Formel E

"Weiß nicht, ob es Gott oder Glück war" - Die Fahrerstimmen aus Mexiko

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Der Mexico City ePrix war das wohl aufregendste Rennen der laufenden Formel-E-Saison. Lucas di Grassi geht als großer Sieger aus einem chaotischen ePrix hervor, nachdem sich der Brasilianer durch eine überragende Strategie und einen frühen Boxenstopp an die Spitze des Feldes gesetzt hatte und sich die Führung nicht mehr nehmen ließ. Was di Grassi und seine Fahrerkollegen nach dem Rennen zu sagen hatten, erfahrt ihr wie gewohnt bei uns.

Lucas di Grassi (ABT, 1.): "Ich weiß nicht, ob es heute Glück oder Gott war. Das Team hat einen unfassbaren Job in Sachen Energiemanagement gemacht, wir haben das Rennen zusammen nach Hause gebracht. Nach dem zweiten Boxenstopp wurde es wirklich knapp, ich habe alles gegeben, was meine Batterie hergab. Das Rennen hat wieder einmal gezeigt, dass in der Formel E innerhalb von Sekunden die Hölle zum Himmel werden kann. Ich war Letzter, habe den Heckflügel wechseln müssen, und habe dann gewonnen. Einfach fantastisch!"

Jean-Eric Vergne (Techeetah, 2.): "D'Ambrosio hat mir heute mein Rennen ruiniert. Ich habe bestimmt 20 Sekunden hinter ihm verloren und bin trotzdem nur zwei Sekunden hinter di Grassi ins Ziel gekommen. Dieses Ergebnis nehmen wir aber gerne mit, besonders weil Buemi heute nicht in die Punkte fahren konnte. Ab sofort denke ich nicht mehr nur ans Gewinnen, sondern an die Meisterschaft!"

Sam Bird (Virgin, 3.): "Es hat einfach nur Spaß gemacht. Selbst wenn es hier schwer ist zu überholen, habe ich hin und wieder ein paar gute Manöver gehabt. Mein Teamkollege sollte den Kopf nicht hängen lassen, schließlich hat er heute das Rennen angeführt und wichtige Punkte gesammelt. Darauf sollte er stolz sein!"

Nico Prost (e.dams, 5.): "Heute war ein Tag mit viel engem und hartem Racing. Wir haben unseren ersten Stint besonders lang gestaltet und gehofft, dass ein paar Fahrer am Ende langsamer werden. Mir tut der Kontakt mit Nick (Heidfeld) sehr leid. Ich wollte überholen, aber er hat die Tür zugemacht und ich hatte keinen Platz mehr, um auszuweichen. Vielleicht hat er mich einfach nicht gesehen."

Jose Maria Lopez (Virgin, 6.): "Ich freue mich heute über gute Punkte. Heute hat sich das Auto zum ersten Mal so angefühlt, als könnten wir damit siegen. Das gibt mir Mut für die nächsten Rennen. Mein Dreher ist natürlich ärgerlich, aber ich musste einfach probieren, an Jerome d'Ambrosio vorbeizukommen. Ich glaube, ich habe einfach nicht die richtige Stelle ausgewählt. Zum Glück konnte ich weitermachen."

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