Formel E

"Wollte schlauer sein als gestern" - So gelang Felix da Costa der langersehnte Porsche-Heimsieg in Berlin

Svenja König

Svenja König

Antonio-Felix-da-Costa-Berlin-Podium

Gelungener Auftritt für Porsche beim Formel-E-Heimrennen: Nach einem aberkannten Sieg in Misano hat Antonio Felix da Costa beim Berlin E-Prix seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Portugiese war im Sonntagsrennen von Beginn an Teil der Spitzengruppe und erwischte einen günstigen Moment, um sich an der Spitze abzusetzen, als die Konkurrenz mit internen WM-Kämpfen beschäftigt war.

"Mal schauen, ob wir ihn behalten dürfen. Den anderen haben sie wenige Stunden nach dem Rennen weggenommen", lachte Felix da Costa kurz nach Rennschluss im Weltsignal und spielt darauf an, dass ihm sein eigentlich erster Saisonsieg nach der technischen Untersuchung aberkannt wurde. "Aber nein, diesmal glaube ich, dass wir alles richtig gemacht haben."

Alles richtig gemacht haben nicht nur die Ingenieur:innen und Mechaniker:innen in der Vorbereitung auf das Rennen. Auch der Portugiese selbst hatte heute im Rennen eine Agenda: "Man muss hier das Auto sauber aus allem raus halten und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Gestern haben wir das nicht ganz richtig getimed, daher habe ich mir heute vorgenommen, etwas schlauer zu sein."

"Wollte vorn sein, als es darauf ankam"

Das hat sich offensichtlich ausgezahlt: Von Startplatz 10 arbeitete sich der Porsche-Fahrer schon in den ersten Kurven in die Top-4-Ränge vor und gestaltete gemeinsam mit Teamkollege Pascal Wehrlein sowie den beiden Jaguar das Rennen von vorn mit. "Ich wollte vorn sein, als es darauf ankam", erklärt er seine Gedanken.

Ausschlaggebend für den Sieg war ein Moment knapp drei Runden vor Schluss: Felix da Costa übernahm die Führung von Mitch Evans, als sich dieser verbremste. Nick Cassidy war - nachdem er eine Berührung vermeiden musste - ebenfalls in Kämpfe mit den dahinterliegende Fahrern verwickelt. In genau diesem Moment warf der Porsche-Pilot alles in Waagschale und übernahm die Führung. Er konnte direkt mehr als eine Sekunde Abstand aufbauen, da die Fahrer hinter ihm mit anderen Dingen beschäftigt waren.

"Die ersten 25 Runden waren schwierig, am Ende war es dann etwas entspannter", berichtet der Portugiese. "Ich glaube, die anderen, die gerade um die WM kämpfen, waren sehr glücklich damit, mich ziehen zu lassen, damit ich mich nicht in ihre Kämpfe einmische. Und für mich ist ein Sieg viel wichtiger, als regelmäßig Fünfter zu werden."

 
 
 
 
 
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Berlin, ein Ort mit Erinnerungen

Damit bescherte er Porsche den lang ersehnten Heimsieg in Berlin-Tempelhof. "Ich fahre für ein deutsches Team - in Deutschland zu gewinnen fühlt sich hervorragend an. Es ist toll, unseren Mitarbeitern, Kunden und auch den Verantwortlichen, die nicht bei allen Rennen dabei sein können, hier etwas zurückgeben zu können."

Dabei scheint es immer wieder Berlin zu sein, wo der 32-Jährige seine besten Ergebnisse einfahren kann. Es ist bereits sein dritter Sieg in der deutschen Hauptstadt, und auch seine Meisterschaft gewann er in Tempelhof. "Berlin war schon immer ein guter Ort für mich", schlussfolgert er und freut sich, dass die deutsche Hauptstadt definitiv bis 2027 im Kalender bleibt. "Die Tribünen waren voll, es ist eines der besten Europa-Rennen für die Fans."

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