Formel E

Postkarte aus Berlin: Die interessantesten Erkenntnisse vom Formel-E-Freitag in Deutschland

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Am Samstag ist es endlich soweit: Die Formel E gastiert zum vierten Mal in der Bundeshauptstadt und feiert mit dem BMW i Berlin E-Prix 2018 den einzigen Deutschland-Lauf im diesjährigen Rennkalender. e-Formel.de war bereits am Freitag für dich live vor Ort und hat die Augen und Ohren offen gehalten. Die interessantesten Erkenntnisse vom Formel-E-Donnerstag in Deutschland schicken dir unsere Redakteure Timo Pape und Tobias Bluhm in ihrer Postkarte aus Berlin.

Die interessantesten Erkenntnisse vom Formel-E-Freitag

>>> Vor seinem Formel-E-Showrun auf der Rennstrecke in Berlin durfte Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg bereits am Freitag den Gen2-Renner der Formel E pilotieren. Bei einer Demofahrt durch das Berliner Stadtzentrum sperrte die Polizei unter anderem kurzzeitig den Potsdamer Platz für den gebürtigen Wiesbadener ab. Auch am Brandenburger Tor und Checkpoint Charlie gab es Foto-Möglichkeiten mit Rosberg.

>>> Ein Formel-E-Engagement im Mercedes-Team scheint für Nico Rosberg weiterhin möglich. Zwar sei der 32-Jährige in seiner aktuellen Situation "glücklich" und werde "ganz sicher nicht wieder ins Auto einsteigen", schloss eine Rolle im Mercedes-Werksteam, das ab Saison 6 in der Formel E antritt, jedoch nicht aus.

>>> Zum Ende der vierten Formel-E-Saison verliert die Formel E immer mehr alte Bekannte. Nach Alain Prost verließ auch Andretti-Teammanager Rob Arnott vor diesem Wochenende die Elektroserie. Die Rolle des Briten teilen sich fortan Teamchef Roger Griffiths und Chefmechaniker Julian Greenhalgh. Zum Auftakt in Saison 5 wird zudem der Abgang von Virgin-Teamboss Alex Tai erwartet.

>>> Im Fahrerfeld wurde die Änderung der Strecke in Kurve 6 dankend angenommen. "Die Bremszone ist länger, und die Strecke relativ breit. Besonders weil die Gerade zuvor sehr lang ist, dürfte das im Rennen für Spannung sorgen", sagte Oliver Turvey (NIO).

>>> Nur zwei Tage nach der Meldung zur Unterstützung des Mercedes-Formel-E-Teams durch die Formel-1-Mannschaft aus Großbritannien ließen sich am Freitag Toto und Susie Wolff im Fahrerlager blicken. Auch Norbert Haug, der bis Ende 2012 Motorsportchef von Mercedes-Benz war, schaute sich in Berlin um.

>>> Susie Wolff reiste im Rahmen des Dare-to-be-Different-Programms nach Berlin. Die Initiative, die von der ehemaligen Formel-1-Testfahrerin ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, junge Mädchen aus aller Welt an den Motorsport heranzuführen. Die Schottin zog am Freitagvormittag mit mehreren Schulklassen durch die Boxengasse.

>>> In Berlin unterstützt der ehemalige Formel-E-Fahrer Antonio Liuzzi in der Rennleitung. Der Italiener, der 2015 an fünf Formel-E-Rennen für das Trulli-Team teilnahm, unterstützt die FIA-Regelhüter am Wochenende als "Fahrer-Steward" mit Einblicken in das Renngeschehen aus Fahrer-Sicht.

>>> In der Nacht von Freitag auf Samstag könnten einige Ecken der Strecke umgebaut werden. So wurden beispielsweise in Kurve 4 zwei Fangzäune im Aufbau miteinander vertauscht, sodass die Streckenposten am Eingang zum Tunnel ihre Kollegen in Kurve 2 nicht mehr sehen konnten. Ob sich die Position der Marschalls allerdings tatsächlich verändern wird, ist nicht bekannt.

>>> Nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse musste NIO-Rückkehrer Luca Filippi bereits am Freitag 1.000 Euro blechen. Der Italiener wurde mit 59,6 km/h in der Boxengasse geblitzt - erlaubt sind maximal 50 Stundenkilometer.

>>> In der Hauptstadt treten einige Fahrer mit frischen Antriebskomponenten an: Jose Maria Lopez (Dragon) greift auf ein neues Getriebe zurück, Antonio Felix da Costa (Andretti) und Andre Lotterer haben einen neuen Inverter und Lotterer und Mitch Evans (Jaguar) treten mit einem neuen Elektromotor an.

Foto: Spacesuit Media / Shivraj Gohil

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