Formel E

Vom Cyborg-Handgelenk bis zum Gen4-Fuchsschwanz: Die 10 Aprilscherze von e-Formel.de im Rückblick

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Aprilscherze haben bei e-Formel.de inzwischen Tradition. Seit dem Jahr 2016 erschienen bei uns regelmäßig fingierte Nachrichten, die sich mal technischer Details, mal Personalthemen und mal neuer Regeln annahmen. Ein Rückblick auf zehn Scherze, die stets nah genug an der Formel-E-Wirklichkeit waren, um zumindest für einen Moment glaubhaft zu klingen.

Die Aprilscherze von e-Formel.de sind weit mehr als nur ein jährlicher Gag. Sie zeigen auch, welche Themen die Formel E in den jeweiligen Jahren besonders beschäftigten: mal Technik und Reglement, mal Fahrerfragen, mal Vermarktung und Außenwirkung. Gerade darin liegt ihr besonderer Reiz. Denn wer die Serie seit Jahren verfolgt, weiß: Zwischen einer kurios klingenden echten Meldung und einem gut gemachten Aprilscherz liegt in der Formel E manchmal nur ein äußerst schmaler Grat.

Aufmerksame Leser:innen werden merken, dass in unserer Auflistung das Jahr 2017 fehlt: Da in jenem Jahr am 1. April der Mexico City E-Prix ausgetragen wurde, verzichteten wir auf einen Aprilscherz.

2016: Nick Heidfelds "leistungsoptimierende Schraube"

e-Formel.de berichtete am 1. April 2016, Nick Heidfeld werde nach seiner Verletzung mit einer speziellen Schraube im Handgelenk an den Start gehen, die ihm mehr Beweglichkeit und Unterstützung bei Lenkbewegungen verschaffen solle. Die Geschichte war eine Reaktion darauf, dass Heidfeld den Punta del Este E-Prix 2015 mit einer Handverletzung aussetzen musste und bei Mahindra Racing durch Oliver Rowland ersetzt wurde.

Zum Aprilscherz 2016

2018: Bernie Ecclestone als Formel-E-Berater

Im Aprilscherz 2018 sollte ausgerechnet Bernie Ecclestone der Formel E beratend zur Seite stehen und der Serie helfen, häufiger auf klassischen Rennstrecken zu fahren. Der Text griff damit zwei Debatten auf, die die Meisterschaft damals prägten: ihre künftige Ausrichtung und die Frage, ob die leistungsstärkeren Gen2-Autos weiterhin auf allen Stadtkursen sinnvoll einsetzbar wären - eine Debatte, die es aktuell im Vorfeld der Gen4-Einführung wieder gibt.

Zum Aprilscherz 2018

2019: Nico Rosbergs Einstieg, der keiner war

2019 blieb vom eigentlichen Aprilscherz nur ein Hinweistext erhalten. Der ursprüngliche Artikel behauptete, Nico Rosberg habe ein bestehendes Team gekauft und komme als Teamchef in die Formel E. Der Artikel wurde später auf Wunsch des betroffenen Teams wieder entfernt: Offenbar fand der Teambesitzer den Artikel weniger lustig als Nico Rosberg selbst, wie er uns kurz darauf gestand.

Zum Aprilscherz 2019

2020: Induktionsstreifen statt Schnellladen

2020 verkündete e-Formel.de scheinbar, die Formel E verabschiede sich von geplanten Schnelllade-Boxenstopps und setze stattdessen auf Induktionsstreifen am Streckenrand. Fahrer sollten während des Rennens in einer "Recharge Zone" Energie aufnehmen. Der Artikel spielte unverkennbar mit der damaligen Gen3-Debatte, in der neue Ladekonzepte ohnehin zu den großen Zukunftsthemen der Serie gehörten - auch wenn es bis zur Einführung des Pit Boosts noch etwas länger dauern sollte.

Zum Aprilscherz 2020

2021: Sand-Trick für das Qualifying

Im April 2021 erfand e-Formel.de eine neue Qualifying-Idee für die Gen3-Ära: Vor jeder Gruppe solle Sand auf der Strecke verteilt werden, damit für alle Fahrer gleich schlechte Bedingungen herrschten. Inhaltlich zielte der Text direkt auf einen der größten Reizpunkte jener Jahre: die Kritik am Qualifying-Format und den Nachteilen für Spitzenfahrer in Gruppe 1. Das Thema war deshalb offensichtlich attraktiv, weil es in der Szene bereits intensiv diskutiert wurde.

Zum Aprilscherz 2021

2022: Unterbodenbeleuchtung für die Gen3-Autos

2022 behauptete e-Formel.de, die bisherigen LEDs am Halo würden mit dem Gen3-Auto verschwinden und stattdessen als Unterbodenbeleuchtung zurückkehren. Die Geschichte stellte die neue Fahrzeuggeneration als noch futuristischer und visuell spektakulärer dar. Als Thema bot sich das an, weil rund um den bevorstehenden Gen3-Start ohnehin intensiv über Design, Präsentation und Außendarstellung der neuen Autos gesprochen wurde.

Zum Aprilscherz 2022

2023: "Lead-Charge" gegen das Taktik-Chaos

Nach dem Rennen in Sao Paulo 2023, bei dem das Taktieren an der Spitze ein großes Thema war, schrieb e-Formel.de der Formel E eine neue Regel ins Lastenheft: Wer Führungsrunden sammelt, solle dafür beim Schnellladestopp mit zusätzlicher Energie belohnt werden. Zusammengefasst eine Reglementsanpassung als Reaktion auf ein sehr reales sportliches Diskussionsthema.

Zum Aprilscherz 2023

2024: Max Günther verpasst Misano

Im Aprilscherz 2024 machte e-Formel.de aus einem Podiumsbesuch eine Verletzungsgeschichte: Maximilian Günther solle nach einem Sturz auf dem Podium beide Rennen in Misano verpassen. Das Thema wurde bewusst gewählt, weil Günther zuvor auf dem Podium in Tokio tatsächlich ausgerutscht war, jedoch glücklicherweise unverletzt blieb und in Misano fahren konnte.

Zum Aprilscherz 2024

2025: MrBeast wird Formel-E-Stammfahrer

2025 holte e-Formel.de den weltweit bekannten YouTuber MrBeast in ein Stammcockpit von Cupra Kiro und ließ dafür David Beckmann weichen. Der Beweggrund für diese Themenwahl liegt nahe: Die Formel E hatte kurz zuvor bei den Evo-Sessions in Miami Influencer die Gen3-Evo-Boliden steuern lassen - MrBeast überzeugte dabei jedoch nicht, sondern drehte sich und crashte spektakulär in die Streckenbegrenzung.

Zum Aprilscherz 2025

2026: Fuchsschwänze für die Gen4-Ära

Der bislang jüngste Aprilscherz drehte sich 2026 um eine angebliche Reglementserweiterung für die Gen4-Ära. Hersteller sollten "markenkulturelle Dekorationselemente" an ihre Autos bauen dürfen, bei Opel war sogar von einem Fuchsschwanz die Rede. Als Scherzthema bot sich das an, weil Opel kurz zuvor den Einstieg in die Elektrorennserie bekannt gab und die Formel E vor der Einführung einer neuen Fahrzeuggeneration stand, wo Reglementsanpassungen nicht ungewöhnlich sind.

Zum Aprilscherz 2026

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 5 plus 6.