Formel E

Sette Camara brilliert & schenkt ERT erste Formel-E-Punkte: "Habe fahrerisch einen guten Job gemacht"

Timo Pape

Timo Pape

Sergio-Sette-Camara-Diriyah-ERT-2024

Sergio Sette Camara konnte beim Diriyah E-Prix der Formel E am vergangenen Wochenende ein erstes Saisonhighlight für ERT setzen. Nach einer berauschenden Qualifikation mit Startplatz 4 sicherte er seinem Team am Freitag die ersten Punkte des Jahres 2024. Teamkollege Dan Ticktum hingegen erlebte wieder ein Wochenende zum Vergessen.

Schon in den Freien Trainings hatte sich angedeutet, dass Sette Camara in Saudi-Arabien sehr schnell war. Und auch, als es im Qualifying ernst wurde, lieferte der Brasilianer. Er fuhr zunächst die zweitschnellste Zeit in seiner Gruppe und gewann anschließend sogar noch klar sein Viertelfinalduell gegen Max Günther. Erst im Halbfinale war Schluss.

Letztlich sicherte er sich demnach den vierten Startplatz - das gleiche Ergebnis, das Teamkollege Ticktum im vergangenen Jahr erzielt hatte. "Ich konnte mich für das Halbfinale qualifizieren und bin von P4 gestartet. Das war sehr gut", zeigt sich Sette Camara zufrieden.

Mission am Freitag: Energie sparen

Auch das erste Rennen lief gut für ihn - gemessen am Potenzial des ineffizienten ERT-Antriebsstrangs. Am Start hatte Sette Camara sogar die Möglichkeit, in Führung zu gehen, musste aber in Kurve 1 zurückstecken und blieb noch eine ganze Weile Vierter. Danach ging es für ihn nur noch darum, ein gutes Renntempo zu halten und dabei sein Energieniveau  so gut wie möglich zu kontrollieren. Letztlich wurde er Neunter und holte zwei WM-Punkte.

"Im Rennen konnte ich in den Top 10 bleiben, einige Punkte holen und den neunten Platz belegen, womit wir alle sehr zufrieden sind", erklärt der 25-Jährige. "Wir alle wissen, wie schwer es für unser Auto ist, in den Punkterängen zu bleiben, also hat das Team in Sachen Strategie großartige Arbeit geleistet. Ich denke, ich habe auch fahrerisch einen guten Job gemacht."

Am Samstag lief nach einer schwächeren Qualifikation nicht mehr viel für Sette Camara zusammen. Er wurde im Rennen 18. und Letzter. Noch schlimmer lief es jedoch für seinen Teamkollegen…

"Ziemlich schreckliches Wochenende" für Dan Ticktum

Dan Ticktum erlebte einen Diriyah E-Prix zum Vergessen. Schon am Freitag verspekulierte sich ERT - wie schon in Mexiko - mit einer extremen Energiespar-Strategie. Doch auch diesmal sollte kein Safety-Car kommen, sodass Ticktums Energievorteil keine Rolle spielte. Der Brite wurde mit über einer Minute Rückstand auf die Spitze Letzter.

Durch einen Ziehharmonika-Effekt nach dem Start zum zweiten Rennen waren auch am Samstag alle Hoffnungen früh dahin. Ticktum verlor seinen Frontflügel durch eine Berührung mit dem Heck von Mitch Evans' Jaguar und musste zur Reparatur an die Box kommen. "Ich wurde in Kurve 2 am Frontflügel erwischt und konnte nichts dagegen tun. Es war einfach ein Rennunfall, und das war's dann auch schon." So sahen es auch die FIA-Kommissare.

Ticktum fuhr die meiste Zeit des Rennens mit mehr als einer Runde Rückstand und hatte keine Aussicht auf eine Punkteplatzierung. "Für mich war es ein ziemlich schreckliches Wochenende", findet er. "In beiden Qualifying-Sessions bekamen wir den Reifen nicht ins Fenster, sodass wir nicht das Beste aus dem Auto herausholen konnten, was sehr schade ist. Meiner Meinung nach hätte ich mich ziemlich gut qualifizieren können."

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1 Kommentare

Luca ·

Ert hatte ein gutes rennen, aber ich glaube das bleibt die Ausnahme da sie klar unterlegen sind. Aber beide Fahrer sind sehr tagesform abhängig und werden das ein oder andere Ausrufezeichen setzen können. Sie werden wahrscheinlich nur Mahindra und Abt schlagen können. Ich freue mich immer über eure unterhaltsame Berichte.

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