Formel E

Sonntags-Qualifying der Formel E in Tokio: Mortara sichert sich Pole-Position

Jasmin Fromm

Jasmin Fromm

Edoardo Mortara sicherte für das Sonntags-Rennen der Formel E in Tokio mit einem fehlerfreien Final-Duell gegen Antonio Felix da Costa die Pole-Position. Die zwei Porsches von Nico Müller und Pascal Wehrlein beendeten das Qualifying auf den Positionen zehn und elf. Max Günther schaffte es nur auf Platz 15.

Gruppe A: Jaguar dominiert

Nachdem das 3. Freie Training am Sonntag aufgrund schlechter Wetterbedingungen abgesagt worden war, ging es am Nachmittag in Tokio mit dem Qualifying weiter. In der ersten Gruppe startete der neue Weltmeisterschafts-Führende Mitch Evans. Zusammen mit ihm ging es auch für Jake Dennis, Antonio Felix da Costa, Nico Müller, Sebastien Buemi, Felipe Drugovich, Joel Eriksson, Jean-Eric Vergne, Taylor Barnard und Norman Nato um das Weiterkommen in die Duell-Phase.

Die grüne Startflagge wurde pünktlich geschwenkt, doch die Fahrer fuhren nicht direkt auf die Strecke. Der Grund war ein rot leuchtendes Licht am Ausgang der Boxengasse. Rennleiter Marek Hanaczewski teilte den Fahrern jedoch mit, dass sie das rote Licht missachten und auf die Strecke fahren dürften. Aufgrund der kurzen Verzögerung wurde die Session um 30 Sekunden verlängert. Nach dieser Mitteilung fuhren die Fahrer direkt auf die Strecke, um die ersten Minuten auf der Rennstrecke am Sonntag zu sammeln.

Die Strecke trocknete immer weiter ab, aber besonders auf der Start-Ziel-Gerade zeigte sich noch immer deutlich das Wasser. Es kam zu einem Zwischenfall zwischen Buemi und Drugovich, der den Schweizer in Kurve 16 am Vorbeifahren hinderte. Der Zwischenfall wurde von den Rennkommissaren notiert.

Die beiden Jaguar-Fahrer zeigten sich in der Gruppe stark. Kurz vor Ende übernahm Evans die Führung, dicht gefolgt von Müller und seinem Teamkollegen Felix da Costa. Es folgten weitere Verbesserungen von Mitstreitern. Barnard übernahm kurz die Führung, wurde aber durch eine Verbesserung der beiden Jaguare auf Position drei zurückgeschoben. Felix da Costa war mit einer Rundenzeit von 1:15.157 Minuten der Schnellste. Nato schaffte es, sich noch einen der vier Top-Positionen zu sichern. Damit gingen Felix da Costa, Evans, Barnard und Nato in die Duelle.

Müller, Vergne, Buemi, Drugovich, Dennis und Eriksson beendeten das Qualifying bereits mit der Gruppenphase.

Gruppe B: Mahindra zeigt sich stark

In der zweiten Gruppe kämpften die deutschen Fahrer Pascal Wehrlein und Maximilian Günther um ihre Tickets für die Duelle. Mit ihnen traten der amtierende Weltmeister Oliver Rowland, Edoardo Mortara, Nick Cassidy, Nyck de Vries, Pepe Marti, Dan Ticktum, Lucas di Grassi und Zane Maloney an.

Gruppe B fuhr direkt raus. Rowland berichtete von Vibrationen in seinem Wagen. Die beiden Mahindras von Mortara und de Vries übernahmen kurz nach Beginn des Qualifyings die Führung, gefolgt von Rowland. Dann legten die beiden Cupra Kiros von Ticktum und Marti noch nach. Wehrlein zog nach und positionierte sich zwischen den beiden Mahindras auf Platz vier.

Günther verbremste sich vor Kurve 11 und nahm den Notausgang, um zurück auf die Strecke zu gelangen. Am Ende legten die beiden Mahindras noch einmal deutlich zu und schoben sich zurück an die Spitze. Mortara fuhr mit einer Rundenzeit von 1:14.216 Minuten die beste Zeit der Gruppe und war damit für die Duelle qualifiziert. Weiter ging es ebenfalls für de Vries, Ticktum und Rowland.

Marti und Wehrlein fuhren am Ende die exakt gleiche Zeit, holten mit 1:14.798 Minuten aber nur die Plätze 5 und 6 und schieden damit in der Gruppenphase aus. Mit ihnen schafften es auch Cassidy, Günther, Maloney und di Grassi nicht weiter.

Viertelfinale

VF1: Taylor Barnard vs. Mitch Evans

Im ersten Viertelfinale kam es zu einem Duell, das wir zuletzt in Sanya gesehen haben. Damals gewann Evans. Diesmal sah es auf den Straßen von Tokio jedoch anders aus: Barnard legte sehr gut vor und fuhr am Ende einen Vorsprung von 0.555 Sekunden heraus. Damit ging es für Barnard weiter ins Halbfinal-Duell des Qualifyings.

VF2: Norman Nato vs. Antonio Felix da Costa

Im zweiten Viertelfinale sahen wir ein Duell, das es so in dieser Zusammensetzung noch nie gegeben hatte. Felix da Costa legte im ersten Sektor gut vor. Nato holte im zweiten Sektor etwas auf, doch ein schnellerer dritter Streckensektor sicherte Felix da Costa dann sein Ticket für das Halbfinale. Am Ende trennten die beiden Fahrer 0.207 Sekunden.

VF3: Dan Ticktum vs. Nyck de Vries

Zweimal sind Ticktum und de Vries diese Saison schon im Qualifying aufeinander getroffen. Zuletzt in Sanya, davor in Monaco. Beide Male sicherte sich Ticktum den Sieg. Dies sah dieses Mal nicht anders aus: Ticktum zeigte sich von Anfang bis Ende der entscheidenden Runde dominant. Er fuhr alle drei Sektoren schneller als der Niederländer. 0.427 Sekunden trennte die beiden am Ende. Damit war Ticktum sicher im Halbfinale.

VF4: Oliver Rowland vs. Edoardo Mortara

Zwei Jahren ist es schon her, dass Mortara und Rowland im Qualifying aufeinandergetroffen sind - ebenfalls in Tokio. Damals gewann Rowland. Diesmal sicherte sich Mortara jedoch ohne Probleme den Sieg gegen den amtierenden Weltmeister. Der Brite verlor bereits in der ersten Kurve viel Zeit. Am Ende trennten die beiden 1.207 Sekunden. Damit war Mortara souverän im Halbfinale.

Halbfinale

HF1: Antonio Felix da Costa vs. Taylor Barnard

Felix da Costa und Barnard hatten zuletzt in Monaco die Möglichkeit, im Qualifying gegeneinander zu fahren. Vor zwei Monaten gewann Felix da Costa. Dies sah dieses Mal nicht anders aus. Beide Fahrer starteten eng beieinander. Doch Felix da Costa hatte leicht die Nase vorne und konnte dies auch in den ersten beiden Sektoren halten. Nur im dritten Sektor konnte Barnard sich die schnellere Zeit holen. Es reichte aber nicht. 0.127 Sekunden trennten die beiden am Ende. Damit zog Felix da Costa ins Finale ein.

HF2: Dan Ticktum vs. Edoardo Mortara

Ticktum und Mortara trafen zuletzt in Monaco aufeinander. Dort gewann Ticktum. Dies gestaltete sich dieses Mal anders: Mortara legte gut vor, Ticktum holte auf in Sektor zwei aber Mortara dominierte den dritten Sektor wieder. Es kam bei Ticktum zu einem leichten Mauerkuss in der letzten Kurve. 0.160 Sekunden trennte die beiden Fahrer am Ende der Runde und Mortara stand wie am Vortag erneut im Finale des Qualifyings.

Finale: Antonio Felix da Costa vs. Edoardo Mortara

Den direkten Zweikampf zwischen Mortara und Felix da Costa hatte es bereits am Vortag im Halbfinale gegeben. Damals gewann Mortara. Felix da Costa traf den Scheitelpunkt in Kurve eins nicht richtig und verlor an Zeit. Mortara fuhr seine Runde hingegen fehlerfrei und war in allen drei Sektoren schneller.

Damit sind die Top 10 für das Rennen am Sonntag in Tokio Mortara, Felix da Costa, Ticktum, Barnard, de Vries, Nato, Evans, Rowland, Marti und Müller.

Das Sonntags-Rennen in Tokio findet um 13:05 Uhr (MESZ) statt. DF1 überträgt das Rennen in Deutschland. e-Formel.de begleitet das Rennen wie gewohnt im Formel-E-Liveticker - optimal geeignet als "Second-Screen" für echte Fans!

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