Formel E

Team Abt nach bestem Teamergebnis im Freudentaumel

Timo Pape

Timo Pape

California Dreaming. Das Team Abt Schaeffler Audi Sport hat vor den Toren Hollywoods den größten Erfolg in seiner noch jungen Formel-E-Geschichte errungen. Lucas di Grassi gewann das Rennen in Long Beach und eroberte damit die Tabellenführung in der Elektrorennserie. Teamkollege Daniel Abt komplettierte den Triumph mit einem starken dritten Platz.

Party total auf dem Podium in Kalifornien. Mit seinem ersten Doppelpodium in der eineinhalbjährigen Geschichte der Formel E hat das Team Abt Schaeffler Audi Sport eine eindrucksvolle Antwort auf den Rückschlag beim vergangenen Rennen gegeben. Vor drei Wochen in Mexiko hatte di Grassi ebenfalls gewonnen, war aber nachträglich wegen eines zu geringen Gewichts seines Autos aus der Wertung genommen worden. Umso größer war der Jubel nach dem Triumph des brasilianisch-deutschen Duos in den USA.

"Der Erfolg heute war genau die richtige Reaktion nach dem Rennen in Mexiko. Wir haben uns vor dem Wochenende im Team eingeschworen und wollten allen beweisen, dass der Sieg dort kein Zufallstreffer war", sagt di Grassi. "Wir sind Racer, gehen ans Limit und geben niemals auf. Jetzt beginnt die heiße Phase der Saison und wir sind motivierter denn je, in der Erfolgsspur zu bleiben. Ich freue mich auch sehr für Daniel. Er ist ein toller Typ und ein starker Fahrer, heute hat er den Lohn dafür bekommen", ergänzt di Grassi.

Von Startplatz zwei ins Rennen gegangen überholte di Grassi noch vor dem Boxenstopp samt obligatorischem Autowechsel den bis dahin führenden Sam Bird. In der zweiten Rennhälfte setzte sich der Brasilianer, der von den Fans erneut den FanBoost (Heidfeld und d'Ambrosio waren die beiden anderen FanBoost-Gewinner) und damit eine Extraportion Energie erhielt, ab. Er ließ sich auch von einer späten Safety-Car-Phase nicht aus der Ruhe bringen, die das Feld wieder dicht zusammenführte.

Teamkollege Abt erlebte in Long Beach einen Befreiungsschlag und feierte seinen zweiten Podiumsplatz in der Formel E. Nach dem Streckenrekord im 2. Freien Training platzierte sich der Deutsche zwar nur für Position sechs in der Startaufstellung, trumpfte aber im Rennen auf. Mit Platz drei erntete der erklärte USA-Fan endlich den verdienten Lohn.

"Vielleicht liegt es an der amerikanischen Luft, aber ich war einfach schon die ganzen Tage hier einfach gut drauf", berichtet Abt. "Ich bin mehr als happy, dass jetzt endlich der Knoten geplatzt ist. Noch mehr freue ich mich für die Jungs in der Box, die keine einfache Zeit gehabt haben seit dem vergangenen Rennen in Mexiko", jubelt der junge Kemptener.

"Kompliment und Gratulation an unsere beiden Fahrer, alle Ingenieure und Mechaniker", sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. "Ich bin wahnsinnig stolz auf die ganze Mannschaft. Jeder hatte heute viel Druck, aber jeder hat eine fantastische Leistung gezeigt", sagt der Teamchef.

Nach Rennen in Asien, Süd- und Nordamerika kommt die Formel E jetzt nach Europa. Am 23. April starten di Grassi, Abt und Co. im Herzen von Paris vor der Kulisse des Invalidendoms. Di Grassi kommt als Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung in die französische Hauptstadt, das Team liegt nur sechs Punkte hinter Renault e.dams.

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