Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zu den Formel-E-Rennen 2024 in Portland

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die Formel E hat am vergangenen Wochenende in Portland ihr vorletztes Rennwochenende in der Saison 2024 ausgetragen. Die beiden Rennen auf dem Portland International Raceway brachten einige interessante Statistiken, Meilensteine und Kuriositäten hervor.

Statistische Besonderheiten beim Portland E-Prix

  • Jean-Eric Vergne stand am Sonntag zum 17. Mal auf der Pole-Position. Er wurde damit zum alleinigen Rekordhalter. Es war gleichzeitig die sechste Pole-Position für Penske, die mit ABT/Audi und Porsche gleichzogen.
  • Der Franzose fuhr in dieser Saison 21 Qualifyingduelle - mehr als jeder andere Fahrer. Er gewann davon 15, auch das ist Saisonbestwert. Seine Siegquote von 71,4 Prozent wird nur durch Oliver Rowland übertroffen, der 72,7 Prozent seiner Duelle gewann. Als einziger Fahrer stand er in dieser Saison bereits fünfmal im Finale, viermal gelang dies seinem Teamkollegen Stoffel Vandoorne.
  • Antonio Felix da Costa feierte in Portland seinen 11. und seinen 12. Rennsieg in der Formel E. Er zog mit Sam Bird und Mitch Evans gleich und liegt nur noch einen Sieg hinter den Rekordhaltern Sebastien Buemi und Lucas di Grassi. Der Porsche-Fahrer gewann somit vier von fünf aufeinanderfolgenden Rennen. Das gab es in der Formel E zuvor nur einmal: Buemi gewann in Saison 3 sogar fünf der ersten sechs Saisonrennen.
  • Es war das erste Mal seit dem Diriyah E-Prix 2023, dass ein Fahrer beide Rennen eines "Double-Headers" gewann. Damals war dies seinem Teamkollegen Pascal Wehrlein gelungen.
  • Es waren die Rennsiege 10 und 11 für Porsche. Damit überholte man Venturi/Maserati und zog mit Andretti gleich. Mit sechs Saisonsiegen hat das Team zudem den Bestwert von Renault e.dams aus Saison 3 eingestellt.
  • Zum 13. Mal hintereinander gewann der Pole-Setter nicht das Rennen. Lediglich Pascal Wehrlein hat in dieser Saison von der Pole-Position aus einen Rennsieg geschafft - beim Saisonauftakt in Mexiko-Stadt
  • Robin Frijns fuhr am Sonntag sein 100. Formel-E-Rennen. Er ist der siebte Fahrer, der die Marke von 100 Starts geknackt hat.
  • Das Samstagsrennen war mit 34:00.097 Minuten das kürzeste Rennen der Formel-E-Geschichte, gleichzeitig mit 152,041 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit aber auch das schnellste Formel-E-Rennen aller Zeiten.
  • Mitch Evans fuhr am Sonntag im 3. Freien Training die schnellste jemals in einer offiziellen Formel-E-Session gefahrene Runde: 167,26 km/h betrug seine Durchschnittsgeschwindigkeit.
  • Lucas di Grassi wurde am Samstag Elfter - bereits zum vierten Mal in dieser Saison. Der Brasilianer ist mit nur zwei Punkten der erfolgloseste Stammfahrer der Saison 2024. Und auch diese beiden Punkte hat er Strafen für Konkurrenten zu verdanke: Auch das Rennen in Misano beendete er auf Platz 11, bevor Antonio Felix da Costa disqualifiziert wurde. In Shanghai war er sogar nur Zwölter, bevor Felix da Costa und Max Günther Zeitstrafen erhielten und aus den Punkterängen fielen.
  • Dan Ticktum zog am Samstag in die Duellphase des Qualifyings ein - zum ersten Mal seit dem Samstagsrennen beim London E-Prix 2023. Damit hat jeder der 22 Stammfahrer der Saison 2024 mindestens einmal die Qualifyingduelle erreicht.
  • Mitch Evans steht nach dem Portland E-Prix bei 888 Punkten in der Formel E. Er überholte damit Sam Bird und liegt in der ewigen Bestenliste auf der vierten Position hinter Vergne, di Grassi und Sebastien Buemi.
  • Mit 155 Punkten ist es schon vor dem Saisonfinale in London die nach Punkten erfolgreichste Saison für Pascal Wehrlein in der Elektrorennserie.
  • Mit 322 Punkten hat Jaguar in dieser Saison so viele Zähler geholt wie nie ein Team in der Formel-E-Geschichte vor ihnen. Der bisherige Rekord lag bei 319 Zählern, die Mercedes EQ in Saison 8 sammelte.
  • Am Samstag sammelten neun verschiedene Fahrer Führungsrunden, so viele wie noch nie in einem Rennen. Zum Vergleich: 2020 hatten lediglich acht Fahrer Führungsrunden gesammelt - in der gesamten Saison!

Durchschnittliche Qualifying-Position (Saison)

Bester Fahrer im Qualifying ist in dieser Saison weiterhin Pascal Wehrlein, der es als einziger Fahrer in den ersten 14 Saisonrennen elfmal in die Duellphase des Qualifyings schaffte. Aber auch Jean-Eric Vergne, Mitch Evans, Nick Cassidy und Stoffel Vandoorne stehen im Schnitt sehr gut da. Schwächster Stammfahrer ist Dan Ticktum, obwohl er es in Portland erstmals in dieser Saison in die Duelle schaffte.

Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)

Nick Cassidy ist nach den Positionen 19 und 13 in Portland in dieser Statistik ein ganzes Stück zurückgefallen. Jean-Eric Vergne hat die Führung übernommen, dahinter liegen Mitch Evans sowie fast gleichauf Oliver Rowland und Pascal Wehrlein. Caio Collet ist trotz seines soliden Formel-E-Debüts Letzter.

Positionsveränderungen (Portland E-Prix)

Sieger in dieser Wertung sind beim Portland E-Prix die beiden Andretti-Piloten Jake Dennis und Norman Nato: Beide verbesserten sich in beiden Rennen zusammen um insgesamt elf Positionen. Dahinter liegt Sebastien Buemi (+10) vor Nico Müller und Sergio Sette Camara (je +9). Die meisten Positionen verloren hat Jake Hughes (-36), aber auch Nick Cassidy (-16) und Dan Ticktum (-12) liegen zweistellig im Minus.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Auch nach dem Portland E-Prix haben noch drei Fahrer alle 462 bislang in dieser Saison gefahrenen Rennrunden absolviert: Evans, Vergne und Wehrlein. Oliver Rowland, dem bis zu den USA-Rennen nur eine Runde fehlte, ist wegen seines Fehlens ins Mittelfeld zurückgefallen.

Führungsrunden (Saison)

In Portland sammelten elf der 22 Fahrer Führungsrunden - alle hatten aber bereits zuvor in der laufenden Saison einmal vorne gelegen. Das Porsche-Duo Pascal Wehrlein und Antonio Felix da Costa hat in dieser Saison die meisten Runden in Führung gelegen, dahinter kommen die beiden Jaguar-Fahrer.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Sam Bird (21), Norman Nato, Stoffel Vandoorne (je 15), Sebastien Buemi, Max Günther, Robin Frijns (je 12), Nico Müller (10), Jake Hughes (9), Edoardo Mortara (3) und Nyck de Vries (2).

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Portland E-Prix)

Der Gewinner unserer Performance-Analyse zum Portland E-Prix ist erneut Mitch Evans. Im 3. Freien Training am Sonntag fuhr der Jaguar-Pilot die schnellste Runde des Wochenendes (1:08.659 Minuten). Dahinter folgen Teamkollege Nick Cassidy und Antonio Felix da Costa, die alle innerhalb von einer Zehntelsekunde blieben. Am Ende des Feldes rangieren Stoffel Vandoorne (1:09.247), Max Günther (1:09.262) und Jehan Daruvala (1:09.740).

Der Portland International Raceway war dabei nicht so anspruchsvoll wie die sonst üblichen Stadtkurse: Nur 0,603 Sekunden trennten die schnellsten 21 Piloten. Auffällig: Lediglich Norman Nato fuhr seine schnellste Runde am Samstag, alle übrigen Fahrer am Sonntag.

Das schnellste Team auf eine Runde war Jaguar vor Porsche Es folgen McLaren, DS Penske und Andretti. Das langsamste Team war Maserati. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Jaguar >>> Porsche >>> Nissan >>> Stellantis >>> ERT >>> Mahindra

Rundenzeitanalyse

Samstag

Am Samstag fällt auf, wie langsam das Tempo in der ersten Rennhälfte trotz eines kurzen Zwischensprints um Runde 5 herum war. Erst ab Runde 13 wurden die Rundenzeiten bis zur Zieleinfahrt immer schneller.

Gut zu erkennen ist, dass Sebastien Buemi nach dem Antreten seiner Durchfahrtsstrafe in der ersten Runde Energie sparte, in der Hoffnung, dass ihn ein Safety-Car wieder ans Feld heranbrachte. Ab Runde 15 hatte er genug Energie gespart, dass er das Tempo deutlich verschärfen konnte, er war zu diesem Zeitpunkt der schnellste Fahrer im gesamten Feld.

Auch gut zu erkennen ist der große Zeitverlust von Nick Cassidy nach seinem Dreher in der Schlussphase.

Sonntag

Am Sonntag ist im Gegensatz dazu das Tempo grundsätzlich etwas höher, außerdem ist der Unterschied zwischen den Rundenzeiten am Rennbeginn und dem Ende des zweiten Renndrittels, als das Safety-Car auf die Strecke kam, deutlich weniger stark ausgeprägt.

Man erkennt einen Zwischensprint von Caio Collet, der in den Runden 5 bis 8 seinen Rückstand auf die Spitze mit Hilfe von vier Minuten Attack-Mode von 6,488 auf 2,534 Sekunden verringerte. Auch gut zu sehen ist, dass die beiden Andretti-Piloten, die in Runde 8 noch auf den beiden letzten Positionen lagen, das Tempo anzogen und sich bis Runde 12 in die ersten Zehn vorgearbeitet hatten.

Pascal Wehrlein fuhr zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf diesem Niveau und arbeitete sich nach seiner Kollision mit anschließendem Frontflügelverlust von Platz 18 bis auf 3 nach vorne.

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