Formel E

Vandoorne hadert mit Fremdkontakt im 100. DS-Rennen: "Hätte es verdient gehabt, bei Jubiläum auf Podium zu stehen"

Timo Pape

Timo Pape

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"Unser 100. Rennen verlief nicht ganz so, wie wir es uns erhofft hatten", so das schlichte Fazit von DS-Performance-Boss Eugenio Franzetti nach dem Sonntagslauf der Formel E in Jakarta. Zwar holte DS Penske an seinem Jubiläumswochenende ganze 24 Punkte - derer 22 allerdings schon am Samstag. Im 100. Rennen hingegen verzeichneten beide Piloten Schäden an ihren Autos.

Lang ist es her, dass die Marke DS Automobiles in die Formel E einstieg. In der zweiten Saison 2015/16 sowie in den beiden Folgejahren war DS zunächst als Partner von Virgin Racing engagiert und feierte erste Erfolge, vor allem mit Sam Bird. Zum Start der Gen2-Ära partnerten die Franzosen mit Techeetah. Es folgte eine sehr erfolgreiche Zeit mit einigen Siegen und insgesamt vier Meistertiteln.

Zum Start der Gen3-Ära vor der aktuellen Saison tat sich DS mit dem Penske-Team zusammen. Bisher erzielte Jean-Eric Vergne einen Rennsieg für die neue Verbindung, Stoffel Vandoorne steuerte eine Pole-Position bei. Der amtierende Weltmeister wartet bislang aber immer noch auf ein Podiumsergebnis. Auch im 100. Rennen am Sonntag des Jakarta E-Prix sollte es damit nichts werden. Dabei sah es lange Zeit gut aus für den Belgier.

Vandoorne: "Verlor gegen Rennende das Vertrauen in die Bremsen"

Nach Platz 4 am Vortag war Vandoorne auch sonntags lange Zeit in Reichweite einer Podiumsplatzierung - trotz eines zwischenzeitigen Ausfalls seiner Funkverbindung zum Team. Bei einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug beschädigte er sich allerdings die Radaufhängung seines DS E-Tense FE 23. Er fiel anschließend sukzessive zurück und rettete sich am Ende auf Platz 9 ins Ziel.

"Ich hatte einen guten Start und habe in den richtigen Momenten den Attack-Mode aktiviert", blickt Vandoorne auf sein Rennen zurück. "Gegen Ende des Rennens verlor ich aufgrund eines Problems mit der Aufhängung, das durch einen Kontakt mit einem anderen Fahrzeug verursacht wurde, das Vertrauen in die Bremsen. Dieses Vertrauen konnte ich nie ganz zurückgewinnen."

Dennoch habe er alles gegeben, um in die Punkteränge zu kommen. "Das ist mir auch gelungen, und ich habe zwei Punkte für den neunten Platz erzielt", so der Weltmeister weiter. "Ich denke, ich hätte es verdient gehabt, bei unserem Jubiläum auf dem Podium zu stehen. Leider musste ich mich mit dem neunten Platz begnügen."

Vergne mit Frontflügelschaden: "Ein Rennen zum Vergessen"

Ein ähnliches Schicksal erlitt auch Teamkollege Jean-Eric Vergne. Auch der Franzose hatte am Samstag mit Platz 5 gut gepunktet, musste seine Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis  am Sonntag aber nach einem Fremdkontakt begraben. Mit einem schleifenden Frontflügel war er gezwungen, die Box anzusteuern, um sich eine neue Nase zu holen. Vergne fiel ans Ende des Feldes zurück und musste sich im Ziel mit Rang 16 zufriedengeben.

"Der Lauf am Sonntag war für mich ein Rennen zum Vergessen", resümiert der Doppelchampion. "Mein Frontflügel wurde im Getümmel beschädigt, und ich hatte keine andere Wahl, als an die Box zu kommen und ihn zu wechseln. Ich konnte zwar weiterfahren, aber eine wirkliche Chance auf ein gutes Ergebnis hatte ich danach nicht mehr. Das war frustrierend."

Eugenio Franzetti, Direktor von DS Performance, hegt ähnliche Gefühle und hätte sich das Jubiläumsrennen anders vorgestellt. Zumal die Schwesterautos von Maserati bewiesen, was mit dem Stellantis-Antrieb möglich war - Max Günther dominierte nach Belieben. "Es war ein schwieriges Rennen. Jetzt blicken wir auf das nächste Rennen und sind zuversichtlich, dass die Leistung unseres DS E-Tense FE23 weiterhin auf höchstem Niveau liegt", so Franzetti. Der nächste E-Prix in Portland steigt am 24. Juni.

Formel-E-Statistik von DS Automobiles nach 100 Rennen

  • 2 Fahrer-Titel
  • 2 Team-Titel
  • 16 Siege
  • 47 Podestplätze
  • 22 Pole-Positions

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