Formel E

"Wollen die Formel E langfristig mitgestalten" - Porsche verlängert Engagement um 2 weitere Jahre bis 2026

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Der Automobilhersteller Porsche bleibt der Formel E mindestens bis zum Ende ihrer zwölften Saison (2025/26) erhalten. Damit verlängert sich das Engagement des letzten verbliebenen deutschen Herstellers in der Rennserie um zwei weitere Jahre. Das gab das Team mit Sitz in Weissach am Montagnachmittag bekannt.

Nachdem die Pläne für eine Formel-1-Rückkehr von Porsche vor einigen Monaten gescheitert waren - die Schwaben sollen kurz vor dem Kauf von 50 Prozent des Teams Red Bull Racing gestanden haben - hatte sich ein Verbleib in der Formel E auch über 2024 hinaus bereits angedeutet.

Auch in sportlicher Hinsicht: Die Debütsaison des Gen3-Fahrzeuges ist die für Porsche bislang erfolgreichste. Dem TAG Heuer Porsche Formula E Team gelangen in den ersten 14 Saisonrennen vier Siege, dazu gewann das Kundenteam Avalanche Andretti zwei weitere Rennen. In der Teamwertung liegt das Werksteam auf dem zweiten Platz, in der Fahrerwertung führt Andretti-Pilot Jake Dennis sogar die Gesamtwertung an.

Mit der Verlängerung des Formel-E-Programms ist Porsche nicht nur bis zum Ende der aktuellen Gen3-Ära in der Elektroserie aktiv, sondern bringt sich auch in die Diskussionen um die vierte Fahrzeuggeneration ein. Auch wenn die Einführung in mehr als drei Jahren noch in ferner Zukunft zu liegen scheint, laufen die Diskussionen über die technischen Rahmenbedingungen bereits seit Monaten. Vor Kurzem wurden bereits die ersten Ausschreibungen veröffentlicht.

"Wir wollen innovative Technologien und mehr Nachhaltigkeit in den Motorsport bringen und an der Spitze neuer Entwicklungen stehen", beschreibt Thomas Laudenbach, Leiter von Porsche Motorsport. "Die Formel E spielt dabei eine große Rolle. Der Wettbewerb in dieser Serie ist auf einem außergewöhnlich hohen Niveau und ermöglicht uns, wichtige Impulse für zukünftige Serienmodelle zu setzen. Mit hochklassigen und spannenden Rennen begeistert sie Menschen rund um den Globus für Elektromobilität. Dazu tragen wir gern auch in Zukunft bei. Wir wollen die Formel E langfristig mitgestalten."

Steiner: "Elektromobilität auf globaler Ebene noch mehr Schub verleihen"

"Mit unserem Einstieg in die Formel E haben wir ein neues Kapitel im vollelektrischen Motorsport aufgeschlagen", sagt Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Porsche. "Wir sind nach wie vor davon überzeugt, mit unserer Präsenz und unseren Erfolgen in der Formel E einen Grundstein für künftige Mobilitätslösungen zu legen. Sie bietet das wettbewerbsstärkste Umfeld, um die Entwicklung von High-Performance-Fahrzeugen mit Schwerpunkten auf Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz zu beschleunigen. Wir freuen uns darauf, die erfolgreiche Zukunft der Formel E aktiv mitzugestalten und dadurch der Elektromobilität auf globaler Ebene noch mehr Schub zu verleihen."

"Porsche ist seit seinem Einstieg in die Formel E ein geschätztes und einflussreiches Team, und wir freuen uns, dass dies auch weiterhin so sein wird", sagt Alejandro Agag, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Formel E. "Die Meisterschaft ermöglicht es Porsche, die Entwicklung innovativer Technologien für elektrische Fahrzeuge, die wir in ihren Straßenautos sehen, zu beschleunigen. Dazu ist das Team ein aktives Mitglied der Gruppe, die die Entwicklung der nächsten Generation des Formel-E-Rennwagens vorantreibt, der ab Saison 13 an den Start gehen wird."

"Das Bekenntnis von Porsche zur ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft wird die Qualität des sportlichen Wettbewerbs und der Unterhaltung zweifellos auch in den kommenden Jahren auf höchstem Niveau halten", bekräftigt Jeff Dodds, Geschäftsführer der Formel E. "Die Präsenz von Porsche in der Startaufstellung und die Rennen gegen andere namhafte Automobilhersteller machen die Formel E zur wettbewerbsstärksten Serie im Motorsport."

Zunächst geht es für Porsche jedoch beim London E-Prix um die Titel in Fahrer- und Teammeisterschaft: Das Saisonfinale 2023 wird am 29. und 30. Juli in der britischen Hauptstadt ausgetragen. Der erste WM-Titel in der Teamgeschichte ist bei nur 14 Zählern Rückstand auf Envision Racing dabei durchaus ein realistisches Ziel.

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2 Kommentare

Rick ·

Will Abt now likely leave Mahindra in the Evo period? Cause Cupra is like Porsche a VW brand. Would be strange to keep driving with Mahindra, when they are pretty vocal about the lack of speed

Antwort von Tobias Wirtz

That is still unclear at this point. But I think we will get more information on this topic in the coming weeks.

Derbe_klopp_te ·

Schon beim Titel muss ich den Kopf schütteln (nicht gegen euch gemeint, es ist ein Zitat)
Was bitte sehr ist bei 2 Jahren denn langfirstig?
DAs sollte ich mal meiner Frau sagen. Ich will unsere beziehung langfristig, also 2 Jahre mitgestalten

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