Formel E

Vergne bei Unfall schuldlos! "Lose Lenkung" verhinderte Angriff auf Buemi

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Nach einem starken Rennstart und einer soliden ersten Rennhälfte fand das Rennen von Jean-Eric Vergne am vergangenen Samstag ein jähes Ende in einer Pariser Betonmauer. Auf Platz zwei liegend setzte der Franzose seinen Techeetah-Boliden in die Streckenbegrenzung von Kurve 13. Vergne musste das Rennen ohne Punkte aufgeben. Sein Team vermutet nach ersten Untersuchungen ein Versagen eines Aufhängungsteils - höchstwahrscheinlich brach die Zahnstange - und keinen Fehler Vergnes. Ärgerlich: Ohne den technischen Defekt hätte der Lokalmatador wohl um den Sieg kämpfen können.

Dieser Meinung ist zumindest der kämpferische Franzose. Im Interview erklärt der 27-Jährige, wie es zum Unfall kam: "Ich hatte schon in der Runde zuvor gemerkt, dass etwas nicht mit dem Auto stimmte", sagt er gegenüber 'Motorsport.com'. "Die Lenkung war etwas lose, das Auto drehte nicht mehr richtig in die Kurven."

Keine zwei Kilometer später musste Vergne seinen schwarz-goldenen Elektrorenner unsanft abstellen. "Das ist ärgerlich, weil ich sehr hart an meinem Energiemanagement gearbeitet hatte. Ich hatte zum Zeitpunkt des Unfalls deutlich mehr Energie als Buemi, und mein Auto war klar schneller. Das Rennen wäre absolut zu mir zurückgekommen", ist sich Vergne sicher.

Nach seiner Kollision mit Nelson Piquet jr. (NextEV) in Monaco musste Techeetah noch vor Ort das Fahrzeug reparieren und unter anderem die Zahnstange austauschen. Laut Vergne ist es möglich, dass ein Zahn am neuen Fahrzeugteil abgebrochen sein könnte. Sein Team macht er für das technische Versagen nicht verantwortlich.

"Hatte mich auf Angriff vorbereitet"

"Aus irgendeinem Grund war mein erstes Auto deutlich langsamer als das zweite", stellt der ehemalige Toro-Rosso-Fahrer fest. "Ich wäre an ihn (Buemi) rangekommen, konnte die Lücke schließen und dabei Energie sparen. Ich habe gesehen, dass er viel früher vom Gas ging als ich. Ich hatte mich schon auf meinen Angriff später vorbereitet. Natürlich wäre es nicht fair zu sagen, dass ich heute gewonnen hätte, aber ich habe definitiv Chancen gehabt."

Das nächste Mal hat Vergne in knapp drei Wochen die Chance, seinen "Nuller" von Paris auszugleichen. Dann reist die Formel E zum ersten Doppelrennen der Saison in die deutsche Hauptstadt nach Berlin und eröffnet die zweite Saisonhälfte. Nach zwei Ausfällen in Folge wird es für Vergne Zeit, in der Fahrerwertung endlich den Anschluss an die Spitzenfahrer von ABT und e.dams zu finden.

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