Formel E

Straßburg: Vizebürgermeister stemmt sich gegen Formel E

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Erst am Dienstag berichteten wir über die Formel-E-Ambitionen der Straßburger Stadtverwaltung. Wie nun ans Licht kam, steht zwar der Bürgermeister Roland Ries hinter dem Projekt, jedoch offenbar nicht sein Stellvertreter Alain Jund. Der Umweltaktivist und Vizebürgermeister sprach sich in einem offenen Antrag an die Stadtverwaltung gegen das Elektrorennen aus.

"In den letzten 20 Jahren haben wir versucht, die Belastung durch Autos in unserer Stadt zu minimieren. Vor drei Jahren haben wir endlich die Rallye abwenden können, was den Steuerzahlern Millionen Euro ersparte", begründet Jund. Bis 2014 gehörten eine Super-Special-Stage sowie ein Service-Park in Straßburg zur WRC-Rallye durch die Region Elsass. Seit 2015 findet die Frankreich-Rallye wieder auf Korsika statt.

Jund sorgt sich besonders um das Image Straßburgs: "Was für ein Bild würden wir nur verbreiten, wenn wir ein Autorennen in unserer Stadt abhalten, wenn wir doch Kampagnen gegen Raserei haben? Was für ein Bild würden wir verbreiten, wenn wir so viel für einen Ausbau der Tram und Radwege getan haben, uns dann aber Autos in die Innenstadt holen?"

Ob und wie sehr die Opposition des Vizebürgermeisters die Verhandlungen Straßburgs mit der Formel E beeinflussen wird, hat sich noch nicht abgezeichnet. Aktuell führt die Stadt eine Machbarkeitsstudie durch, um zu einem späteren Zeitpunkt genauere Planungen für eine potenzielle Formel-E-Bewerbung zu unternehmen.

Zur Originalversion des Antrags.

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