Formel E

Porsche strauchelt am Formel-E-Samstag in Jeddah: "Hätten sicher hier und da was besser machen können"

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

Pascal-Wehrlein-Porsche-2026-Jeddah-E-Prix-Qualifying-Saturday-getting-out-of-the-car

Porsche konnte den Erfolg des Vortags in Jeddah am Samstag nicht reproduzieren. Pascal Wehrlein nahm mit Platz 8 vier magere Punkte mit nach Hause, Teamkollege Nico Müller landete sogar nur auf Platz 16. Nach dem Rennen äußerten sich die Fahrer und führten das dürftige Resultat auf Fehlentscheidungen zurück, die das Team über den Tag hinweg getroffen hatte.

Das zweite Rennen des "Double-Headers" in Jeddah lief für Porsche alles andere als optimal. Schon im Qualifying war sichtbar, dass das Team sich schwer tat. Am Freitag erreichte Wehrlein noch die Duellphase. Am Samstag sah alles völlig anders aus. Beide Fahrer qualifizierten sich nur im Mittelfeld. Während Wehrlein das Rennen von Platz 11 aus startete, stellte Müller seinen Boliden sogar nur auf Platz 16.

Zumindest auf der Seite des Deutschen lief das Rennen etwas besser. Er konnte sich bis auf Platz 8 nach vorne arbeiten und nahm somit wenigstens noch vier Punkte mit. Müller hingegen beendet das Rennen auf der Position, auf der er startete. Da Team beendete den Samstag somit mit einer überschaubaren Punkteausbeute.

Wehrlein: "Wir haben ein wenig spät reagiert"

"Heute haben wir uns etwas schwieriger getan als gestern", fasst der Weltmeister von Saison 10 im Gespräch mit e-Formel.de zusammen. "Wir haben nicht ganz so eine gute Balance gehabt, aber trotzdem eine sehr gute Pace im Auto.  Ich glaube, dass wir im Rennen heute ein wenig zu spät reagiert haben und die Attack-Modes zu spät genommen haben. Dadurch war das Feld schon relativ weit auseinander und wir kamen nicht mehr so gut nach vorne."

"Heute hätten wir sicher hier und da etwas besser machen können", fährt er fort. "Aber das ist die Formel E: Hier ist alles sehr eng und wenn nicht alles hundertprozentig passt, dann wird es schwer."

Müller: "Wir haben im Qualifying einige Sachen falsch gemacht"

"Wir haben im Qualifying einige Sachen falsch gemacht, die dich am Ende, wenn es so eng hergeht, teuer zu stehen kommen", kommentierte Müller seinen Tag auf Nachfrage von e-Formel.de. "Wenn das Auto nicht ganz im Fenster und die Runde nicht perfekt ist, dann stehst du auch ganz schnell schon einmal mitten drin im Dschungel."

"Wir haben versucht, mit der Strategie noch irgendwas zu retten, waren da aber zu aggressiv oder zu konservativ - eins von beidem", ergänzt der Schweizer. "Wir haben zu lange gewartet da hinten und uns eine Beschädigung am Frontflügel eingefahren, was einfach blöd gelaufen ist. Ich habe mich um vielleicht fünf Zentimeter verschätzt im Chaos und wurde von hinten leicht angeschoben. Zehn Runden lang mit einem Frontflügel herumfahren, der am Vorderrad schleift - da geht nicht viel."

"Wir sind nicht wirklich kollidiert, eigentlich war das nur eine ganz leichte Berührung", beschreibt er die Situation. "Wir fuhren zu dritt nebeneinander, mit Nato und Eriksson, glaub ich. Das war eigentlich auch harmlos. Ich war überrascht, dass der Flügel danach geschliffen hat. Und zwei Runden vor Schluss ist die Platte endlich abgefallen."

Mit 68 Punkten ist Wehrlein, vor allem dank seines Siegs am Freitag, immer noch Führender in der Fahrerwertung. Er führt mit sechs Punkten Vorsprung vor Edo Mortara. Müller belegt mit 45 Punkten momentan Rang 6. In der Team-Weltmeisterschaft gibt Porsche weiter den Ton an und führt mit 113 Punkten vor Jaguar, die 27 Zähler zurückliegen. Bevor es mit mehr Rennaction weitergeht, legt die Formel E aber erst einmal keine Pause von knapp fünf Wochen ein. Der sechste Saisonlauf findet am 21. März in Madrid statt.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 1 und 3.