Formel E

Rasmussen gewinnt "Accelerate"-Saisonfinale & Meisterschaft, Mortara siegt bei Formel-E-Fahrern

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Sette-Camara-Rasmussen-Accelerate

Frederik Rasmussen hat das sechste und letzte Rennen der E-Sports-Serie "Accelerate" der Formel E gewonnen. Der für Dragon startende Däne konnte sich auf der virtuellen Strecke von Rom gegen Graham Carroll im Virgin und Jarno Opmeer im Mercedes durchsetzen. Bester Deutscher war Marius Golombeck im Porsche auf Platz 9. Der für Venturi startende Nordmazedonier Erhan Jajovski wurde nach einem Fahrfehler nur Fünfter und verlor so den Titel überraschend noch an Rasmussen.

Rasmussen hatte sich im Qualifying bereits mit fast vier Zehntelsekunden Vorsprung gegen Jajovski in Qualifying-Gruppe 1 durchgesetzt, der den zweiten Platz sogar an Virgin-Pilot Graham Carroll verlor. Mercedes-Pilot Bono Huis, der sich eigentlich auf dem vierten Platz qualifiziert hatte, ging wegen einer Strafe vom letzten Rang aus ins Rennen. Die sechs Punkte für die Pole-Position - es gab beim Finale doppelte Punkte - sorgte dafür, dass Rasmussen den Rückstand auf Jajovski bereits auf 20 Punkte verringern konnte. Bei einem Sieg von Rasmussen musste der Venturi-Pilot nun Zweiter werden, um den Titel zu gewinnen.

Rasmussen hatte einen guten Start in das Rennen und blieb vor Carroll und Jajovski. Kevin Siggy lieferte sich über mehrere Kurven einen Kampf mit Lorenz Hörzing, der für den Österreicher mit einem Mauerkontakt und dem Verlust mehrerer Positionen endete. Die Rennkommissare leiteten eine Untersuchung gegen Siggy ein, seine Titelchancen bestanden zu diesem Zeitpunkt aber ohnehin nur noch theoretisch.

Fahrfehler von Jajovski entscheidet die Meisterschaft

Siggy war der erste Simracer der ersten Zehn, der nach sechs Minuten in den Attack-Mode ging. Er holte sich die bis dahin schnellste Rennrunde, die wegen der doppelten Punkte in diesem Rennen zwei Punkte wert war, und überholte anschließend mit einem robusten Manöver Mercedes-Pilot Opmeer.

Rasmussen aktivierte nach neun Minuten seinen Attack-Mode und blieb dabei in Führung, Carroll holte sich die Zusatzleistung eine Runde später. Rasmussen schnappte sich die schnellste Rennrunde zurück und war nun auf Titelkurs. Opmeer ging mit dem Attack-Mode an Siggy vorbei und holte sich so den vierten Platz zurück. Ein Blick auf die Energiestände zeigte jedoch, dass Jajovski die größten Reserven in der Spitzengruppe hatte.

Dann jedoch der Schock: Jajovski aktivierte seinen Attack-Mode und verlor seinen Venturi eine Runde später. Er schlug hart in die virtuelle TecPro-Barriere ein. Opmeer nutzte die Situation und schob sich mit Attack-Mode an Jajovski vorbei. Dieser tat sich anschließend schwer, den beschädigten Venturi auf der Strecke zu halten und musste in der Folge auch Siggy passieren lassen, der jedoch nachträglich eine Zeitstrafe von zehn Sekunden erhielt und daher nur auf Platz 13 gewertet wurde.

Rasmussen gewann das Rennen souverän vor Carroll und Opmeer. Dank der maximal möglichen Ausbeute von 58 Punkten - doppelte Punkte beim Saisonfinale sei Dank - gewann er mit 143 Punkten den Titel, acht Punkte vor Jajovski. Kevin Siggy sicherte sich mit 75 Punkten den dritten Platz, Golombeck wurde mit 37 Punkten bester Deutscher auf Platz 7. Den Teamtitel sicherte sich mit 203 Punkten Venturi vor Dragon und BMW. Rasmussen gewann mit der Meisterschaft nicht nur eine Testfahrt in einem echten Formel-E-Boliden, sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.

Mortara gewinnt Rennen der Formel-E-Piloten - trotz Drehers in der Attack-Zone

Zuvor hatte es wieder ein Rennen mit zwölf Formel-E-Piloten gegeben. Pole-Sitter Robin Frijns wurde bereits in der ersten Kurve Opfer einer Kollision und fiel auf den vierten Platz zurück. Wenig später drehte der Niederländer den vor ihm fahrenden Mitch Evans. Nach einem Mauerkontakt des bis dahin führenden Stoffel Vandoorne übernahm Venturi-Pilot Edo Mortara in der zweiten Runde den ersten Platz.

Im Mittelfeld kollidierten Max Günther, Oliver Rowland und Oliver Turvey beim Kampf um Platz 5. Frijns geriet mit Vandoorne im Kampf um den zweiten Platz aneinander und verlor anschließend deutlich an Boden.

Mortara drehte sich zwar beim Aktivieren des Attack-Modes, hatte aber so viel Vorsprung auf Vandoorne herausgefahren, dass er die Führung behielt. Zwei Minuten vor dem Ende des Rennens überholte Frijns Vandoorne, der nach einigen Mauerkontakten in der letzten Runde noch Wehrlein passieren lassen musste. Mortara gewann unangefochten mit mehr als elf Sekunden Vorsprung vor Frijns und Wehrlein.

>>> zur finalen Gesamtwertung (Fahrer & Teams) der Accelerate

Accelerate: Das Rennergebnis von Rom

Platz Fahrer Team Punkte
1 Frederik Rasmussen Dragon Penske Autosport 58
2 Graham Carroll Envision Virgin Racing 36
3 Jarno Opmeer Mercedes-EQ 30
4 Kevin Siggy BMW i Andretti Motorsport 24
5 Erhan Jajovski ROKiT Venturi 20
6 Kuba Brzezinski Jaguar Racing 16
7 Nikodem Wisniewski DS Techeetah 12
8 Lorenz Hörzing ROKiT Venturi 8
9 Marius Golombeck TAG Heuer Porsche 4
10 Martin Stefanko Jaguar Racing 2
11 Marc Gassner Nissan e.dams 0
15 Jan von der Heyde Nissan e.dams 0
DNF Lucas Müller Mahindra Racing 0

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