Formel E

Senna: "Aufheben des Entwicklungsverbots kann gefährlich sein"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Manche Beobachter der Formel E befürchten, dass ein Aufheben des Entwicklungsverbotes in einigen Jahren zum Todesurteil für die Serie werden könnte. Die elektrische Serie würde zu einer Art zweiten Formel 1 werden, in der es darum geht, möglichst viel Budget in die Fahrzeugentwicklung zu investieren und so schneller als die Konkurrenz zu werden. Dies fürchtet auch Bruno Senna, der seit Beginn der Formel E im Herbst 2014 beim Mahindra-Team unter Vertrag steht.

"Wir stehen noch ganz am Anfang der Serie, das dürfen wir nicht vergessen. Nach einigen Problemen bei allen Teams im ersten Jahr finden wir nun langsam aber sicher unseren Rhythmus", analysiert der Brasilianer für 'Motorsport.com'. "Würden wir nun die Entwicklung für alle Teams öffnen, könnte das die Kosten blitzschnell in die Höhe treiben." Das Potenzial für die Formel E ist, besonders aufgrund des noch weitestgehend unerforschten Gebiets der Elektrofahrzeuge, nahezu grenzenlos.

Ursprünglich sollte die Entwicklung von Batterie und Chassis ab Saison fünf (2018/19) an die Teams übergehen. Kürzlich hat sich die FIA jedoch dazu entschieden, einen neuen Einzelausrüster für beide Bereiche zu suchen. Wie es aussieht, teilen FIA und Formel E die Sorge von Senna und steuern einer Kostenexplosion entgegen.

"Wir müssen also unbedingt vorsichtig sein", meint Senna. "Letztendlich haben diese Autos, die wir hier fahren, eine Menge Potenzial in der Entwicklung. In ein paar Jahren werden wir deutlich schneller sein als heute, da bin ich mir sicher."

Momentan ist ein Zeitgewinn auf der Strecke hauptsächlich durch ein Umstellen des Setups möglich. Findet man die richtige Fahrzeugabstimmung, so kann ein Fahrer bis zu eine Sekunde auf den welligen Straßenkursen gewinnen. Nichtsdestotrotz ist bereits jetzt zu beobachten, dass Teams wie Renault klare Performance-Vorteile gegenüber manch anderem Rennstall haben. Eben weil die Motoren-Entwicklung nicht mehr eingefroren ist. Die Befürchtungen Sennas haben also durchaus ihre Berechtigung.

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