Formel E

Sinneswandel bei Andre Lotterer: "… dann möchte ich auch in die Formel E"

Timo Pape

Timo Pape

Vor wenigen Monaten hat WEC-Star Andre Lotterer noch verlauten lassen, er könne sich nicht vorstellen, dass ein Formel-E-Auto Spaß macht. Die Elektroserie sei für ihn mehr Philosophie als Motorsport. Mittlerweile hat sich die Wahrnehmung des Deutschen offenbar verändert. "Ich ziehe die Formel E mittlerweile in Erwägung, denn wenn die absoluten Topfahrer dorthin gehen, dann möchte ich das auch", sagt Lotterer gegenüber 'Motorsport.com'.

"Die Rennen sind spannend, die Fahrer sind gut, und die Städte, in denen gefahren wird, sind ebenfalls spektakulär", erklärt der 35-Jährige.  Von seiner ursprünglichen Meinung über die Formel E kehrt er aber trotzdem nicht vollends ab. Die Autos seien nicht so aufregend wie die der WEC, die mit einem Vielfachen der Formel-E-Leistung ausgestattet sind. Doch "die (Serie) ist erst am Anfang und wird sich verbessern", so Lotterer.

Lotterer fuhr in den vergangenen Jahren als Werksfahrer in der LMP1-Klasse für Audi. Nachdem sich die Ingolstädter aus der WEC zurückgezogen haben, wechselte der Duisburger zu Konzernschwester Porsche. Trotzdem wäre es im Bereich des Möglichen, dass Audi Lotterer reaktivieren könnte, sobald die Marke zur vierten Saison, also im kommenden Herbst, werksseitig in die Formel E kommt. Denn die Klasse Lotterers ist unbestritten, und es ist davon auszugehen, dass Audi auch das Fahrer-Line-up von ABT hinterfragen wird, sobald der Werkseinstieg ansteht.

Allein in der Formel E zu fahren, wäre für Lotterer aber wohl keine Option: "Es gibt keinen Grund, die Formel E mit herkömmlichem Motorsport, wie wir ihn zu sehen gewohnt sind, zu vergleichen. Es ist momentan schwer zu sagen, wann die Serie schneller sein wird, und wie sich die Batterie entwickelt. Aber natürlich schauen sich das momentan alle Hersteller an."

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 4 und 1.
Advertisement