Formel E

"Wie ein Schaf in der Herde" - Dan Ticktum verärgert über heikle Aussage von Andrettis Formel-E-Teamchef Roger Griffiths

Timo Pape

Timo Pape

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"Du würdest ihn niemals vor einen Sponsor stellen." Diese heikle Aussage über Dan Ticktum traf Andretti-Teamchef Roger Griffiths im vergangenen Jahr gegenüber Teambesitzer Michael Andretti - festgehalten von Kameras in Episode 4 der Formel-E-YouTube-Serie "Unplugged". Zwar fiel der Satz im Zusammenhang mit Ticktums bemerkenswert guter Pace. Trotzdem ärgert den jungen Briten, was Griffiths sagte.

"Tut es. Weil der Kerl noch nie in seinem Leben ein Gespräch mit mir geführt hat", erklärt Ticktum gegenüber racingnews365. "Er kann also nicht wissen, wie ich mich vor einem Sponsor verhalte. Ich musste in meinem Leben mit den verschiedensten Leuten sprechen. Mit allen Arten von Sponsoren, mit Red Bull, privaten Sponsoren…"

"Wenn er sehen würde, wie ich vor diesen Leuten auftrete, würde er sehen, dass ich sehr eloquent reden kann. Ich hatte das große Glück, eine gute Erziehung und Ausbildung zu genießen", so der 24-Jährige.

Von jemandem in einer Machtposition wie Griffiths erwarte Ticktum mehr, als "- wie soll ich es nett ausdrücken - einfach wie ein Schaf in der Herde mitzugehen und mich zu verurteilen, wie es jeder andere auf Twitter tut. Dumm. Nennen wir es einfach mal so - weiter möchte ich nicht gehen."

Auch kritisiert Ticktum die Formel E für die Veröffentlichung der Konversation zwischen den beiden Andretti-Oberhäuptern: "Das ist ein bisschen ärgerlich und nicht sehr hilfreich, solche Sachen, die auch die Formel E postet. Darüber muss ich mich mit ihnen unterhalten." Das sei jedoch ein anderes Thema.

Ticktum zeigt Reue: "Muss einfach aufhören, ihnen Munition zu geben"

Ticktum ist sich durchaus bewusst, dass er immer wieder mit markanten Aussagen in die Schlagzeilen gerät. Er findet jedoch auch: "Ich reagiere die meiste Zeit ähnlich wie andere Fahrer in der Startaufstellung, aber wegen des Rufs, den ich mir selbst erarbeitet habe, ist es ziemlich schwierig, daran zu rütteln."

"Ich glaube, die Leute legen das, was ich tue, einfach ein bisschen mehr auf die Goldwaage, als käme es von anderen. Sie springen mir in den Nacken, aber ich muss einfach aufhören, ihnen Munition zu geben", sieht der ERT-Pilot ein.

"Das ist leichter gesagt als getan, das steht fest. Aber das liegt in meiner Verantwortung, auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich wegen meiner Vergangenheit nicht so behandelt werde wie andere Fahrer", so Ticktum.

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