Formel E

Berlin ePrix: Einspruch gegen Klage nur eine "Formalie"

Timo Pape

Timo Pape

Berlin wird 2017 erneut einen ePrix der Formel E veranstalten. Davon geht jedenfalls die Eventagentur Gil und Weingärtner aus, die 2015 und 2016 die beiden Elektrorennen in der deutschen Bundeshauptstadt organisierte. Im Terminkalender für die Saison drei sollen Buemi und Co. im Herzen Berlins am 10. Juni 2017 fahren. Doch es gibt einmal mehr Probleme in der Hauptstadt.

Wie wir bereits vergangene Woche in einem Beitrag berichteten, klagen die Bezirke Mitte und Friedrichshain von den Veranstaltern des deutschen ePrix auf 400.000 Euro Straßennutzungsgebühren. Die Klage richtet sich gegen die Eventagentur Gil und Weingärtner, die dagegen Einspruch eingelegte. Der Einspruch sei nur eine Formalie, wie der geschäftsführende Teilhaber Ulrich Weingärtner 'Motorsport-total.com' mitteilt. Die Agentur verweist nämlich auf den Serienveranstalter, die Formel E in London, der der richtige Adressat der Klage und damit auch der Kosten wäre.

Monatelang entbrannte ein offener Streit des Berliner Senats und der beiden Berliner Bezirke, die sich gegen das Rennen aussprachen. Letztendlich erzielten die Formel E und der Senat eine Einigung zur Durchführung des ePrix auf der Karl-Marx-Allee, jedoch mit einer Gebührenauflage. Carsten Spallek, Baustadtrat von Mitte (CDU) pocht vehement auf die finanziellen Forderungen, da die Gebühren ein Bestandteil der Erlaubnis zur Austragung des Rennens gewesen seien.

Kontroverse Meinungen herrschen zudem über die Höhe der Straßennutzungsgebühren. Die Organisatoren halten die Summe für zu hoch gegriffen, Spallek dagegen verweist auf die notwendige Arbeit und Straßensperrung: "Nach bestem Wissen und Gewissen" habe man die geforderten Gelder errechnet, wie der Baustadtrat betont.

Ist der deutsche ePrix 2017 in Berlin mit diesen Zwistigkeiten und der Klage gefährdet? Die Eventagentur geht nicht davon aus und will einen erneuten Antrag zur Durchführung des Elektrorennens auf Berlins Straßen stellen: "Wir haben eine kooperative Basis gefunden", so Weingärtner. Ob die deutschen Formel-E-Fans die Leidtragenden dieser Auseinandersetzung sein werden, bleibt abzuwarten.

Fotocredit: EHirsch

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