Formel E

Von null auf Podium: Oliver Rowland hebt Nissan bei Formel-E-Rennen in Diriyah auf neues Level

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Nach zwei Rennen ohne einen einzigen Punkt ist Nissan beim Samstagslauf der Formel E in Diriyah der große Befreiungsschlag gelungen: Oliver Rowland fuhr von der Pole-Position auf den dritten Platz, und sein Teamkollege Sacha Fenestraz überquerte die Ziellinie als Sechster. Entsprechend zufrieden war man bei Nissan nach dem Rennen, auch wenn sich insbesondere Rowland noch ein wenig mehr erhofft hatte.

"Ich bin etwas enttäuscht, denn beim Start drehten die Räder durch, und Robin schaffte es, mich zu überholen", beschreibt Rowland, wie er Frijns auf der Innenseite passieren lassen und sich gegen den späteren Rennsieger Cassidy verteidigen musste.

Damit war die Taktik, die sich Rowland vor dem Rennen zurechtgelegt hatte, bereits nach wenigen Metern hinfällig. "Wir hätten die Chance gehabt, das Rennen (von der Spitze) zu kontrollieren. Aber das ist uns nicht gelungen", erklärt Rowland weiter.

Bei der Aktivierung seines Attack-Modes ging auch Nick Cassidy am Nissan-Fahrer vorbei, der in der Folge deutlich an Boden verlor. Da Cassidy und Frijns in der zweiten Rennhälfte Energie sparen mussten, schloss Rowland wieder auf. Zu einem Angriff auf das Spitzenduo kam es jedoch nicht mehr. Dennoch ist Platz 3 als großer Erfolg für Nissan zu werten. In der ganzen Saison 2023 hatte es das Team nur einmal auf das Podium geschafft.

Fenestraz: "Wir haben eine gute Abstimmung gefunden"

Sacha Fenestraz schaffte es im Qualifying ebenfalls in das Viertelfinale, schied aber nach einem Fahrfehler in seinem ersten Duell aus. "Der gestrige Tag war frustrierend, aber wir haben es geschafft, ein paar Dinge zu verbessern und unsere Pace zu steigern. Wir haben eine gute Abstimmung gefunden, was im Qualifying deutlich wurde", beschreibt Fenestraz, der in den 36 Runden am Samstag fehlerfrei fuhr und am Ende den sechsten Platz erreichte. "Im Rennen fühlte ich mich im Auto wohl, und es ist positiv, dass wir ein solides Punkteresultat eingefahren haben."

Mit insgesamt 26 Punkten erzielte Nissan sein bestes Ergebnis seit dem fünften Rennen beim Berlin E-Prix 2020. Rennsieger damals: Oliver Rowland für Nissan - sein erster und bislang einziger Sieg in der Formel E.

Eine Wiederholung dessen steht ganz oben auf Rowlands Prioritätenliste: "Ich bin mit dem Ziel zu Nissan zurückgekommen, zu gewinnen. Wir wissen, dass es noch ein langer Weg ist", beschreibt er. "Ich denke, dass der Schritt, den wir heute gemacht haben, sehr gut war, also bin ich glücklich. Das ist ein großartiges Ergebnis mit vielen Punkten für das Team. Wir werden dieses Selbstvertrauen mit in das nächste Rennen nehmen."

Bis zum nächsten Rennen dauert es allerdings noch ein wenig: Durch die Absage des Hyderabad E-Prix fährt fährt die Formel E erst in sieben Wochen wieder. Dann findet der zweite Sao Paulo E-Prix statt.

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1 Kommentare

Luca ·

Ein Super Rennen von Rowland.
Es liegt aber meiner Meinung nach eher am Qualifying Pech von Evans und den Porsche angetrieben Fahrzeuge. Tobias wer glaubst du wird dieses Jahr Weltmeister.
Ps. Toller podcast

Antwort von Tobias Wirtz

Hallo, danke für dein Feedback, das hören wir immer gern :-)

Ja, die rote Flagge wegen des Buemi-Unfalls hat sicherlich einiges durcheinander geworfen, was Quali-Gruppe B angeht. In Gruppe A hatten es Evans und Wehrlein dennoch nicht aus eigener Kraft geschafft. Weltmeister wird meiner Meinung nach der, der am Saisonende die meisten Punkte auf dem Konto hat ;-)

Viele Grüße!

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