Porsche-Pilot Elia Weiß nach 2. Rookie-Test im Exklusiv-Interview: "Fantastisch, mit einem Werksteam zu arbeiten"
Tobias Wirtz
FIA Formula E
Nach seinem Formel-E-Debüt beim Rookie-Test in Berlin 2025 - nur wenige Tage nach seinem 16. Geburtstag -, hat das deutsche Nachwuchstalent Elia Weiß beim Rookie-Test in Madrid weitere Erfahrung in der Formel E sammeln können. Der Gewinner der Deutschen Kart Meisterschaft 2024 in der Klasse X30 Senior leistete sich dabei aber auch Fehler und verursachte gleich zwei Unterbrechungen der Testfahrten.
Weiß belegte in Madrid mit einer Bestzeit von 1:31.993 Minuten Platz 16 im Gesamtklassement und war rund 2,8 Sekunden langsamer als Theophile Nael, der in seinem Mahindra-Boliden die schnellste Rundenzeit des Tages fuhr. e-Formel.de sprach exklusiv mit dem jungen Deutschen.
Elia, wie ist dein Eindruck von deinem zweiten Rookie-Test in der Formel E?
Der Einstieg war ein wenig durchwachsen. Ich habe versucht, mich ans Limit heranzutasten und war vielleicht ein oder zweimal leicht über dem Limit. Aber im Großen und Ganzen habe ich viel gelernt. Es ist eine schöne Strecke und es ist schön, hier mit dem Team zusammenzuarbeiten. Ich habe dieses Wochenende viel Spaß gehabt.
Du hast gleich zweimal eine Unterbrechung der Testfahrten verursacht. Wie kam es dazu?
Ja, das waren beide Male eher kleine Ausrutscher. Beim ersten Mal habe ich ein wenig zu spät gebremst und bin danach einfach im Kies stecken geblieben. Das war aber nichts Dramatisches - nur ein, zwei Meter neben der Strecke und das hat bereits gereicht. Beim zweiten Mal habe ich versucht, ein bisschen zu viel Geschwindigkeit mit in Kurve 3 reinzunehmen und bin ein wenig vom Banking runtergefahren. Dann hatte ich Übersteuern, habe korrigiert und war dann wieder im Kies.
Natürlich ist das nicht optimal, aber ich glaube, man muss das Limit finden. Ich war ein wenig über dem Limit, was natürlich nicht optimal war, aber jetzt weiß ich, was nicht passieren sollte.
In Kurve 3 gab es sogar einen Kontakt mit dem Reifenstapel. Wie hast du die Situation erlebt?
Von einem Einschlag würde ich nicht sprechen, sondern ich habe eher leicht die Wand berührt. Ich glaube, ich war nur noch ganz langsam und bin damit nur noch zum Stillstand gekommen. Ich war schon langsam und habe gebremst, auch im Kies wurde ich langsamer. Ich bin ja auch nicht frontal, sondern eher seitlich angeschlagen. Es sah aus dem Cockpit nicht so aus, als wäre es wirklich schlimm gewesen.
Du bist jetzt zum zweiten Mal in der Formel E unterwegs und natürlich noch sehr, sehr jung. Welchen Stellenwert hat ein solcher Test für deine weitere Entwicklung?
Im Moment liegt der Fokus klar darauf, dass ich jetzt erst einmal mein zweites Jahr Formel 4 vor mir habe. Auch an einem solchen Wochenende versuche ich einfach nur, so viel wie möglich mitzunehmen. Mit Sicherheit wird es mir in meiner Karriere helfen, die Abläufe hier zu kennen. Und einmal mit einem Werksteam zu arbeiten, ist natürlich fantastisch. Aber zunächst einmal möchte ich meine Formel-4-Saison erfolgreich abschließen. Und dann schauen wir weiter.
Danke und viel Erfolg dabei!
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