang ihrer Boliden im direkten Verglich mit der Konkurrenz sammeln.

"Je mehr Rennen wir fahren, desto besser ist das fürs Team", erklärt Wehrlein. "Ich freue mich jedenfalls darauf, mehr Zeit im Auto zu verbringen. Es kann ja immer mal sein, dass es am ersten Tag nicht ganz so gut läuft. In diesem Fall ist das Wochenende nicht gleich vorbei, sondern man hat noch eine zweite Chance auf ein besseres Ergebnis."

"Jeder Rennkilometer bringt uns weiter", bestätigt Lotterer. "Zwei Rennen bedeuten auch zwei Chancen für eine erfolgreiche Performance. Auf Rom haben wir uns gut vorbereitet, und ich hoffe, dass wir uns dort als Team für die harte Arbeit belohnen können."

Los geht es mit dem dritten Formel-E-Rennen der Saison schon früh am Samstagmorgen. Um 8:00 Uhr startet das 1. Freie Training. Alles, was du über den Rom E-Prix wissen musst, findest du in unserer Vorschau.

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