Formel E

Rennpremiere in Kapstadt: Formel-E-Fahrer zeigen großen Respekt vor "schnellster Strecke im Kalender"

Timo Pape

Timo Pape

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Die Formel E gastiert am kommenden Wochenende erstmals in Kapstadt. Vor der Südafrika-Premiere auf dem "Cape Town Street Circuit" sind sich die Fahrer einig: Sie erwartet eine der schnellsten Strecken im Rennkalender. Kleine Fehler könnten große Konsequenzen für das E-Prix-Wochenende haben. Worauf es ankommen wird, liest du in unserer Streckenvorschau.

Der 2,921 Kilometer lange brandneue Kurs führt rund um das Fußball-WM-Stadion von 2010 durch zwei der angesagtesten Viertel von Kapstadt: Green Point und Waterfront. Mit langen Geraden und nur zwölf Kurven gilt sie als sehr schnell. Nach dem Start geht es gegen den Uhrzeigersinn in eine schnelle Passage mit drei Linkskurven.

Nach der Schikane mit den Kurven 4 bis 6 und der 90-Grad-Linkskurve T7 folgt die lange Gegengerade, die Überholmöglichkeiten bietet. Nissan-Pilot Sacha Fenestraz meint allerdings: "Das Überholen dürfte schwierig werden, was das Qualifying an diesem Wochenende besonders wichtig macht." Teamkollege Norman Nato warnt jedoch: "Es wird es eine Herausforderung sein, eine perfekte Runde zu fahren, mit all den Hochgeschwindigkeitsabschnitten und den Bodenwellen."

"Dieser neue Austragungsort in Kapstadt wird sowohl für die Fahrer als auch für die Autos sehr herausfordernd und anspruchsvoll sein", pflichtet Nissan-Teamchef Tommaso Volpe bei. "Aus unserer Arbeit im Simulator wissen wir, dass die Strecke sehr schnell sein wird, sogar schneller als in Hyderabad, sodass jeder Fehler schwerwiegende Folgen haben könnte."

Auch McLaren-Fahrer Jake Hughes thematisiert dieses anspruchsvolle "Verhältnis zwischen Risiko und Belohnung", das er an Straßenkursen schon immer geschätzt habe. Max Günther berichtet von seiner Vorbereitung aus dem Simulator von vielen holprigen Abschnitten. "Es wird eine große Herausforderung, mit dem Setup und dem Fahrverhalten auf dieser Strecke den 'Sweet-Spot' zu finden. Das wird sicher ein spannendes Rennen", so der deutsche Maserati-Pilot.

Felix da Costa: Neue Strecke "erfordert mehr Basisarbeit im Simulator"

Phil Charles, Technischer Leiter von Jaguar TCS Racing, spricht gar von einem "absoluten Kracher" mit Blick auf den neuen Kurs: "Eine rasante Strecke mit mehreren holprigen Bremszonen, einer super engen Schikane mit den Kurven 4, 5 und 6 sowie einem Hochgeschwindigkeits-Nadelöhr-Abschnitt in T8, T9 und T10: Der Kapstadt E-Prix verspricht, eine absolute Zitterpartie zu werden."

Antonio Felix da Costa beruhigt die Gemüter und gibt sich analytisch: "Eine neue Strecke ist immer eine knifflige Sache. Umso wichtiger ist eine intensive Vorbereitung. Wenn Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren fehlen, erfordert das mehr Basisarbeit im Simulator. Das kostet Zeit. Doch wir haben uns in Hyderabad gut auf eine neue Strecke eingestellt und werden das auch in Kapstadt tun, da bin ich sehr zuversichtlich. Wir haben da inzwischen sehr viel Erfahrung und wissen, wie der Prozess funktioniert."

Das 1. Freie Training in Kapstadt beginnt am Freitag um 16 Uhr (MEZ). Du kannst die Session wie gewohnt im Livestream und Liveticker auf e-Formel.de verfolgen. Der Rennstart ist am Samstag um 15 Uhr angesetzt.

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