Formel E

Techeetah in Berlin: Vergne greift nach dem Titel, grandiose Aufholjagd von Lotterer

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Bei einem ereignisreichen Berlin E-Prix bauten die Tabellenführer Jean-Eric Vergne und Techeetah ihre Führung in der Formel-E-Meisterschaft weiter aus. Neun von zwölf Rennen sind nun abgeschlossen, und das einzige Kundenteam der Elektroserie führt die Meisterschaft mit 44 Punkten Vorsprung an, Jean-Eric Vergne liegt in der Fahrermeisterschaft seinerseits 40 Punkte vor der Konkurrent. Ebenso bemerkenswert jedoch: die Aufholjagd von Andre Lotterer in Tempelhof.

Lotterer musste bei seinem ersten Heimrennen in der Formel E nicht nur eine Rückversetzung ans Ende der Startaufstellung hinnehmen, sondern zusätzlich auch noch eine 10-Sekunden-Zeitstrafe. Von vielen unbemerkt kämpfte sich der Deutsche am Ende trotzdem noch auf Platz 9 vor. "Ich bin als Letzter gestartet und trotz Zeitstrafe Neunter geworden, das Rennen hat Spaß gemacht. Alles in allem wäre es natürlich besser gewesen, keine Strafe zu erhalten. Aber es war eine gute Erfahrung, von hinten zu starten und zu erleben, wie es sich anfühlt, durch das Feld nach vorne zu kommen. Was dich nicht bricht, macht dich nur stärker."

Teamchef Mark Preston zeigt sich durchaus beeindruckt: "Andre hat heute ein unglaubliches Rennen abgeliefert. Vom letzten Startplatz aus hat er es im ersten Stint auf den 14. Platz nach vorne geschafft. Durch seine Zeitstrafe ging er auf Platz 17 wieder auf die Strecke und schaffte es dann, sich bis auf den neunten Platz nach vorne zu arbeiten und absolut verdiente Punkte mit nach Hause zu nehmen."

Jean-Eric Vergne konnte seinen Vorsprung in der Meisterschaft dank Platz 3 abermals ausbauen. Drei Rennen vor Saisonschluss hat der Franzose bereits eine Hand am Titel. "Es war ein großartiger Tag und ein fantastisches Wochenende", resümiert Vergne. "Letztes Jahr war diese Strecke eine der härtesten für unser Team, daher sind wir ohne große Erwartungen angereist."

"Ich bin so zufrieden mit dem Ergebnis, denn Platz 3 bedeutet sehr viele Punkte für die Meisterschaft", so Vergne, der schon in Zürich am 10. Juni "den Sack zumachen" kann. "Audi war heute unantastbar, und da ich weiß, wie es sich anfühlt, sein Heimrennen zu gewinnen, sage ich: Gut gemacht, Daniel. Jeder E-Prix macht uns als Team noch stärker, und ich bin schon gespannt auf das nächste Rennen."

Techeetah-Teamchef Preston sagt: "Ein weiteres fehlerfreies Wochenende vom Meisterschaftsführenden. Er ist in den vergangenen vier Wochen jede Woche ein Rennen gefahren, hat drei dieser vier Rennen gewonnen und hier in Berlin auf dem Podium gestanden. Er liefert einfach jede Woche ab. Wir werden nun zum letzten Europa-Rennen nach Zürich reisen, um sowohl für das Team als auch für Jean-Eric um den Titel zu kämpfen."

Foto: Techeetah

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