Formel E

Sonntag-Qualifying der Formel E in London: Nyck de Vries sichert sich 1. Pole-Position seit Diriyah 2022

Jasmin Fromm

Jasmin Fromm

Nyck-de-Vries-Mahindra-Pole-Position-London

Am Sonntagvormittag konnte sich Nyck de Vries im Qualifying die Pole-Position für das Saisonfinale sichern. Die erste Startreihe teilt er sich mit seinem Mahindra-Teamkollegen Edoardo Mortara. Pascal Wehrlein startet das Rennen von Position drei vor Teamkollege Nico Müller. Mitch Evans geht von Startplatz fünf ins Rennen, während Jake Dennis nur Platz 16 erreichte.

Gruppe A: Nyck de Vries Schnellster, Nato und di Grassi ohne Zeit

In der ersten Gruppe des Sonntag-Qualifyings gingen die beiden Neuseeländer Mitch Evans und Nick Cassidy um 10:40 Uhr Ortszeit (11:40 Uhr MESZ) an den Start. Mit ihnen kämpften Pascal Wehrlein, Antonio Felix da Costa, Nyck de Vries, Felipe Drugovich, Pepe Marti, Joel Eriksson, Lucas di Grassi und Norman Nato um den Einzug in die Duelle.

Marti wusste bereits vor Beginn des Qualifyings, dass er das Rennen von weiter hinten starten würde. Der Spanier hatte eine Rückversetzungsstrafe vom Rennen des Vortages: Drei Plätze ging es für ihn in der Startaufstellung nach hinten.

Für Evans waren es auch die ersten richtigen Minuten, die Evans an diesem Tag auf der Strecke fahren konntem, nach einem Brake-by-Wire-Problem während des 3. Freien Trainings früher am Morgen. Auch Lucas di Grassi war an seinem letzten Renntag nicht vom Glück verfolgt: Der Brasilianer hatte im 3. Freien Training eine Rote Flagge ausgelöst, nachdem sein Wagen sich von alleine abgeschaltet hatte. Sein Team konnte das Auto nicht rechtzeitig für das Qualifying reparieren, sodass er das Qualifying in der Garage verbrachte.

Nato erlitt früh ein Probleme: Der Franzose fuhr in den Notausgang von Kurve 11. Er teilte anschließend seinem Team mit, dass die Bremsen nicht funktioniert hatten. Er konnte sein Auto zurück in die Garage fahren, stieg dann aber aus. Die ersteren schnelleren Zeiten kamen nach etwa fünf Minuten. Evans übernahm mit einer Rundenzeit von 1:09.278 Minuten die die Spitze. Sein Teamkollege Felix da Costa positionierte sich hinter ihm. Dann legten de Vries und Cassidy nach und schoben sich vor die beiden Jaguars.

Damit schafften es de Vries, Wehrlein, Cassidy und Evans weiter in die Duelle. Für Felix da Costa, Marti, Drugovich und Eriksson reichte es nicht mehr. Auch Nato und di Grassi, die keine Rundenzeiten setzen konnten, ging es nicht in die Duell-Phase.

Gruppe B: Mortara Schnellster, aber mit beschädigter Lenkung

In Gruppe B gingen die vier Engländer Jake Dennis, Dan Ticktum, Oliver Rowland und Taylor Barnard und die drei Schweizer Edoardo Mortara, Nico Müller und Sebastien Buemi auf die Strecke. Jean-Eric Vergne, Maximilan Günther und Zane Maloney gesellten sich zu ihnen in der Gruppe.

Was allerdings schon vor dem Qualifying klar war, dass für Günther drei Startpositionen weiter nach hinten muss. Grund ist eine Strafe aus dem 3. Freien Training. Auch in dieser Gruppe kamen die ersten schnelleren Zeiten nach etwa fünf MinutenFahrzeit. Müller fuhr eine Rundenzeit von 1:09.043 Miunten, dann unterbot ihn Dennis mit einer 1:08.977 Minuten. Dann legten Mortara und Buemi nach: Mortara setzte die Bestzeit von 1:08.616 Minuten, Buemi etwa lag eine Hunderstelsekunde hinter seinem Landsmann.

Ticktum hatte währenddessen Probleme. Der Brite war fuhr zurück in die Boxengassem seine Rundenzeit lag sechs Sekunden hinter Mortaras Bestzeit. In seiner letzten Runde konnte der Brite aber noch eine gute Zeit hinlegen und sich Platz drei sichern.

Mortara berichtete am Ende, seine Lenkung beschädigt zu haben. Er konnte die Gruppe aber trotzdem mit einer Zeit von 1:08.616 Minuten als Schnellster abschließen. Für Müller auf Platz drei, Ticktum auf vier und Baranard auf vier ging es weiter in die Duelle. Buemi, Günther, Vergne, Dennis, Rowland und Maloney beendeten das Qualifying bereits in der Gruppenphase.

Viertelfinale

VF1: Nick Cassidy vs. Pascal Wehrlein

Die beiden Fahrer starteten eng, doch dies änderte sich schnell, als Cassidy die Mauer berührte und sich dabei die Lenkung beschädigte. Wehrlein siegte mit einem Vorsprung von 1.091 Sekunden. Damit ging es für den Deutschen im Porsche weiter ins Halbfinale.

VF2: Mitch Evans vs. Nyck de Vries

Beide Fahrer fuhren die ersten zwei Sektoren sehr ähnlich. Evans fuhr den ersten Sektor schneller, aber im zweiten und dritten Sektor konnte de Vries aufholen. Am Ende trennte die beiden 0.177 Sekunden. Damit sicherte sich de Vries sein Ticket für das Halbfinale.

VF3: Dan Ticktum vs. Nico Müller

Ticktum kam in der Schikane in Kurve zehn von der Strecke ab und fuhr gerade aus in den Notausgang. Er drehte seinen Wagen und fuhr zurück auf die Strecke, verlor aber viel Zeit. Dadurch sicherte sich Müller souverän den Einzug ins Halbfinale.

VF4: Taylor Barnard vs. Edoardo Mortara

Mortara legte die Runde gut vor. Im ersten Sektor war der Schweizer schneller als Barnard. Der Brite konnte trotz schnelleren Sektoren zwei und drei aber nicht mehr aufholen. Am Ende fuhr Mortara die Runde 0.090 Sekunden schneller als der DS-Penske-Fahrer und war somit im Halbfinale.

Halbfinale

HF1: Nyck de Vries vs. Pascal Wehrlein

De Vries legte einen sehr guten ersten Sektor hin. Wehrlein versuchte noch aufzuholen, aber am Ende fehlten dem Deutschen 0.022 Sekunden.

HF2: Nico Müller vs. Edoardo Mortara

Das Duell der beiden Schweizer war äußerst knapp! Den ersten Sektor konnte Mortara für sich entscheiden, den zweiten holte sich Müller, doch im dritten Sektor legte Mortara nach und hatte sein Final-Ticket sicher.

Finale: Nyck de Vries vs. Edoardo Mortara

Die beiden Mahindra-Fahrer starteten nah beienander in die Runde. De Vries hatte die Nase aber durchgehend ein wenig vorne. Den Vorsprung baute er auch über die gesamte Runde immer weiter aus. Damit sichert sich seine erste Pole-Position seit dem Diriyah E-Prix 2022, damals fuhr de Vries noch für Mercedes.

Die Top 10 für das Rennen am Sonntag in London sind de Vries, Mortara, Wehrlein, Müller, Evans, Barnard, Cassidy, Ticktum, Felix da Costa und Buemi. Dennis startet das Rennen nur von Positon 16.

Das Rennen in London startet um 16:05 Uhr (MESZ). DF1 überträgt das Rennen live in Deutschland. e-Formel.de begleitet das Rennen wie gewohnt im Formel-E-Liveticker - optimal geeignet als "Second-Screen" für echte Fans!

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