Formel-E-Qualifying in London: Pascal Wehrlein sichert sich Pole-Position gegen Teamkollege Nico Müller
Jasmin Fromm
Pascal Wehrlein holte sich im Final-Duell gegen seinen Porsche-Teamkollege Nico Müller die Pole-Position! Mitch Evans sicherte sich Startplatz vier, Jake Dennis geht von Position fünf ins Rennen. Damit steht fest, dass die Entscheidung um den Fahrer-WM-Titel erst am Sonntag fallen wird.
Gruppe A: Wehrlein zeigt sich stark, Dennis und de Vries touchierten sich
In der ersten Gruppe des Qualifyings kämpften die zwei Andretti-Piloten Jake Dennis und Felipe Drugovich, sowie die zwei Mahindra-Fahrer Edoardo Mortara und Nyck de Vries um den Einzug in die Duell-Phase des Qualfyings. Mit ihnen fuhren auch Pascal Wehrlein, Nick Cassidy, Jean-Eric Vergne, Dan Ticktum, Lucas di Grassi und Norman Nato um sich ihre Tickets für die Duelle zu sichern.
Die Fahrer fuhren direkt zu Beginn raus. Nur die beiden Mahindra-Piloten de Vries und Mortara blieben etwas länger in ihrer Team-Garage. De Vries und Dennis berührten sich jedoch in der vorletzten Kurve: Dennis versucht rechts an de Vries vorbeizukommen, der ließ ihm aber zu wenig Platz und blockierte ihn auch auf der folgenden Runde. Der Zwischenfall wurde anschließend von den Rennkommissaren untersucht.
Dennis and de Vries collide in Qualifying 🤯@Hankook_Sport #LondonEPrix #FormulaE pic.twitter.com/P9XoPQkBEN
— Formula E (@FIAFormulaE) August 15, 2026
Die erst schnellere Runde kam von Wehrlein, der nach fünf Minuten eine Rundenzeit von 1:09.649 Minuten fuhr und die Führung übernahm. Kurz darauf übertraf ihn Dennis, der die Runde 0.184 Sekunden schneller fuhr. Der Brite berichtete aber, sich mit seinem Auto nicht wohlwohlzufühlen. Mortara berührte beim Anbremsen von Kurve 16 die Mauer und beschädigte seine Radaufhängung. Er beschrieb anschließend Probleme mit der Bremse über Funk an sein Team.
Wehrlein übernahm am Ende der Gruppe die Führung. Auch Dan Ticktum verbesserte seine Zeit und positionierte sich auf Platz zwei. Hinter ihnen beendeten Dennis und Vergne die Gruppe. Für die vier Fahrer ging es anschließend weiter in die Duelle. De Vries, Cassidy, Mortara, Drugovich, Nato und di Grassi schafften es hingegen nicht weiter.
Gruppe B: Porsche dominiert erneut
In der zweiten Gruppe kämpften die zwei Envision-Fahrer Sebastien Buemi und Joel Eriksson sowie die zwei Jaguar von Mitch Evans und Antonio Felix da Costa zusammen mit Pepe Marti, Oliver Rowland, Taylor Barnard, Nico Müller, Maximilian Günther und Zane Maloney um ihre Tickets für die Duelle.
Die Fahrer der zweiten Gruppe fuhren direkt raus und brachten ihre Reifen auf Temperatur. Nico Müller war der erste Fahrer mit einer schnelleren Zeit von 1:09.323 Minuten. Eine Rundenzeit, mit der der Porsche-Fahrer in Gruppe A schon weiter gewesen wäre.
Eriksson legte kurz danach nach und unterbot die Zeit des Schweizers. Er war 0.007 Sekunden schneller, doch Müller legte nochmal nach und übernahm erneut die Führung. Evans hatte sich in der Zwischenzeit auf Platz drei vorgearbeitet. Felix da Costa verbremste sich und rutschte beinahe in die Streckenbegrenzung. Sein Teamkollege sicherte sich mit seiner Verbesserung einen zweiten Platz hinter Müller.
Eriksson beendete die Gruppe B auf der Position drei, der letzte Fahrer, der sich das Weiterkommen sichern konnte, war Felix da Costa. Buemi, Barnard, Rowland, Marti, Maloney und Günther beendeten ihr Qualifying nach der Gruppenphase. Günther war schon vorher zurück in die Garage gefahren und konnte seine Zeit nich mehr verbessern.
Viertelfinale
VF1: Jake Dennis vs. Dan Ticktum
Ein Zweikampf der Briten bei ihrem Heimrennen startete die Duelle! Ticktum legte gut vor. Dennis holte im Verlauf der Runde noch auf, konnte seinen Landsmann im Cupra Kiro aber nicht mehr einholen. Knappe 0.072 Sekunden fuhr Ticktum die Runde schneller als Dennis. Damit hatte er seinen Einzug ins Halbfinale sicher.
Championship leader Jake Dennis is OUT in the quarter-finals ❌@Hankook_Sport #LondonEPrix #FormulaE pic.twitter.com/e9hTtGEpzZ
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VF2: Jean-Eric Vergne vs. Pascal Wehrlein
Wehrlein startete gut und baute sich einen guten Vorsprung aus. Vergne holte zwar im zweiten Sektor noch auf, aber der Deutsche war am Ende der entscheidenden Runde 0.254 Sekunden schneller und damit weiter im Halbfinale.
VF3: Joel Eriksson vs. Mitch Evans
Eriksson und Evans starteten knapp in die Runde, doch Evans schaffte es am Ende, alle drei Sektoren der Strecke schneller hinzulegen. Am Ende separierten die beiden Fahrer 0.376 Sekunden und es ging für Evans weiter ins Halbfinale.
VF4: Antonio Felix da Costa vs. Nico Müller
Felix da Costa startete stark. Er dominierte die ersten zwei Sektoren. Ein Fehler erlaubte es Müller dann jedoch, den Sieg in diesem Duell zu sichern. Der Schweizer war am Ende der Runde 0.174 Sekunden schneller als der Jaguar-Fahrer. Damit ging es für Müller weiter ins Halbfinale.
Halbfinale
HF1: Pascal Wehrlein vs. Dan Ticktum
Wehrlein legte gut vor, Ticktum holte kurz auf, doch Wehrlein übertraf ihn noch. Am Ende rollte Ticktum jedoch nur über die Ziellinie, 2.679 Sekunden hinter dem Deutschen im Porsche. Damit ging es für Wehrein weiter ins Final-Duell. Als Porsche-Kundenteam stellte Ticktum sicher, dass Porsche die Möglichkeit hatte, sich die Pole-Position zu sichern.
HF2: Nico Müller vs. Mitch Evans
Müller legte gut vor im ersten Sektor. Evans holte im zweiten Sektor auf, aber am Ende fuhr Müller die Runde 0.250 Sekunden schneller als Evans. Damit ging es für Müller ins Finale gegen seinen Teamkollegen.
Finale: Nico Müller vs. Pascal Wehrlein
Nico Müller startete als Erster in die Runde. Er startete stark und fuhr die ersten zwei Sektoren schneller als Wehrlein, doch im letzten Sektor fuhr auch er absichtlich langsamer. Am Ende sicherte sich Pascal Wehrlein seine Pole-Position mit einem Vorsprung von 1.143 Sekunden. Wehrlein geht damit punktgleich mit Evans und nur zwei Punkte hinter Dennis in das vorletzte Rennen der Saison.
Die Top 10 für das Rennen am Samstag in London sind Wehrlein, Müller, Evans, Ticktum, Dennis, Eriksson, Felix da Costa, Vergne, de Vries und Buemi.
Das erste Rennen in London Tokio findet um 16:05 Uhr (MESZ) statt. DF1 überträgt das Rennen in Deutschland. e-Formel.de begleitet das Rennen wie gewohnt im Formel-E-Liveticker - optimal geeignet als "Second-Screen" für echte Fans!
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