Formel E

Unfall zwischen Felix da Costa & Ticktum: "Das war nicht korrekt von ihm", Marti feiert 1. Formel-E-Podium

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

Antonio-Felix-da-Costa-suspension-after-losing-the-rear-wheel

Spätes Drama am Rennsamstag der Formel E in Monaco! Beim Versuch, sich den letzten Platz auf dem Podium zu sichern, kollidiert Antonio Felix da Costa nur wenige Runden vor Rennende mit Dan Ticktum. Profiteur der Situation war Ticktums Teamkollege Pepe Marti, der Platz 3 nach der fälligen Strafe für Ticktum erben konnte.

Rennen 1 des Monaco-"Double-Headers" war von einigen Zwischenfällen gezeichnet, die mitunter auch Auswirkungen auf die WM-Wertungen der Formel E hatten. Der wohl größte Zwischenfall dürfte aber der Unfall zwischen dem Jaguar von Antonio Felix da Costa und dem Cupra Kiro von Dan Ticktum im Kampf um Platz 3 gewesen sein, der sich nur wenige Runden vor Rennschluss ereignete.

Felix da Costa die bessere Pace und war gegenüber Ticktum energiemäßig klar im Vorteil. Immer wieder versuchte er, sich an dem Briten vorbeizudrängen, der sich jedoch hart verteidigte. Schon vor dem Crash kamen beide Piloten in der Hafenschikane von der Strecke ab. Wenig später kam es zwischen den beiden Fahrern kurz vor der eben genannten Kurve zur Kollision: Ticktum übertrieb es bei seiner Verteidigung, klemmte Felix da Costa kurz vor der Schikane zwischen sich und der Mauer ein und beendete so dessen Rennen, während er selbst noch zu Ende fahren konnte.

Zur Situation äußerte sich Felix da Costa gegenüber e-Formel.de knapp: "Das war nicht korrekt - was er gemacht hat, ist einfach falsch. Er hat sich beim Bremsen bewegt."

Für die Szene wurde Ticktum nach dem Rennen mit einer Durchfahrtsstrafe belegt, die in eine Zeitstrafe von 33 Sekunden umgewandelt wurde. Der Pole-Sitter des Samstags fiel somit von Platz 3 auf Platz 12 zurück und ging ohne Punkte aus dem Rennen. Auf die Frage, ob die Strafe für Ticktum denn gerechtfertigt sei, antwortete Felix da Costa nur mit einem "Ja". Seit seinem Sieg in Madrid sammelte der Portugiese in drei Rennen lediglich einen einzigen Punkt.

Marti: "Es gibt dafür keinen besseren Ort"

Der überraschende Nutznießer war Ticktums Teamkollege Pepe Marti, der ein unauffälliges Rennen fuhr und sich auch dank der vielen Zwischenfälle bei der Zieldurchfahrt zunächst auf Platz 4 wieder fand. Ticktums Strafe sorgte für das erste Podium des Spaniers. Im Interview nach dem Rennen sagte er dazu: "Ich wusste erst gar nicht, was passiert ist. Ich habe nur den Zwischenfall gesehen. Ich war schon mit dem vierten Platz glücklich. Es tut ein wenig weh zu wissen, dasss Dan derjenige ist, der das Podium verliert."

"Für so etwas gibt es keinen besseren Ort, als Monaco. Man sieht wirklich, wie gut unser Auto läuft. Ich konnte von Platz 15 bis auf Platz 3 vorrücken. Das ist fantastisch. Ich bin gerade noch etwas geschockt. Das habe ich so nicht erwartet", so darf Spanier weiter.

In der Saison bleibt es also weiterhin spannend. Schon für morgen ist steht Saisonlauf Nummer 10 an, das zweite Rennen des "Double-Headers" in Monaco. Der morgige Tag dürfte wieder für viel Spannung und einiges an Drama sorgen.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 9 und 9?