Formel E

Vom Flieger auf Platz 1: Buemi gewinnt 1. Freies Training von Mexiko

Timo Pape

Timo Pape

Formel-E-Meister Sebastien Buemi hat das 1. Freie Training von Mexiko-Stadt für sich entschieden. Erst kurz vor der Session war der e.dams-Pilot aus Italien angereist, wo er - wie auch seine Toyota-Kollegen Jose Maria Lopez und Stephane Sarrazin - dem WEC-Prolog beigewohnt hatte. Seine Bestzeit von 1:02.222 Minuten markierte gleichzeitig einen neuen Rundenrekord im Autodromo Hermanos Rodriguez, wenngleich die Strecke in diesem Jahr zwei kleinere Layout-Veränderungen erfahren hat, durch die sie schneller geworden ist. Hinter Buemi folgten die beiden Dragon-Piloten Loic Duval und Jerome d'Ambrosio.

Die Fahrer nahmen die stark verschmutzte und damit rutschige Strecke zunächst mit Vorsicht unter die Räder. Für Aufsehen sorgte nur Maro Engel. Der Deutsche hatte vor der Session - wie auch sein Teamkollege Stephane Sarrazin - ein neues Getriebe erhalten. Venturi nahm eine Strafe (je zehn Plätze zurück in der Startaufstellung) für beide Fahrer in Kauf. Bisher stotterte das Auto mit der Startnummer 5 allerdings mindestens genauso viel wie vorher. Sarrazin hingegen hatte keine Schwierigkeiten.

Stück für Stück tasteten sich die Fahrer an ihre Limits heran. Die Zeiten wurden besser, immer mehr Autos nahmen am Ende der Start- und Zielgeraden den Notausgang. Was dabei offensichtlich wurde: Kurz vor der ersten Kurve befindet sich eine bemerkenswerte Bodenwelle, die das Anbremsen und Einlenken noch schwerer macht. Bisher hat es keine Unfälle in Kurve 1 gegeben, doch das Risiko ist hoch.

Während Buemi erstmals die Muskeln spielen ließ und die provisorische Führung übernahm, drehte Mitch Evans seinen Jaguar als Erster auf 200 kW Leistung auf. Am Ende sollte es für ihn jedoch nur für Platz zehn reichen. Die meisten Fahrer gingen erst während der letzten zehn Minuten auf volle Power. Dadurch wurde es äußerst turbulent. Zunächst drehte sich Jose Maria Lopez, dann Felix Rosenqvist und anschließend Robin Frijns - eine Gelbphase nach der anderen.

Am Ende behielt einmal mehr der amtierende Champion die Nerven. Mit Bestzeiten in den Sektoren 2 und 3 sicherte sich Buemi nicht nur den Sessionsieg, sondern auch einen neuen Rundenrekord. Die schmutzige Strecke dürfte im Laufe des Tages allerdings noch schneller werden. Konstant gut in Form präsentierten sich die beiden Fahrer von Faraday Future Dragon Racing. Vorjahressieger d'Ambrosio nahm Platz drei ein, Duval wurde sogar Zweiter. Mit beiden wird im Rennen (0 Uhr deutscher Zeit) zu rechnen sein.

Das provisorische Ergebnis des FP1

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