Formel E

"Strukturell ziemlich schwaches Fahrzeug" - Rowland & Rast erklären späten Formel-E-Unfall in Mexiko

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

McLaren-Pilot Rene Rast ist mit einem Ausfall in die Formel-E-Weltmeisterschaft 2023 gestartet. Der Mindener kollidierte bei seinem Comeback nach einer Saison Abstinenz im Kampf um Position 13 mit Mahindra-Fahrer Oliver Rowland und schied in der Folge mit einer gebrochenen Radaufhängung aus. Beide Fahrer machen das empfindlichere neue Gen3-Fahrzeug verantwortlich.

Die Rückkehr von Rene Rast in die Formel E nach einer Saison Pause endete vier Runden vor dem Ziel am Streckenrand. Ursache war ein leichter Kontakt mit Rowland im Bereich der Haarnadelkurven, infolge dessen der Deutsche seinen McLaren auf dem Gras abstellen musste.

"Leider zog Rowland rechts nach innen, und wir haben uns in den Kurven 5 und 6 berührt", so Rast nach dem Rennen zu 'Autosport'. "Meine vordere rechte Aufhängung ist dabei gebrochen. Damit war mein Rennen leider beendet. Ich denke, wir haben von Startplatz 15 aus getan, was wir konnten. Es war mit Sicherheit mehr drin, aber am Ende hat es einfach nicht geklappt."

"Ich war auf der Innenseite, und in der Kurvenmitte berührten sich unsere Räder", beschreibt sein Unfallgegner Rowland die Situation. "Das ist ziemlich unglücklich für ihn gelaufen, dass er deswegen ausfällt. Es muss ein wirklich schlechter Winkel gewesen sein. Ich meine, wir hatten kaum Kontakt. Es war nicht so, als hätten wir uns hart berührt."

Rowland: "Man muss mehr riskieren, um zu überholen"

Die Gen3-Boliden sind bewusst deutlich fragiler gestaltet als ihre Vorgänger. Die Rennserie beabsichtigt damit, dass das Racing "sauberer" wird, weil die Fahrer mit den robusten Gen2-Boliden häufiger Berührungen in Kauf genommen haben. Eine Rechnung, die aufzugehen scheint, denn sie führt dazu, dass Kontakte nicht folgenlos bleiben.

Das bestätigt auch Rowland: "Das Auto ist strukturell ziemlich schwach", so der Brite. "Vergangenes Jahr wäre nichts gewesen (bei so einem Kontakt). Man muss mit diesem Auto mehr riskieren, um zu überholen. Man riskiert mehr und zieht sich leichter Schäden zu. Auf solchen Strecken (wo man nur schwer überholen kann) gibt es dann ein paar Abnutzungserscheinungen."

Viel Zeit, sich zu ärgern, bleibt Rast jedoch nicht: Bereits am Freitag und Samstag stehen in Diriyya die beiden nächsten Rennen für den früheren Aguri- und Audi-Fahrer auf dem Plan.

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