Formel E

Reportage: Mit dem Cupra Born zum Rom E-Prix der Formel E

Timo Pape

Timo Pape

Timo-Pape-Cupra-Born

Cupra engagiert sich seit Anfang dieses Jahres in der Formel E - als Titelsponsor des deutschen ABT-Teams. Zuvor hat die sportliche Seat-Tochter bereits in der Extreme E sowie in der ETCR-Serie Erfolge im elektrischen Motorsport gefeiert. Auch auf der Straße bietet Cupra eine E-Mobilitätslösung an: den Born. e-Formel.de Chefredakteur Timo Pape hatte im Rahmen des Rom E-Prix die Möglichkeit, das E-Auto zu testen. Eine Reportage.

Freitag vor dem Rom E-Prix: Anstatt an den Circuito Cittadino dell'EUR, wo die Formel E am Wochenende ihre Saisonläufe 13 und 14 austragen wird, geht es für mich heute in den Südosten der italienischen Hauptstadt. Am Lago Albano kehre ich zunächst zu Pasta und Espresso ein. Der wunderbare Blick in die Ferne schließt auch die Päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ein, die mir später noch zum Verhängnis werden soll.

Nach einer kleinen Stärkung bekomme ich meinen Cupra Born übergeben. Das Äußere des vollelektrischen Kleinwagens hat mich schon vorher angesprochen, doch auch das Interieur gefällt mir. Das Cockpit wirkt aufgeräumt. Gerade auf der Rückbank gibt es erstaunlich viel Platz. Allein der Stoff der Sitze wirkt billig. Ich starte den E-Motor und fahre los.

Meine Route führt mich zunächst in das kleine Örtchen Nemi, wo ich einen schönen Ausblick über den Lago di Nemi bekomme (siehe Post unten). Auf den gewundenen Bergstraßen kann ich mich anschließend mit den Fahreigenschaften des Cupra Born vertraut machen. Wie bei jedem E-Auto genieße ich die Stille und das sofort einsetzende Drehmoment (310 Nm). Auch aufgrund seiner kompakten Größe geht der Born wirklich gut voran. 170 kW (231 PS), beschleunigen das Auto in 7,0 Sekunden auf 100 km/h, was ich natürlich teste.

In Kurven wirkt der Born stabil und wendig - trotz seines verhältnismäßig hohen Leergewichts von 1.736 kg (verglichen mit einem Verbrenner). Hauptverantwortlich dafür ist wenig überraschend die Batterie. Sie hat eine Kapazität von 77 kWh nutzbarer Energie, die mich bis zu 552 km weit bringen soll. Die Ladeleistung beträgt bis zu 170 kW. Ich bin ich flott unterwegs. Das Auto macht stets genau das, was es soll. Und es macht Spaß.

Mit dem E-Auto durch den Vatikan

Auf halber Strecke meldet das Navi überraschend: Staatsgrenze voraus. Ehe ich mich versehe, bin ich im Vatikan, denn die eingangs erwähnte Papstresidenz gehört offiziell nicht zu Italien. Dummerweise bin ich in einer Einbahnstraße gelandet. Die Gässchen, die italienischer nicht sein könnten, werden immer enger. Ich frage einen Kellner am Straßenrand, ob ich hier überhaupt langfahren könne. Si, claro. Ich taste mich im Schritttempo vorbei an Eisdielen und alten Mauern und atme durch, als ich endlich wieder Vollstrom geben kann. Gott sei Dank ist der Born so klein, sende ich via Rückspiegel Richtung Vatikan.

Nachdem ich meine Testfahrt beendet habe, geht es mit einem kleinen Shuttle zurück ins Stadtzentrum von Rom - abermals ein Cupra Born. Auch diesmal bringt er einen unbestreitbaren Vorteil mit sich, denn in der Innenstadt von Rom dürfen neben Anwohner:innen nur noch Elektroautos fahren, sonst drohen horrende Strafen. Bei einer Abendveranstaltung auf dem Hoteldach lädt Cupra zum Dolce Vita ein. Mit elektronischer Livemusik und einem Cocktail bereite ich mich - nicht unbedingt optimal - auf das anstrengende Rennwochenende vor.

Beim Rom E-Prix feiert ABT Cupra dank Platz 6 von Nico Müller sein bis dahin bestes Saisonergebnis - auch begünstigt durch die Massenkarambolage im Samstagsrennen. Einen Tag später fährt der Schweizer abermals in die Punkte. Beim Hankook London E-Prix am 29. und 30. Juli, dem Saisonfinale 2023, will ABT Cupra in der Gesamtwertung noch am eigenen Antriebslieferanten Mahindra Racing vorbeiziehen.

Dafür braucht es jedoch zwei herausragende Renntage an der Themse, denn aktuell liegt ABT Cupra 16 Punkte hinter dem indischen Hersteller. Rennstart ist am Samstag und Sonntag jeweils um 18 Uhr (MESZ). e-Formel.de ist erneut für dich vor Ort und berichtet live von der Strecke.

Transparenzhinweis: Cupra hat die Reisekosten nach Italien übernommen.

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