Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zu den Formel-E-Rennen in Berlin 2026

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Am vergangenen Wochenende hat die Formel E auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Berlin-Tempelhof ihre Rennen 7 und 8 der Saison 2025/26 ausgetragen. Der Berlin E-Prix brachte dabei einige interessante Statistiken, Meilensteine und Kuriositäten hervor.

Statistische Besonderheiten beim Berlin E-Prix

  • Edo Mortara sicherte sich am Samstag seine sechste Pole-Position in der Formel E. Vier davon erzielte er in Tempelhof, die anderen beiden in Jeddah vor knapp drei Monaten. Er ist nach Jarno Trulli (Berlin 2015) und Stephane Sarrazin (London 2015) der drittältesten Pole-Sitter der Formel-E-Geschichte.
  • Für Mahindra Racing war es die 14. Pole-Position in der Formel E, damit hat das Team nun mit Andretti und Jaguar gleichgezogen.
  • Am Sonntag erzielte Pascal Wehrlein seine elfte Pole-Position, es war gleichzeitig die zwölfte für Porsche. Wehrlein hat mit elf Poles bei 104 Rennen eine Pole-Position-Quote von 10,58 Prozent. In der Formel E haben nur Felix Rosenqvist (24 Prozent), Sebastien Buemi (11,18 Prozent) und Jean-Eric Vergne (11,04 Prozent) eine höhere Quote.
  • Joel Eriksson erzielte am Sonntag mit Startplatz 4 das beste Qualifying-Ergebnis seiner bisherigen Formel-E-Karriere. Der Schwede gewann auf dem Weg dorthin sein erstes Qualifying-Duell. Für den Verlierer, Zane Maloney, war Platz 6 jedoch ebenfalls der bislang beste Startplatz in der Formel E.
  • Nico Müller gewann am Samstag sein 1. Formel-E-Rennen. Es war sein 69. Formel-E-Start, nie brauchte ein Fahrer länger bis zum ersten Sieg. Er wurde zum insgesamt 25. Rennsieger in der Elektroserie. Bemerkenswert: Er ist nach Dan Ticktum erst der zweite Fahrer, der sein erstes Rennen mit einem Gen3-Boliden gewonnen hat.
  • Für Porsche war es der 15. Sieg in der Formel E, damit zog das Team mit Techeetah gleich.
  • Mitch Evans gewann am Sonntag seinen 16. E-Prix und baute seine Führung in der ewigen Bestenliste damit aus. Für Jaguar war es Sieg Nummer 26, davon der vierte in dieser Saison.
  • Startplatz 17 war die drittschlechteste Startposition, von der aus jemals ein Formel-E-Rennen gewonnen wurde. Weiter hinten standen nur Nick Cassidy in Berlin 2025 (Startplatz 20) und Evans in Sao Paulo 2024 (Startplatz 22). Auffällig: Alle drei Siege fuhr das Jaguar-Team ein.
  • Oliver Rowland erzielte in Berlin seine Podestplätze Nr. 24 und 25 in der Formel E. Für Pascal Wehrlein war es am Sonntag Podium Nr. 22, Nick Cassidy holte am Samstag sogar Podium Nr. 28.
  • Jaguar und Nissan (inkl. e.Dams) liegen somit nach dem Berlin E-Prix mit je 59 Formel-E-Podien gleichauf an der Spitze der ewigen Bestenliste. Envision auf dem dritten Platz steht aktuell bei 57.
  • Felipe Drugovich holte am Sonntag seine ersten Punkte in dieser Saison. Der Brasilianer hat in der Formel E bislang ausschließlich in Berlin gepunktet.
  • Der achte Platz für Jean-Eric Vergne am Sonntag war bereits das 19. Top-10-Ergebnis des Franzosen in Berlin. Er sammelte bereits 207 Punkte in der deutschen Hauptstadt.
  • Mitch Evans hingegen beendete nun bereits zehn Rennen in Berlin in Folge in den Punkterängen. Das gelang sonst noch niemandem.
  • Buemi fuhr am Samstag sein 150. Formel-E-Rennen. Er war der vierte Fahrer nach Lucas di Grassi, Jean-Eric Vergne und Antonio Felix da Costa, der diese Marke erreichte.
  • Lucas di Grassi ist nun nach Jacques Villeneuve und Stephane Sarrazin der drittälteste Fahrer, der ein Formel-E-Rennen absolviert hat. Er überholte hier am Samstag Andre Lotterer, der bei seinem letzten E-Prix 41 Jahre und 253 Tage alt war.
  • Sergio Sette Camara und Sacha Fenestraz sind die einzigen beiden Formel-E-Fahrer, die mehr Starts als Zane Maloney und dabei kein einziges Podium in der Formel E erzielt haben.
  • DS Penske (inkl. Vorgängerteam Dragon Racing) wurde am Samstag zum fünften Formel-E-Team, das mehr als 10.000 Rennrunden in der Elektrorennserie zurückgelegt hat.

Durchschnittliche Qualifying-Position (Saison)

Nur Felix da Costa qualifizierte sich bei allen acht Saisonrennen immer in den Top 10. Dennoch liegt er im Schnitt hinter Mortara und Wehrlein. Am Ende des Feldes liegt mit einigem Abstand di Grassi.

Pole-Positions (Saison)

Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)

Nach Platz 19 für Wehrlein am Samstag gibt es keinen Fahrer mehr, der in jedem Rennen gepunktet hat. Evans, Mortara und Wehrlein liegen in dieser Statistik nach dem achten Saisonrennen gleichauf an der Spitze. Nur am Ende des Feldes zu finden sind di Grassi, Nyck de Vries und Maloney.

Rennsiege (Saison)

Podien (Saison)

Positionsveränderungen (Berlin E-Prix)

Mit insgesamt 24 gewonnenen Positionen (Samstag 8, Sonntag 16) war Evans der Fahrer, der am meisten Boden gutmachte. Aber auch Rowland (+16, alle Sonntag), Buemi, Marti (je +15), Dennis (+14) und Nato (+13) holten viele Positionen auf.

Am Ende der Liste stehen Cassidy (-13), Maloney und Wehrlein (je -19), die nach guten Qualifying-Ergebnissen im Rennen zurückfielen - bei Cassidy (Sonntag) und Wehrlein (Samstag) natürlich bedingt durch Schäden am Auto.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Weiterhin konnten sieben der 20 Fahrer bei bislang allen Rennen die volle Distanz zurücklegen.

Führungsrunden (Saison)

In dieser Statistik baut Müller seine Führung aus, Zweiter ist nun Rowland, knapp vor Evans und Felix da Costa. In Berlin führten 14 verschiedene Fahrer die beiden Rennen an, alleine am Sonntag gab es elf Fahrer, die mindestens eine Führungsrunde sammelten!

Insgesamt haben in dieser Saison somit nun 19 der 20 Fahrer mindestens eine Führungsrunde auf dem Konto. Der einzige Fahrer, der noch nicht an der Spitze des Feldes lag, ist Dan Ticktum.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Maximilian Günther (10), Jake Dennis (8), Taylor Barnard, Sebastien Buemi, Felipe Drugovich (je 7), Lucas di Grassi (6), Joel Eriksson, Pepe Marti (je 4), Nyck de Vries, Zane Maloney und Jean-Eric Vergne (je 2).

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Berlin E-Prix)

Schnellster Fahrer in Berlin war Mortara: Der Schweizer fuhr im Viertelfinalduell am Samstag die schnellste Runde des Wochenendes (0:56.887 Minuten). Außer ihm blieb lediglich Wehrlein unter 57 Sekunden (0:56.996 Minuten). Der Porsche-Fahrer erzielte seine beste Zeit im Halbfinalduell am Samstag. Es folgen Rowland und Ticktum vor Cassidy. Der Citroen-Pilot ist der erste Fahrer, der seine Bestzeit am Sonntag erzielte. Dies gelang außer ihm nur vier weiteren Piloten. Am Ende des Feldes liegen Sebastien Buemi, Mitch Evans, Lucas di Grassi und Pepe Marti.

Das schnellste Team auf eine Runde war somit Mahindra vor Porsche. Es folgen Nissan, Cupra Kiro und Citroen. Das langsamste Team in Madrid war Andretti. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Mahindra >>> Porsche >>> Nissan >>> Stellantis >>> Jaguar >>> Lola Yamaha

Rundenzeitanalyse (Berlin E-Prix)

Samstag

Bei der Rundenzeitanalyse am Samstag ist zu erkennen, dass in der Anfangsphase zwar langsamer gefahren wurde, der Unterschied jedoch nicht sehr deutlich ausfällt. Gut zu erkennen ist, dass die beiden Lola-Yamaha-ABT-Fahrer in Runde 10 das Tempo anzogen.

Man sieht außerdem, dass Ticktum und Wehrlein am Ende des Feldes nach den Pit-Boost-Boxenstopps auf eine Safety-Car-Phase spekulierten, die jedoch nicht kam. Besonders auffällig ist, dass Müller nach seiner Attack-Mode-Aktivierung die zuvor gesparte Energie nutzte und klar der schnellste Fahrer im Feld war, der Schweizer fuhr seinen Konkurrenten auf und davon.

Im Gegensatz dazu hatten Fahrer wie Norman Nato oder Joel Eriksson vorher nicht genügend Energie gespart, um ihre Rundenzeiten mit Attack-Mode signifikant zu verbessern.

Sonntag

Ein ganz anderes Bild am Sonntag: Hier waren die Rundenzeiten in der Anfangsphase zehn Sekunden langsamer als gegen Rennende. Wir zeigen aufgrund der Full-Course-Yellow kurz vor Rennende hier nur die Rundenzeiten bis zur 33. Runde.

Gut zu erkennen ist, dass Oliver Rowland und Mitch Evans sich mit unterschiedlichen Strategien von hinten nach vorne schoben: Während Rowland sich bereits ab Runde 10 nach vorne arbeitete, wartete Evans geduldig bis Runde 21, um dank sechs Minuten Attack-Mode nach ganz vorne zu fahren und das Tempo auch ohne die 50 kW Zusatzleistung weiter hoch zu halten.

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