Formel E

Reigle stolz auf Erfolg der Formel E bei Sat.1: "Wir müssen das in mehr Märkten wiederholen"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Der Formel E ist in der Saison 2021 in Deutschland ein großer Sprung nach vorn gelungen: Dank des Formates 'ran racing' und der Live-Übertragung der Rennen auf dem Fernsehsender Sat.1 konnte die Elektrorennserie große Zuwächse bei den Zuschauerzahlen verbuchen. Während sich die Sendergruppe mit der Verlegung des Formates zum Schwestersender ProSieben sogar noch eine weitere Steigerung verspricht, gilt Deutschland für die Formel E als Musterbeispiel für die Reichweitenvergrößerung.

Auch bei uns und unseren Leser:innen kam der Wechsel von Eurosport zu Sat.1 sehr gut an, wie wir bereits nach dem Saisonauftakt in Diriyya analysiert haben. Die Zahlen sprachen dabei Bände: Über die gesamte Saison hinweg ergab sich 2021 in Deutschland eine Steigerung des Livepublikums um 730 Prozent - der Topwert in der weltweiten Statistik der Formel E. Hinzu kamen mehr als 7,6 Mio. Aufrufe in den digitalen Kanälen von 'ran racing'. Damit hat Deutschland einen hohen Anteil an den im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Zahlen.

"Letztes Jahr haben wir versucht, die Zuschauerzahlen zu konsolidieren", erklärt Formel-E-CEO Jamie Reigle bei 'BlackBook Motorsport'. "Das bedeutet, dass wir in jedem Kernmarkt einen Partner gefunden haben, der wirklich an die Formel E glaubt, der unser Produkt promotet, es seinem Publikum zeigt und es auf all seinen Plattformen präsentiert."

Ein Beispiel hat er dafür auch parat: "Sehen Sie sich unsere Partnerschaft mit ProSiebenSat.1 in Deutschland an. Sie sind der Übertragungspartner für American Football und Eishockey in Deutschland und sehen sich selbst als Sportsender."

Reigle lobt Herangehensweise von ran

"Sie sagten: 'Hey, wir wollen uns wirklich in die Formel E reinhängen und helfen, den Sport aufzubauen'", erklärt der Kanadier weiter. "Sie holten Daniel Abt und dazu Christian Danner, das historische Gesicht und die Stimme der Formel 1 in Deutschland. Sie bringen diese beiden Leute zusammen, damit sie zu einem unterschiedlichen Publikum sprechen - einen mit historischer Glaubwürdigkeit im Motorsport und einen, der selbst vor Kurzem noch im Formel-E-Auto gesessen hat."

"Sie bringen ein eigenes Produktionsteam mit, etwa acht Leute sind hier", beschreibt er und sieht die Vereinbarung als Musterlösung, die so auch auf andere Länder übertragen werden könnte. "Sie erzählen also die Geschichte der Formel E einem deutschen Publikum. Wir müssen das in mehr Märkten wiederholen."

Für die kommende Saison konzentriert sich die Formel E auf weitere Schlüsselmärkte wie Spanien, Italien und Großbritannien, wo die Rennserie selbst und auch die meisten Teams ihren Sitz haben. Hier gab es zwar einen Vertrag mit der öffentlich-rechtlichen BBC, die aber nur eine Handvoll Rennen live auf BBC Two übertrug. Die meisten Läufe der Elektrorennserie fanden dort nur im Streaming-Dienst BBC iPlayer und bei BBC Sport statt.

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2 Kommentare

Ricardo L. ·

Das war wirklich ein großer Qualitätssprung! (vor allem die Mikrofonqualität von Eurosport lässt mich immer verzweifeln^^)
So leid es mir auch für ihn tut, aber für die Zuschauer war es ein Segen, dass Abt nicht mehr fährt ?

EffEll ·

Ja, die Übertragung an sich ist besser. Zudem ist der Re-live-Player ein Segen, wenn man es mal nicht live gucken konnte. Dennoch vermisse ich Eurosport sehr und die Mikrofonqualität spielte bei mir keine Rolle, da ich immer auf die englische Tonspur geschaltet habe, um Jack Nichols und Dario Franchitti zu hören, die für mich fachlich und unterhaltsam das absolute Nonplusultra darstellen. Ich vermisse diese Combo doch sehr. Ich werde mit Eddie Mielke einfach nicht warm. Er erzählt mir zuviel belanglosen Mist und kümmert sich auch in den spannendsten Schlüsselmomenten teilweise überhaupt nicht darum, was auf der Strecke passiert. Zum Glück gibt es da noch den Abt. Andernfalls wäre es wirklich regelrecht unerträglich. Ich wünschte ich könnte irgendwo Jack Nichols hören. Aber Dario Franchitti ist wohl nicht mehr dabei. Dennoch würde ich gerne tauschen wollen. Eddie Mielke nervt mich ziemlich...

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