Formel E

Porsche-Neuzugang Lotterer: "Ein Rückschritt, um zwei Schritte nach vorn zu machen"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Der Wechsel von Andre Lotterer zum neuen Porsche-Team sorgte in der Sommerpause für ein regelrechtes Erdbeben auf dem Transfermarkt der Formel E. Der Abgang vom Meisterrennstall DS Techeetah ist für den Deutschen ein gewagter Schritt. Schließlich überlässt er nicht nur dem Ex-BMW-Piloten Antonio Felix da Costa eines der wohl konkurrenzfähigsten Fahrzeuge im Feld der Elektroserie. Auch trifft Lotterer bei Porsche auf viel Unbekanntes und einige Variablen.

Der 37-Jährige ist vor dem Saisonauftakt in Diriyya trotzdem guter Dinge. "Auf kurze Sicht mag es so aussehen, als wäre der Wechsel ein Schritt zurück. Schließlich lasse ich das amtierende Meisterteam hinter mir", erklärt Lotterer seine Situation in einem Interview mit der offiziellen Webseite der FIA Formula E. "Aber ich glaube an Porsche und das gesamte Team. Vielleicht können wir aus diesem einen Rückschritt zwei Schritte nach vorn machen."

"Das Team hat die wohl beste Struktur aller Hersteller in der Formel E", meint Lotterer. "Bei uns findet alles unter einem Dach statt. Ich habe alle Zutaten, um zu gewinnen - die Frage ist nur, ob wir am Renntag einen Weg finden, um alles zusammenzubringen. Das wird sicherlich Zeit dauern, denn in der Formel E geht es viel um die Erfahrung." Die bringt Lotterer nach zwei vollen Formel-E-Saisons immerhin mit.

Trotz fehlender Valencia-Pace: "Mein Ziel ist es, in Diriyya zu gewinnen"

Bei den Vorsaison-Testfahrten in Valencia legte Lotterer gemeinsam mit seinem Porsche-Teamkollegen Neel Jani mehr als 1.100 Kilometer zurück. In den Zeitentableaus beendete das Duo die Testwoche allerdings nur auf den Plätzen 19 und 22. "Wir waren natürlich nicht auf dem Level, auf dem ich mit DS Techeetah im letzten Jahr war. Zumindest nicht in Valencia."

"Aber wir haben eine vielversprechende Grundlage legen können, auch wenn es nicht immer ganz glatt lief. Wir haben Zeit durch Unfälle und rote Flaggen verloren, aber wenn in Diriyya alles nach Plan läuft, wird auch unser Selbstbewusstsein steigen. Mein Ziel ist es, in Diriyya zu gewinnen - genauso wie bei allen anderen Fahrern. Wir geben unser Bestes. Und selbst, wenn es nur ein Podium wird, wäre das fantastisch. Für meinen Teil bin ich zufrieden mit meinem Fahrstil und hoffe, das schon bald in einen Sieg umzumünzen", fügt der gebürtige Duisburger hinzu.

Anfang dieser Woche haben die Porsche-Fahrzeuge - wie auch die Autos aller anderen Teams - ihre Reise nach Saudi-Arabien angetreten. Dort findet am 22. und 23. November mit einem sogenannten Double-Header (zwei Rennen an einem Wochenende) der Auftakt in die Formel-E-Saison 2019/20 statt.

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