Formel E

Strafe nach Unfall, dann sogar disqualifiziert: Schwarzer Tag für Max Günther beim 2. New-York-Rennen

Svenja König

Svenja König

Max-Günther-Blur-New-York

Maximilian Günther beendete das zweite Rennen beim New York City E-Prix am Sonntagabend auf Position 17. Doch bereits wenige Minuten nach Rennende verkündete die Rennleitung die Disqualifikation des deutschen Formel-E-Fahrers, weil sein Nissan zu viel Energie abgerufen hatte. Günther sammelte somit erneut keine Punkte. Teamkollege Sebastien Buemi feierte mit Platz 5 am Samstag in den USA sein bestes Saisonergebnis.

Der gebürtige Oberstdorfer Günther ging auf der 20. Position in die letzte Runde - bis dahin lagen nur Nick Cassidy (Envision) und Antonio Giovinazzi (Dragon Penske) hinter ihm. Günther profitierte anschließend von einem Unfall zwischen Jean-Eric Vergne, Lucas di Grassi und Oliver Askew in der Schikane und konnte so noch drei Positionen gutmachen, sodass er als 17. über die Ziellinie ging.

Nur kurze Zeit später begann die Rennleitung, die ersten Strafen zu verkünden - darunter auch die Disqualifikation für den 25-Jährigen. Grund für den Ausschluss vom Rennen war, dass der Nissan-Pilot in den 39 Runden mehr als die erlaubten 52 kWh Energie verbraucht hatte. Der genaue Energiestand von Günther bei der Überfahrt von Start-Ziel war aus den TV-Aufnahmen jedoch nicht zu erkennen. Als Antonio Felix da Costa als Erster über die Linie fuhr, hatte Günthers Akkuanzeige eigentlich noch bei einem Prozent gestanden. Ein weiterer Rückschlag für den Deutschen, der auch am Samstag mit Platz 12 knapp die Punkte verpasst hatte.

Doch auch ohne die nachträgliche Disqualifikation war es bereits ein schwieriges Rennen für den Nissan-Piloten. Er war von Startplatz 15 ins Rennen gegangen und fiel im Verlauf der 45 Rennminuten immer weiter zurück. Dabei kam es zu einigen kontaktbetonten Zweikämpfen - unter anderem mit Oliver Rowland. Günther berührte den Mahindra-Piloten am Ende der Start-/Zielgeraden am Heck, der sich daraufhin drehte und die Position verlor. Die Rennleitung gab Günther dafür eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, die nach der Disqualifikation allerdings keinerlei Auswirkungen auf das Ergebnis mehr hatte. Zusätzlich bekam Günther einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz.

"Am Sonntag hatten wir einen guten Start und konnten viel mit den Autos um uns herum kämpfen", resümiert Günther. "Leider wurde ich an einer Stelle weit abgedrängt und verlor mehrere Plätze. Am Ende wurden wir disqualifiziert. Für mich hat es an diesem Wochenende nicht sollen sein, aber wir werden vor London in zwei Wochen weiter Gas geben."

Nissan mit besserer Pace in New York - Buemi erreicht Top 6

Auch wenn Nissan erneut mit dem Energiemanagement zu kämpfen hatte, konnten beide Nissan-Piloten im Rahmen der zwei Rennen kurzzeitige Lichtblicke in Sachen Pace zeigen. Auch wenn es für Maximilian Günther unter dem Strich nicht für Punkte reichte, zog Teamkollege Sebastian Buemi am Samstag in die K.-o.-Phase des Qualifyings ein und brachte im Rennen Position 5 nach Hause.

Der Schweizer wurde allerdings in der Schlussphase in den Massencrash mit nahezu allen Fahrern der Spitzengruppe verwickelt und profitierte davon, dass das Rennen abgebrochen und nicht mehr neu gestartet wurde. Er fuhr damit die mit Abstand beste Platzierung der Saison heraus und verdoppelte seine Punkte in der Gesamtwertung auf 20. Das Erfolgserlebnis konnte er im zweiten Rennen von New York nicht wiederholen und beklagte nach dem Rennen erneut Probleme am Auto. Insgesamt sei er mit der fünften Position allerdings rundum zufrieden.

"Wir hatten am Samstag einen sehr guten Tag, haben es bis in die Duelle geschafft und viele Punkte geholt", erklärt Buemi. "Der fünfte Platz im Qualifying war ein exzellentes Ergebnis, und wir haben unsere Pace gezeigt, indem wir lange Zeit auf P3 lagen. P5 und zehn Punkte sind eine solide Ausbeute, sodass wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden waren. Das zweite Rennen war etwas schwieriger, wir hatten nicht ganz den gleichen Speed wie im Qualifying und konnten nicht nach vorn fahren. Trotzdem können wir mit unseren Punkten zufrieden sein und die Erkenntnisse mit nach London nehmen."

Die nächste Chance auf Punkte haben Günther und Buemi in zwei Wochen beim London E-Prix der Formel E, der ebenfalls als "Double-Header" ausgetragen wird.

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