Formel E

Renn-Thriller im Fürstentum: Nyck de Vries erlöst Mahindra bei dramatischem Monaco E-Prix

Theresa König

Theresa König

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Der Auftakt des Monaco E-Prix 2026 hielt, was die Kulisse versprach: Nach einer verhältnismäßig ruhigen Startphase entwickelte sich das Rennen auf dem legendären Straßenkurs schnell zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Zahlreiche Kollisionen, Wrackteile und Reifenschäden sorgten für Hochspannung und wirbelten das Klassement im Laufe der 29 Runden gehörig durcheinander.

Mitten im Chaos behielt jedoch einer den Durchblick: Mahindra-Pilot Nyck de Vries. Der Wahl-Monegasse hielt sich konsequent aus allem Drama auf der Strecke heraus, bewies das nötige Quäntchen Rennglück und krönte seine fehlerfreie Leistung mit dem prestigeträchtigen Heimsieg.

Das Ende einer langen Durststrecke

Für de Vries ist es ein historischer Triumph: Auf den Tag genau vier Jahre und einen Tag nach seinem letzten Erfolg stand der Niederländer wieder ganz oben auf dem Podium - sein insgesamt fünfter Sieg in der Formel E.

"Es ist unglaublich, es hat so lange gedauert", zeigt sich de Vries nach dem Rennen sichtlich erleichtert. "Die letzten zwei Jahre waren sehr stark, wir haben uns massiv verbessert und mussten lange darauf warten, dass es endlich passiert. Dass es heute ausgerechnet hier geklappt hat, macht es umso besser."

Noch weitaus schwerer dürfte dieser Erfolg jedoch für sein Team wiegen. Für Mahindra Racing gleicht der Triumph im Fürstentum einer regelrechten Erlösung: Es ist der erste Sieg für das Team seit dem London E-Prix 2021, als damals noch Alex Lynn ganz oben auf dem Treppchen stand. Nach Jahren der Dürre meldet sich Mahindra damit eindrucksvoll zurück.

WM-Punkte im Blick & Pool-Sprung als Tradition

Obwohl der emotionale Befreiungsschlag riesig ist, bleibt de Vries mit Blick auf die Meisterschaft fokussiert: "Wir legen unseren Fokus weiterhin darauf, konstant Punkte für die Weltmeisterschaft zu sammeln. Aber das Team hat diesen Sieg heute einfach mehr als verdient."

Bevor jedoch die Datenanalyse für die nächsten Rennen beginnt, steht im Fürstentum erst einmal die obligatorische Siegerparty an - inklusive eines ganz besonderen Rituals. Auf die Frage, wie er den geschichtsträchtigen Erfolg zu feiern gedenkt, antwortete de Vries mit einem Augenzwinkern: "Ich denke, ich werde heute noch schwimmen gehen, gemeinsam mit Fred (Bertrand, Teamchef). Das gehört in Monaco einfach zur Tradition, wenn man gewinnt. Das muss sein!"

Schon am morgigen Sonntag haben de Vries und Mahindra Racing Gelegenheit, den Triumph zu wiederholen. Dann steht das zweite Rennen des Monaco E-Prix an.

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