Formel E

Villeneuve wettert gegen Formel E: "Niemand will elektrische Autorennen sehen"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve ist offensichtlich kein großer Unterstützer der Formel E. Der Kanadier, der in den vergangenen Jahren immer wieder durch seine harsche und oft widersprüchliche Kritik am Motorsport auffiel, wetterte kürzlich auch gegen die elektrische FIA-Serie. Besonders pikant: Villeneuve startete einst sogar selbst in der Formel E.

"Niemand will elektrische Autorennen sehen. Die Wahrheit ist doch, dass im Formel-1-Fahrerlager niemand weiß, wann das nächste Formel-E-Rennen läuft", lästert Villeneuve im Interview bei 'Automobile Magazine'. 2015 nahm der inzwischen 47-Jährige mit Venturi selbst an drei erfolg- und punktlosen Rennen der Saison 2015/16 teil. Nach dem Punta del Este E-Prix trennte sich der Rennstall aufgrund von "Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft des Teams" vom Kanadier und ersetzte ihn durch Mike Conway.

"Ich verstehe nicht, warum so viele Hersteller in die Formel E drängen. Sie ist eine Nische", führt Villeneuve weiter aus. "Die Hardcore-Fans sind die Einzigen, die die Serie noch am Leben halten und sie aktiv verfolgen. Ich bin ein paar Rennen in der Formel E gefahren. Die Technologie war damals sehr interessant."

"Du hast jede Menge Leistung. Du steigst auf das Gaspedal - na ja, ich sollte wohl nicht 'Gas' sagen. Du steigst auf 'das Pedal' und das Auto fährt sofort an. Schön. Aber letztendlich - ich weiß nicht."

Nach seinem Abgang aus der Formel E engagierte sich Villeneuve in der nordamerikanischen Americas Rallycross Championship, in der er 2018 an einem Lauf in Kanada teilnahm. 2019 plant er in Europa zudem ein Comeback in der NASCAR-Euroserie. Die Formel E wird zur gleichen Zeit ihre fünfte Saison absolvieren, die am 12. Januar mit dem ihrem zweiten Rennen das internationale Motorsport-Jahr 2019 eröffnen wird.

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

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