Formel E

Wehrlein & Porsche reisen mit Rachegelüsten nach New York: "Wollen endlich unseren 1. Sieg"

Timo Pape

Timo Pape

Pascal-Wehrlein-Porsche-Helmet

Nach der tragischen Aberkennung des ersten Porsche-Siegs in Puebla durch Pascal Wehrlein und einer weiteren Zeitstrafe gegen den Deutschen gibt sich das Team aus Weissach angriffslustig. Der gesamte Rennstall ist offensichtlich auf Revanche aus und brennt auf den ersten Formel-E-Sieg am kommenden Wochenende in New York.

"In den Straßen von New York werden wir ganz besonders motiviert antreten und noch stärker sein als in Puebla", verspricht Amiel Lindesay, Einsatzleiter Formel E bei Porsche. Die Enttäuschungen in Mexiko wolle das Team beim New York City E-Prix am Samstag und Sonntag in positive Energie umwandeln: "Wir gehen optimal vorbereitet an den Start und wollen endlich unseren ersten Sieg holen."

Lindesay erklärt, warum er im "Big Apple" an Porsche glaubt: "Wir haben Puebla mit der Gewissheit verlassen, dass wir ein Rennen vom Start bis ins Ziel anführen und gewinnen können. Nach unserer Pole-Position haben wir im Rennen 8 nicht nur bewiesen, dass wir vorne bleiben können, sondern auch, dass wir effizient sind."

"Das gibt uns allen sehr viel positive Energie und noch mehr Motivation, den gemeinsamen Weg entschlossen weiterzugehen", so der Neuseeländer. "Obwohl die Strecke für uns (als Team) neu ist, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir in den USA dort weitermachen, wo wir in Mexiko aufgehört haben."

"So groß die Enttäuschung auch war…" - Wehrlein will seine nächste Chance nutzen

Porsche gastiert als Team zwar erstmals in New York, die beiden Piloten Andre Lotterer und Pascal Wehrlein haben den Kurs aber schon mit ihren ehemaligen Arbeitgebern DS Techeetah bzw. Mahindra kennengelernt. Entsprechend selbstbewusst - und trotzig - gibt sich Wehrlein vor dem "Double-Header" in Brooklyn. Auf die Frage, wo in der Fahrerwertung er ohne die Disqualifikation im ersten und die Zeitstrafe im zweiten Puebla-Rennen stünde, entgegnet er: "An der Spitze."

Der gebürtige Sigmaringer erklärt: "Wir alle haben in Puebla einen super Job gemacht und hätten diesen ersten Sieg auf jeden Fall verdient gehabt. Doch so groß die Enttäuschung im ersten Moment auch war - wir müssen jetzt weiter hart arbeiten und versuchen, die nächsten Chancen zu nutzen."

"Die Ereignisse von Puebla haben wir gründlich analysiert. Doch jetzt konzentrieren wir uns auf New York", so Wehrlein. "Wir werden alles tun, um auch dort wieder das Beste aus uns und unserem Paket herauszuholen. Wenn uns das gelingt, werden wir sicherlich erneut so stark sein wie in Puebla. Die Strecke ist neu für das Team, doch ich bin dort schon gefahren. Es ist ein typischer Stadtkurs, sehr eng und man hat nur Mauern um sich herum. Solche Strecken liebe ich für die Formel E."

Lotterer abermals unter Druck: "Tat mich schwer, ohne zu wissen, was genau los war"

Auch Teamkollege Lotterer kennt die Strecke in Brooklyn bereits. Dennoch wird sich der Routinier womöglich noch mehr beweisen müssen als Wehrlein, weil es auch in Mexiko nicht ganz rund für ihn lief. "Puebla war für mich kein einfaches Wochenende. Im Rennen 8 tat ich mich schwer, ohne zu wissen, was genau los war", gesteht der Deutsche.

"Im Rennen 9 hat dann die Performance gestimmt, bis ich das Werbebanner mitgerissen habe. Wir haben auf jeden Fall viele Daten gesammelt, haben uns angeschaut, was gut war und was weniger gut. Das ist in die Vorbereitung auf New York eingeflossen. Ich bin zuversichtlich, dass es dort wieder besser für mich läuft", so Lotterer.

Das erste New-York-Rennen startet am Samstagabend um kurz nach 22:30 Uhr - live verfolgen in Sat.1 sowie auf e-Formel.de in unserem beliebten LGT Formel E Liveticker.

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