Formel E

Formel-E-Kollision mit WEC: Kelvin van der Linde ersetzt Nico Müller beim ABT-Heimspiel in Berlin

Svenja König

Svenja König

Sheldon-van-der-Linde-returns-to-Formula-E

Kelvin van der Linde gibt beim Berlin E-Prix sein Comeback in der Formel E. Als offizieller Ersatzfahrer von ABT Cupra vertrat der Südafrikaner in der letzten Saison bereits für drei Rennen Robin Frijns nach dessen Handverletzung. Nun ersetzt er seinen damaligen Teamkollegen Nico Müller, der durch die Terminkollision mit der WEC verhindert ist.

Aufgrund einer Parallelveranstaltung der Langstrecken-Weltmeisterschaft wird Müller - wie auch beide Envision-Fahrer und Nyck de Vries - den Berlin E-Prix verpassen. Nachdem er am vergangenen Rennwochenende in Misano das beste Ergebnis für ABT Cupra seit der Formel-E-Rückkehr eingefahren hat und auch bei den vorangegangenen E-Prix mit starken Teilergebnissen auf sich aufmerksam machte, ist es ein schmerzlicher Verlust für ABT Cupra vor dem Heimrennen.

"Nico präsentiert sich gerade in einer extrem starken Form, deshalb tut es natürlich ein bisschen weh, zwei Rennen auf ihn zu verzichten. Dennoch möchten wir ihm für seinen parallelen Einsatz in der WEC keine Steine in den Weg legen und haben ihm deshalb die offizielle Freigabe erteilt", sagt ABT-CEO und Teamchef Thomas Biermaier. Der Schweizer wird statt dem Berlin E-Prix das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps für Peugeot bestreiten.

Van der Linde: "Freue mich riesig auf die Fans"

Vertreten wird er von Kelvin van der Linde, der für ABT Sportsline hauptsächlich in der DTM und im GT3-Programm involviert ist. Dazu ist er seit der vergangenen Saison Ersatzfahrer für die Formel E und kam in dieser Rolle neben mehreren Test- und Simulatorfahrten auch schon im Ernstfall zum Einsatz: Nachdem sich Frijns in der vergangenen Saison in Mexiko-Stadt an der Hand verletzt hatte, übernahm van der Linde sein Cockpit für ganze drei Rennen.

Er kennt also bereits das Team, das Fahrzeug und die Prozesse des Allgäuer Rennstalls und ist daher die logische Wahl als Ersatzfahrer. "Wir sind in der glücklichen Lage, mit Kelvin einen Piloten zu haben, der sich in der Formel E, in unserem Team und mit der aktuellen Generation des Rennautos auskennt und dazu schon drei Rennen für uns absolviert hat", so Biermaier weiter. Als bestes Formel-E-Ergebnis steht aktuell ein 16. Platz für Van der Linde zu Buche.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von ABT Motorsport (@abtmotorsport)

Nach Diriyah und Hyderabad 2023 stehen nun zwei ABT-Heimrennen für ihn auf dem Programm, denn den Teams ist es beim Berlin E-Prix nicht gestattet, den Fahrer von Samstag auf Sonntag zu wechseln.

"Ich freue mich riesig auf das Comeback in der Formel E, ganz besonders natürlich auf die vielen Fans und die besondere Location in Berlin", sagt van der Linde. "Ich habe mit dem Team schon viele Stunden im Simulator verbracht und war an den Formel-E-Rennstrecken dabei, aber natürlich ist es etwas ganz anderes, dann auch selbst zu fahren. Mein Ziel ist es, meinen Teil zum Aufwärtstrend des Teams beizutragen. Und vielleicht gelingt uns ja sogar eine kleine Überraschung."

ABT Cupra ist übrigens nicht das einzige Team, das von der Terminkollision mit der WEC betroffen ist. Das gleiche Schicksal ereilte auch schon Envision und Mahindra, die mit Paul Aron und Joel Eriksson respektive Jordan King bereits ihre Ersatzfahrer vor dem Rennen in Misano nominiert hatten.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 3 und 2?