Formel E

Vandoorne will Mercedes' Monaco-Debakel 2021 vergessen machen: "Durch neues Qualifying-Format in besserer Situation"

Timo Pape

Timo Pape

Stoffel-Vandoorne-Cockpit-Formula-E-Mercedes-Rome

Mercedes-EQ erlebte beim Monaco E-Prix 2021 ein Debakel mit zwei Ausfällen. Beim diesjährigen Gastspiel im Fürstentum, das am kommenden Samstag steigt, wollen Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries Wiedergutmachung betreiben. Dabei soll unter anderem das neue Qualifying-Format der Formel E helfen.

Vom "Double-Header" in den Straßen von Rom geht es für Mercedes-EQ beim sechsten Lauf der Formel-E-Weltmeisterschaft 2021/22 am Wochenende weiter zu einem der Highlights des Jahres. Zum bereits fünften Mal findet ein E-Prix in den Straßen von Monaco statt. Während die ersten drei Events auf einer verkürzten Strecke ausgetragen wurden, kam im Jahr 2021 erstmals der 19 Kurven aufweisende Grand-Prix-Kurs zum Einsatz - damals allerdings noch mit einem leicht geänderten Streckenverlauf in der Hafenschikane.

In diesem Jahr treten die Piloten zum ersten Mal auf dem kompletten Grand-Prix-Kurs an, inklusive der typischen "Nouvelle Chicane" am Hafen. Somit beläuft sich die Streckenlänge wie in der Formel 1 auf 3,337 km. Vor besagter Kurve 10 erreichen die Autos nach dem Tunnel einen Topspeed von ca. 224 km/h. Der Vollstromanteil auf einer Runde beträgt 56,4 Prozent. In der Boxengasse gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, die Durchfahrtszeit beträgt ca. 22 Sekunden. Die Attack-Zone befindet sich außen in Kurve 4 (vor dem Casino). Der Zeitverlust beim Verlassen der Ideallinie zur Aktivierung des Attack-Mode beläuft sich auf ungefähr 1,9 Sekunden.

"Wir freuen uns nicht nur darauf, auf der legendären Grand-Prix-Strecke zu fahren, sondern wollen auch ein wenig Wiedergutmachung für das letztjährige Ergebnis betreiben", sagt Mercedes-Teamchef Ian James, der 2021 zwei Ausfälle seiner Fahrer verkraften musste. "Ich glaube, wir sind in einer guten Position, um das zu erreichen. Bislang hat das Team in dieser Saison wirklich gut daran gearbeitet, die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen, um sich wieder an die Spitze des Feldes zu kämpfen. Dennoch gibt es immer noch - und wird es immer geben - Verbesserungspunkte. Es liegt an uns als Kollektiv, all diese Elemente zusammenzufügen, um das zu erreichen, was wir erreichen wollen: die bestmöglichen Ergebnisse."

Vandoorne: "E-Prix mit Blick auf das Energie-Management wieder sehr knifflig"

"Ich freue mich sehr darauf, in Monaco zu fahren. Schließlich ist es für Nyck (de Vries) und mich ja so etwas wie ein Heimrennen", erklärt Wahlmonegasse Stoffel Vandoorne. "Im Vorjahr waren wir hier nicht besonders erfolgreich, aber hoffentlich können wir uns in dieser Saison steigern. Ich fühle mich gut vorbereitet auf das Rennwochenende, und durch das neue Qualifying-Format sollten wir uns in diesem Jahr in einer besseren Situation befinden, um von weiter vorne zu starten. Danach ist auf dieser Strecke bekanntlich viel möglich. Ich erwarte, dass der E-Prix mit Blick auf das Energie-Management wieder sehr knifflig wird, aber Vorhersagen sind sehr schwierig."

Teamkollege Nyck de Vries will nach einem schwierigen Rom E-Prix wieder ganz vorn angreifen: "Das Rennwochenende in Rom war hart für uns, aber diese Woche geht es mit einer Art Heimrennen für uns in Monaco weiter. Deshalb freue ich mich darauf, dort zurückzuschlagen. Monaco war schon immer ein ganz besonderer Ort, um ein Rennen zu fahren, und das wird in diesem Jahr nicht anders sein. Ich bin jedenfalls schon ganz heiß darauf, wieder einen E-Prix in den Straßen des Fürstentums zu absolvieren. Dies ist bereits das sechste Rennen, die Saison hat mittlerweile also an Fahrt aufgenommen. Entsprechend hoffe ich, dass wir hier ein gutes Event mit einem guten Mannschaftsergebnis haben können."

Anders als zuletzt in Rom finden beim Monaco E-Prix alle Sessions am Samstag statt. Los geht es um 7:30 Uhr mit dem 1. Freien Training, gefolgt vom 2. Freien Training um 9:10 Uhr. Das Qualifying beginnt um 10:45 Uhr. Rennstart ist am Samstag um 15:04 Uhr.

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