Formel E

"Wahrscheinlich zu viel gewollt": Bird & de Vries erklären Unfall in letzter Runde des Rom E-Prix

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Crash-Last-Lap-Rome

Für Nyck de Vries und Sam Bird endete das Formel-E-Rennwochenende in Rom nach einem späten Unfall in der TecPro-Barriere. Nach einer Safety-Car-Phase kurz vor Schluss gerieten die Mercedes- und Jaguar-Fahrer im Duell um Position 10 in der letzten Runde aneinander und kollidierten in der Bremszone der engen Kurve 7. Beide schieden mit beschädigten Fahrzeugen aus.

Schon vor der "Neutralisierung" des Rennens durch das Safety-Car hatten Bird und de Vries um die letzte Position der Punkteränge gekämpft. In der Runde nach dem Restart griff der Niederländer Bird abermals an, verlor dabei jedoch auf einer Bodenwelle die Kontrolle über seinen "Silberpfeil". Er rutschte in Birds Fahrzeug, der wiederum Oliver Rowland (Nissan) touchierte.

Das Trio schlitterte in die Auslaufzone, doch lediglich der Nissan-Pilot konnte sein Fahrzeug wenden und das Rennen beenden (siehe Video unten ab 4:22 Minuten). Statt auf Position 9 erreichte Rowland die karierte Flagge auf Platz 16. Bird und de Vries schieden hingegen eine Runde vor Schluss ohne Zähler aus. Der Mercedes-Fahrer erhielt für die Kollision nachträglich zudem eine Rückversetzungsstrafe für den Valencia E-Prix in zwei Wochen.

De Vries: "Es sollte heute wohl einfach nicht sein"

"Im Nachhinein würde ich sagen, dass ich diesen Punkt (für Platz 10) wahrscheinlich zu sehr wollte", gibt de Vries zu. "Dabei war das gar nicht nötig, weil es nach dem Rennen ohnehin eine Reihe an Strafen gegeben hätte. Außerdem hätten wir den Punkt für die schnellste Runde bekommen."

"Heute war ein schwerer Tag. Trotz des wechselhaften Wetters im Qualifying haben wir das Beste aus dem Morgen gemacht", sagt der 26-Jährige. "Auch das Rennen lief bis zu diesem Rennunfall relativ solide. Es sollte heute wohl einfach nicht sein."

Video: Der Unfall von Sam Bird & Nyck de Vries in Rom

 

Bird: "Niemals hätte er das Auto noch rechtzeitig verzögern können"

Jaguar-Fahrer Bird zeigte sich nach dem Unfall ebenfalls zerknirscht: "Ich muss mir das noch einmal ansehen, aber ich habe Nyck erst im letzten Moment im Rückspiegel gesehen. Niemals hätte er das Auto noch rechtzeitig verzögern können." Trotz seines Ausfalls führt der Brite die Fahrerwertung der Formel E nach dem Rom E-Prix an. "(Der Unfall) ist wirklich schade, aber immerhin habe ich (am Samstag) 18 Punkte für das Team sammeln können. Das ist besser als nichts."

Das nächste Formel-E-Rennen findet in zwei Wochen im spanischen Valencia statt. Die Teams kennen den Circuit Ricardo Tormo bereits von den Vorsaison-Testfahrten - trotz eines leicht angepassten Streckenlayouts.

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