Formel E

Rast nach Formel-E-Crash in London sauer auf Buemi: "Das passiert, wenn Leute ohne Hirn fahren!"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Das Sonntagsrennen beim London E-Prix war gerade einmal acht Minuten alt, als es gehörig krachte: Audi-Pilot Rene Rast und Ex-Champion Sebastien Buemi im Nissan e.dams kollidierten beim Kampf um den elften Platz. Die Schuldfrage war dabei klar: Der Schweizer übertrieb es bei seinem Angriff gewaltig und schoss Rast ab. Dieser war nach dem Rennen entsprechend ungehalten.

Rast hatte zunächst von Startplatz 12 kommend mit einem guten Start eine Position gewonnen und Buemi hinter sich gelassen. Der Schweizer aktivierte jedoch sehr früh seinen ersten Attack-Mode und schloss anschließend wieder auf Rast auf. In Kurve 10 versuchte er schließlich ein zu gewagtes Manöver und verschätzte sich.

Zunächst fuhr er dem Audi ins Heck, schob sich dann auf der Innenseite daneben und traf am Kurvenausgang das Vorderrad seines Kontrahenten. Rast schlug in die Mauer ein und prallte anschließend erneut gegen den Nissan. Durch den Aufprall war die Radaufhängung zu Bruch gegangen und das Fahrzeug nicht mehr lenkbar.

Für die Rennkommissare war die Schuldfrage eindeutig. Nach dem Videostudium des Vorfalls verhängten sie eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe gegen Buemi und gaben ihm zusätzlich noch drei Strafpunkte auf seine Rennlizenz. Das half Rast jedoch auch nicht mehr weiter. Der Audi-Pilot hatte sein Fahrzeug am Ausgang von Kurve 11 mit einer gebrochenen Vorderradaufhängung abstellen müssen.

Rast: "Ein bisschen wie Autoscooter-Fahren"

"Es ist heute ein bisschen wie Autoscooter-Fahren", erklärte Rast noch während des Rennens bei Sat.1. "Ich habe mich gegen Buemi verteidigt, und er ist mir einfach hinten reingefahren. Er hat mich so an der Kurve vorbeigeschoben und ist innen durch. Am Ausgang hat er mit keinen Platz gelassen, ich bin in die Mauer geprallt, und danach gab es noch mehrere Kontakte."

"Das war das zweite Mal, dass er mich aus den Rennen nimmt", wettert Rast weiter. "Nach New York auch jetzt hier. Das ist mir unverständlich. Wir waren in einer guten Position und haben um Punkte gekämpft, die wir für die Meisterschaft brauchen."

Nach dem Rennen legte Rast bei Instagram nach: "Es tut mir immer leid, wenn das Auto in Scherben liegt. Aber das passiert, wenn ein paar Leute ohne Hirn fahren. Und nein, Buemi hat sich nicht entschuldigt!"

Der Nissan-Pilot äußerte sich nicht weiter zu dem Unfall. Buemi beendete das Rennen auf Position 13 außerhalb der Punkte.

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1 Kommentare

Horatio ·

Wirklich schade, wenn ein offenbar unmotivierter Fahrer wie Buemi, der die Saison (und seine Formel-E-Karriere?) einfach nur noch zu Ende bringen will, einen anderen Fahrer so abschießt.

Hoffe Rast bekommt noch beim Saisonfinale die Gelegenheit zu glänzen.

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