Formel E

Vandoorne holt in Monaco erstes Formel-E-Podium seit 2022, Vergne sieht vergebene Chance

Tim Neuhaus

Tim Neuhaus

JEV-behind-Vandoorne

Der Monaco-E-Prix war für DS Penske das wichtigste Rennen im Formel-E-Kalender. So wartete das Team nicht nur mit neuen Helm- und Overall-Designs auf, sondern verpasste dem DS E-Tense FE23 auch die "Grand Gala"-Lackierung. Im ikonischen Lotus-Look waren die Erwartungen hochgesteckt. Das erstes Podium für Vandoorne im DS Penske und Platz 4 für Vergne werden dem aber gerecht.

Bereits im Qualifying liefen die schwarz-goldenen Boliden gut. Vandoorne konnte die Gruppe B für sich entscheiden, Teamkollege Vergne schafft es in dieser auf den vierten Platz. Beide Fahrer zogen damit in die Duellphase ein. Einerseits ein Grund zur Freude, andererseits trafen beide bereits im Viertelfinale aufeinander. Vandoorne schlug Vergne knapp, gewann auch sein Halbfinale und sicherte sich den zweiten Startplatz.

Vandoorne mit großartiger Startphase

Die Startphase in Monaco verlief für Stoffel Vandoorne wie erhofft. Kurz nach dem Start konnte sich der Belgier in Führung bringen und das Rennen kontrollieren. In der Zwischenzeit kämpfte sein französischer Teamkollege gegen Pascal Wehrlein und Maximilian Günther um Platz 4. Nach ein paar harten, aber fairen Manövern konnte sich Vergne behaupten.

Der Knackpunkt für Vandoorne kam aber danach: "Der erste Teil des Rennens war sehr gut. Das Rennen verloren habe ich beim zweiten Attack-Mode“, beschreibt der Belgier nach dem Rennen. Das Ziel für das Team von Jay Penske war es, Vandoorne zwischen beiden Jaguar-Piloten zu positionieren. Leider ging dieser Plan nicht auf. "Wäre nach dem Attack-Mode nur ein Jaguar und nicht zwei vor mir gewesen, wäre es ein anderes Rennen geworden."

DS Penske kopiert perfekte Jaguar-Strategie

Beide Jaguar-Fahrer nutzten die strategisch vorteilhafte Position vortrefflich. Während erst der eine und dann der andere Neuseeländer vorausfuhr und den Attack-Mode aktivierte, bremste der andere den Rest des Feldes hinter sich stark aus. Vandoorne und Vergne waren die direkten Verfolger der Jaguar-Fahrer, insbesondere der Franzose stand dabei unter großem Druck von Wehrlein und Günther hinter sich.

Als nach vorne sich kein Weg mehr eröffnete und Vergne noch einen Attack-Mode einlösen musste, taten sie es Jaguar gleich. Der Belgier ließ Vergne vorbei und ermöglichte jenem eine Aktivierung ohne Positionsverlust. Vergne musste sich allerdings noch mit aktiviertem Attack-Mode hinter Stoffel Vandoorne einsortieren, in seinen Augen eine vergebene Chance.

Vergne sauer, hinter dem Teamkollegen bleiben zu müssen

Im Interview mit e-formel.de war der zweifache Weltmeister nach dem Rennen sehr unzufrieden. Gerade der Umgang mit Jaguar ärgerte ihn: "Ich bin ziemlich wütend, dass Jaguar so ein einfaches Leben hatte. Ich wollte wenigstens etwas dagegen tun, aber ja … Sie wissen schon, Teamentscheidung." Jedoch ist er unter dem Strich sehr zufrieden mit dem dritten und vierten Platz für DS Penske.

Aus Stoffel Vandoornes Sicht war es die maximale Punkte-Ausbeute, die es nach dem zweiten Attack-Mode einzufahren gab. Für den Belgier war es das erste Podium in Schwarz-Gold, aber vor allem das erste seit seiner Titelsaison im Jahr 2022. Die lange Durststrecke nagte an seinem Selbstvertrauen: "Es hilft. Es ist immer gut, ein gutes Ergebnis einzufahren."

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1 Kommentare

Willi061 D ·

Hallo Tim..Deine Gedanken zu der aktuellen Situation beim Rennen kann ich nachvollziehen..Es könnte vielleicht noch etwas mehr zu denen dazukommen ,diePunkte abgegeben haben..Mache so weiter..ahoi Willi

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