Formel E

"Rennsport-Romantiker" Alex Lynn erklärt Formel-E-Abschied: "Wollte Karriere in andere Richtung entwickeln"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Alex Lynns Verhältnis zur Formel E glich in den vergangenen fünf Jahren einer On-off-Beziehung: Zum Ende der Saison 2016/17 debütierte er für Virgin Racing (inzwischen: Envision), später sprang er bei einigen Rennen für Jaguar und Mahindra ins Auto. Ab 2022 wird Lynn jedoch nicht mehr in der Elektroformel antreten. Stattdessen will er sich auf die Langstreckenserien WEC und IMSA fokussieren.

Seinen Abgang aus der Formel E erklärt Lynn mit der starken Anziehungskraft von großen Sportwagenrennen. "Das ist der Grund, weshalb ich den Wechsel wollte", holt der Brite bei 'Sportscar365' aus. "Ich hatte die Möglichkeit, in der Formel E weiterzumachen. Ich wollte meine Karriere aber in eine andere Richtung entwickeln und um die Gesamtsiege bei den großen Rennen kämpfen, also in Daytona, Sebring oder Le Mans."

Schon 2017 gewann Lynn das 12-Stunden-Rennen von Sebring, damals mit einem Cadillac DPi-V.R von Wayne Taylor Racing. Im kommenden Jahr wird der Brite im gleichen Auto für Chip Ganassi Racing in der IMSA-Meisterschaft antreten, zusätzlich zu einem kürzlich vorgestellten LMP2-Programm von United Autosports in der WEC. Die FIA-Langstreckenweltmeisterschaft kennt Lynn bereits seit einigen Jahren gut: 2020 gewann er in der GTE-Pro-Kategorie unter anderem das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Lynn: "Wollte mich den großen, prestigeträchtigen Trophäen stellen"

"Ich glaube, jeder Fahrer schaut sich die LMDh- und Hypercar-Kategorien für die Zukunft an", spricht Lynn die gemeinsamen Zukunftspläne der IMSA- und WEC-Meisterschaften an. "Im Herzen bin ich ein Romantiker, wenn es um den Motorsport geht. Ich habe es geliebt, in der Formel E zu fahren, aber diese Motorsport-Romantik - und davon gibt es in Amerika jede Menge - hat mich stark angezogen. Ich wollte mich diesen großen, prestigeträchtigen Trophäen stellen."

Im Oktober testete der Brite erstmals den DPi-Prototypen von Ganassi auf der renommierten Road-Atlanta-Strecke in den USA. Kürzlich begann das Team mit der intensiven Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen von Daytona (29./30. Januar 2022). Am selben Wochenende findet in Saudi-Arabien der Formel-E-Saisonauftakt statt. Lynns letzter Formel-E-Arbeitgeber, das indische Team Mahindra Racing, wird dort mit Alexander Sims und Oliver Rowland antreten.

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