Formel E

Rückschlag für Faraday Future Dragon Racing in Afrika

Timo Pape

Timo Pape

Der US-Rennstall Faraday Future Dragon Racing konnte beim Marrakesh ePrix keine entscheidenden Akzente setzen. Rang 13 für Jerome d'Ambrosio beziehungsweise Rang 18 für Teamkollege Loic Duval waren nicht die Ergebnisse, die sich das Team von Eigner Jay Penske gewünscht hatte. Nach Platz sieben für d'Ambrosio beim Auftaktrennen in Hongkong bedeutete der afrikanische ePrix einen Rückschlag für die Dragon-Mannschaft. Immerhin betrieb Duval Schadensbegrenzung für sein Team in Marrakesch, denn der Franzose rettete mit der schnellsten Rennrunde kurz vor dem Ende wenigstens einen Punkt.

Im Qualifying lief nicht viel zusammen für beiden Dragon-Piloten. D'Ambrosio schaffte es nur auf Startposition 17, zwei Plätze dahinter reihte sich Duval ein. Eigentlich überraschend, denn in den beiden Freien Trainings platzierten sich beide Dragon-Piloten im Spitzenfeld. D'Ambrosio konnte sich im 1. Freien Training auf Platz fünf behaupten, Duval erzielte in der zweiten Trainingssession Platz sechs.

Mit der ungünstigen Ausgangsposition vom Qualifying war das Rennen aber schon gegessen. Duval hatte nach dem Start Pech, als der Franzose im Getümmel einen kleineren Lackaustausch mit Mitch Evans (Jaguar) hatte. Dennoch gelang es dem 34-Jährigen kurz danach, den Anschluss zu den Vorderleuten wiederzufinden.

D'Ambrosio hatte ein unauffälliges Rennen. In Runde 17 von 33 kamen beide zum obligatorischen Fahrzeugwechsel, der problemlos über die Bühne ging. Duval ereilte jedoch noch ein weiterer, nicht geplanter Boxenstopp: Probleme an der Elektronik, die zeitweise auftraten, zwangen den Franzosen, erneut in die Garage.

Qualifying-Setup für Duval

Daraufhin ging die Dragon-Mannschaft aufs Ganze, behob den Fehler und stimmte Duvals Arbeitsgerät auf maximalen Anpressdruck ab. Mit Erfolg, denn kurz vor Schluss gelang ihm eine Fabelzeit. Duval entriss Andretti-Pilot Antonio Felix da Costa doch noch den einen Punkt, den der Portugiese bis dahin innehatte.

Es war das erste Mal, dass Duval die Trophäe (Bild) für die schnellste Runde mit nach Hause nehmen konnte.

"Heute habe ich mit der schnellsten Rennrunde das Potential unseres Formel-E-Autos gezeigt", so Duval. "Darüber freue ich mich sehr, auch für unseren technischen Partner Faraday Future."

Für den zweimaligen ePrix-Gewinner d'Ambrosio gab es nicht viel zu erben. Der Belgier hing im Mittelfeld fest, am Ende musste sich der 30-Jährige mit Platz 13 zufriedengeben. "Wir hatten heute im Freien Training einen guten Start, aber das Qualifying brachte nicht die Resultate, die wir uns gewünscht hatten", so d'Ambrosio. "Aber wir können als Team weitere Fortschritte machen und arbeiten daran, bessere Ergebnisse in der weiteren Saison zu erzielen."

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