Formel E

Robin Frijns überglücklich nach Formel-E-Podium in Saudi-Arabien: "Die Mercedes sind schlagbar"

Svenja König

Svenja König

Robin-Frijns-Envision-Formula-E-Start-2022-Saudi-Arabia

Samstagsrennen in Diriyya, Robin Frijns und Platz 2 - das passt auch 2022 zusammen. Genauso wie im Vorjahr fuhr der Niederländer im zweiten Saisonlauf das erste Podium für sein Team Envision Racing ein und bewies, dass man auch in diesem Jahr noch mit dem Audi-Antrieb um Rennsiege kämpfen kann. Teamkollege Cassidy erlebte ein durchwachsenes Wochenende: Nach Platz 7 am Freitag verhinderte ein Unfall im 3. Freien Training ein besseres Ergebnis am Samstag.

"Heute war ein toller Tag, insbesondere nach dem schwierigen Tag gestern, wo wir keine Punkte geholt und gesehen haben, wie schnell die Mercedes sind", sagt Robin Frijns und spielt auf die Kollision mit Oliver Rowland an. "Da wussten wir, dass es heute ein hartes Stück Arbeit werden würde. Ich habe das ganze Rennen mit den Mercedes gekämpft und mich erstaunlich gut im Auto gefühlt."

Neben Zweikämpfen mit Nyck de Vries war Frijns vor allem in Rangeleien mit den Venturi-Piloten Edo Mortara und Lucas di Grassi verwickelt, die ebenfalls mit einem Mercedes-Antriebsstrang ausgestattet sind. Schon beim Start musste sich Frijns gegen den von hinten drängenden di Grassi wehren. Der Niederländer nutzte als einer der Ersten der Führungsgruppe seinen Attack-Mode und viel kurzzeitig auf Position 4 zurück. Als di Grassi selbst seine Zusatzleistung eine Runde später aktivierte, holte er sich die Position jedoch zurück.

Im Anschluss an das spektakuläre Manöver von di Grassi gegen de Vries musste Frijns seinen dritten Platz an den späteren Rennsieger Mortara abgeben. Nach einem kurzen Kampf im Attack-Mode mit Porsche-Pilot Andre Lotterer konnte der Niederländer wieder auf die Führungsgruppe aufschließen und bei der Attack-Mode-Aktivierung seines Landsmannes de Vries an ihm vorbeigehen.

Frijns hoffte auf Sieg: "Hatte mehr Grip"

Gut zehn Minuten vor Schluss konnte Frijns mit einem simplen Manöver an di Grassi vorbeigehen, der ihn anscheinend nicht gesehen hatte. Wenige Sekunden später landete Alexander Sims im Mahindra in der Mauer und rief eine bis zum Rennende andauernde Safety-Car-Phase auf den Plan.

"Nachdem das Safety-Car rauskam, habe ich gehofft, dass wir noch zwei oder drei schnelle Runden am Schluss fahren können, denn ich hatte das Gefühl, dass wir den besseren Grip hatten", so Frijns, der offenbar noch auf einen Angriff auf Mortara geschielt hatte, nach dem Rennen. "Das Team hat einen tollen Job gemacht, und ich bin Zweiter geworden - ich bin überglücklich. Das war ein guter Boost für die gesamte Saison, und wir haben gesehen, dass die Mercedes schlagbar sind."

Grundlage für den Erfolg war Frijns' starkes Qualifying-Ergebnis. Dort schaffte er es bis ins Halbfinale und sicherte sich somit Startposition 3. Mit seinem zweiten Platz im Rennen sammelte er insgesamt 18 WM-Punkte. Auch Teamchef Sylvain Filippi ist zufrieden und bedankte sich per Tweet am Samstagabend auch noch mal bei Audi für den Antrieb: "Fantastische Fahrt von Robin Frijns. Platz 2 und das erste Podium der Saison. Super Arbeit von unserem Team Envision Racing und Audi Sport, die uns ein sehr schnelles Auto geliefert haben."

Cassidy nach verpasstem Qualifying abgeschlagen

Einen schwierigeren Tag an der Rennstrecke erwischte Teamkollege Nick Cassidy. Er verunfallte im 3. Freien Training am Vormittag: In den "Esses" schrammte er zunächst rechts an der Mauer entlang und schlug dann am linken Fahrbahnrand mit dem Auto ein. Unglücklicherweise schaffte es die Crew von Envision Racing nicht, das Auto rechtzeitig zum Qualifying zu reparieren. Somit ging er vom letzten Startplatz ins Rennen.

Für Cassidy ging es ein paar Positionen nach vorn bis auf Rang 16 im Endergebnis. Nach einem Top-10-Finish am Freitag nahm auch er Punkte in der Gesamtwertung mit ins nächste Rennen - sieben an der Zahl. Envision ist damit Vierter in der Teamwertung, hinter Venturi, Mercedes und Andretti. Das nächste Rennen findet am 12. Februar in Mexiko-Stadt statt.

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