Formel E

Rowland nach Formel-E-Ausfall in Jakarta rad- und ratlos: "Weite Reise, um nur ein paar Runden zu drehen"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Beim Formel-E-Rennen in Jakarta sorgte Oliver Rowland für die wohl kurioseste Szene des Wochenendes. In der Startphase des E-Prix rollte der britische Rennfahrer auf der Strecke aus, weil sich sein linkes Vorderrad von der Aufhängung löste. Weswegen sich der Reifen verabschiedete, ist immer noch unklar.

Nach seinem Punkteerfolg beim Berlin E-Prix wollte der Mahindra-Fahrer Rowland in Jakarta eigentlich nachlegen. Der Start ins Wochenende gelang ihm mit der schnellsten Rundenzeit im 1. Freien Training gut, spätestens nach der Qualifikation dürfte Rowlands Optimismus jedoch verflogen gewesen sein. Der Brite schaffte es nur auf Startposition 12.

Im Getümmel der ersten Rennrunden kämpfte Rowland mit mehreren Konkurrenten, ehe sein E-Prix ein jähes Ende hinter der Streckenbegrenzung von Kurve 2 endete. Kurz zuvor hatte sich das linke Vorderrad vom Mahindra-Renner gelöst und war gegen die Streckenbarriere geschlagen. Mit den drei verbliebenen Reifen steuerte Rowland in den Notausgang, zur Bergung des Reifens musste dennoch das Safety-Car auf die Strecke.

"Ich bin enttäuscht - das dürfte klar sein", kommentiert Rowland seinen Ausfall. "Wir hatten heute die Möglichkeit für eine Aufholjagd, haben die Chance aber nicht genutzt. Das war eine ganz schön weite Reise, um nur ein paar Runden zu fahren."

Die Ursache des Ausfalls ließ das Team ließ am Samstagnachmittag zunächst offen. Da im TV-Bild jedoch - abgesehen vom fehlenden Reifen - keine Schäden am Fahrzeug erkennbar waren, gilt ein Fremdkontakt als ausgesprochen unwahrscheinlich. Denkbar ist vielmehr, dass eine gelöste Radmutter Auslöser des "DNF"-Resultats war.

Wenig besser lief es für das zweite Auto des Mahindra-Teams. Alexander Sims beendete keine Session des Renntages auf einem besseren Rang als Platz 14 - einmal abgesehen von Platz 10 Gruppen-Qualifying, in dem ohnehin nur elf Autos starten. Den E-Prix nahm Sims von Position 20 auf und arbeitete sich im Rennverlauf einige Positionen nach vorn, erreichte als 15. jedoch auch in Indonesien nicht die Punkteränge.

"Unsere Performance wurde vom Qualifying-Ergebnis diktiert. Wir starteten einfach zu weit hinten, um im Rennen große Fortschritte zu machen", sagt Sims. "Das Team hat allerdings einen guten Job dabei gemacht, die Temperaturen der Reifen und der Batterie zu managen. Trotz fehlender Punkte war es gut, heute thermale Daten gesammelt zu haben, die uns beim nächsten Hitzerennen in Marrakesch helfen können."

Der E-Prix in Marokko ist für den 2. Juli angesetzt und ersetzt in diesem Jahr ein Rennen in Vancouver. Der Lauf in Kanada, ursprünglich für denselben Tag geplant, musste aufgrund organisatorischer Probleme kurzfristig im März abgesagt und auf 2023 verlegt werden.

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