Sebastien Buemi & Oliver Rowland nach Podium am Formel-E-Samstag in Jeddah: "Es ist wie im Dschungel"
Thomas Grüssmer
FIA Formula E
Bei einem Rennen, in dem sich alles ums Energiesparen drehte, konnten Sebastien Buemi und Oliver Rowland hinter Rennsieger Antonio Felix da Costa aufs Podium fahren. Beide Piloten waren das komplette Rennen über Teil der Führungsgruppe, mischten um den Sieg mit und kämpften zeitweise auch miteinander. Im Vergleich zum gestrigen Tag zeigten sich beide Fahrer über das Ergebnis glücklich.
Es war ein eher unspektakulärer Rennsamstag In Jeddah. Ohne den Pit Boost wurde das zweite Rennen des "Double-Headers" stark vom Energiemanagement diktiert. Teil des Katz- und Mausspiels waren auch Envision-Pilot Buemi und der amtierende Weltmeister Rowland im Nissan. Immer wieder gab es vor allem zu Beginn des Rennens Führungswechsel und eine auffallend langsame Pace des kompletten Feldes.
Um Runde 13 wurde das Tempo dann immer mehr angezogen. Im weiteren Verlauf des Rennens konnte sich der spätere Rennsieger Antonio Felix da Costa absetzen und war für Buemi und Rowland nicht mehr einzuholen. Beide Piloten kämpften auch in der letzten Runde des Rennens noch miteinander um die Podiumsplatzierungen. Buemi konnte sich dabei vor dem Briten halten und beendete das Rennen auf Platz 2. Rowland kam immer hin noch auf das letzte Treppchen des Podiums.
Buemi: "Wollte führen, um Schäden zu vermeiden"
"Ich wusste, dass Antonio mehr Energie hatte als ich", sagte der Schweizer im Interview nach dem Rennen. "Ich habe mich dazu entschieden, das Rennen anzuführen, um einem Plattfuß oder einem kaputten Frontflügel zu entgehen. Wenn man auf Platz 3, 4 oder 5 ist, ist es da draußen wie im Dschungel. Wenn man überleben möchte, muss man also vorne bleiben - auch wenn man dann natürlich weniger Energie spart. Felix da Costa konnte einfach früher mit Vollgas fahren als ich. Er hat einen guten Job gemacht."
Er fügte an: "Es geht nur darum, Schäden zu vermeiden. Obwohl ich in Führung lag, konnte ich sogar Batterie sparen. Am Ende ist es der zweite Platz. Diese Punkte nehmen wir gerne mit. Gestern starteten wir noch vom letzten Platz. Das Podium ist also gar nicht schlecht."
Rowland: "Gestern war es zum Haare raufen"
Rowland zeigte sich ähnlich erleichtert. Sein Samstag lief definitiv auch besser als der Vortag: "Gestern war es zum Haare raufen. In den vergangenen Rennen hatte ich vor allem auf eine Runde Probleme. Letzte Nacht haben wir viele Dinge am Auto verändert. Ich bin mit dem Podium zufrieden. Danke an das Team, sie sind gestern noch lange wach geblieben und haben einen großartigen Job gemacht."
Nun geht die Formel E erst einmal in eine kleine Rennpause, bevor es am 21. März weitergeht. In Madrid steht das erste Europarennen auf dem Programm. Das sechste Saisonrennen der Formel-E-Weltmeisterschaft 2025/26 wird auf dem Circuito del Jarama ausgetragen, auf dem 2024 bereits der Vorsaisontest stattfand.
In Jeddah ist aber noch nicht ganz Schluss. Für Sonntag stehen noch die Evo Sessions auf dem Programm, bei denen Influencer:innen gegeneinander antreten, um herauszufinden, wer die schnellste Zeit in den Asphalt brennen kann.
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