Formel E

Zahlen, Daten, Fakten: Die besten Statistiken zu den Formel-E-Rennen in Monaco 2026

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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  • Dan Ticktum holte nach London 2025 in Monaco seine 2. und 3. Pole-Position in der Formel E. Er zog so mit Nico Prost und Alex Sims gleich. Zum insgesamt elften Mal erzielte somit ein Fahrer beide Pole-Positions bei einem "Double-Header".
  • Nyck de Vries feierte am Samstag seinen fünften Formel-E-Sieg, seinen ersten mit Mahindra Racing. Zuletzt gewann er 2022 in Berlin, damals noch für Mercedes. Er stand zum zwölften Mal auf dem Siegerpodest, es war sein erstes Podium in der laufenden Saison.
  • Es war der sechste Mahindra-Sieg in der Formel E. Zuletzt war mit Alex Lynn ein Mahindra-Fahrer beim London E-Prix 2021 siegreich. Damit steht das Team nun bei 32 Podien in der Formel E, genau so viele wie Citroen Racing (inkl. Venturi und Maserati MSG).
  • Mitch Evans stand am Samstag zum 38. Mal in der Formel E auf dem Podium. Er zog somit mit Jean-Eric Vergne gleich und liegt auf Platz 2 in der ewigen Bestenliste hinter Lucas di Grassi (41). In Monaco war es bereits Podium Nr. 5 für den Neuseeländer - Rekord im Fürstentum!
  • Pepe Marti erzielte am Samstag sein erstes Formel-E-Podium. Mit 20 Jahren und 337 Tagen wurde er nach Taylor Barnard zum zweitjüngsten Fahrer, der je ein Top-3-Ergebnis in der Rennserie erzielte.
  • Am Samstag gab es das bislang jüngste Podium in dieser Saison: 28 Jahre und 11 Tage waren die Piloten bei der Siegerehrung im Schnitt alt.
  • Oliver Rowland holte am Sonntag den achten Rennsieg seiner Formel-E-Karriere, er stand zum insgesamt 26. Mal auf dem Podium. Es war sein sechstes Podium der laufenden Saison, in den vier übrigen Rennen verpasste er die Punkteränge.
  • Es war der 24. Sieg für Nissan (inkl. e.dams) in der Formel E. Damit verkürzte das Team den Rückstand auf Jaguar, die in der ewigen Bestenliste vorne liegen, auf zwei Siege. Gleichzeitig war es das 60. Podium für das Team.
  • Felipe Drugovich stand am Sonntag zum ersten Mal in der Formel E auf dem Siegerpodest. Er wurde somit zum 40. Fahrer, der in der Rennserie mindestens einmal auf dem Podium gestanden hat.
  • Antonio Felix da Costa feierte sein 30. Podium in der Formel E. Es war gleichzeitig Podium Nr. 61 für Jaguar, das somit die Spitzenposition vor Nissan behaupten konnte.
  • Lola Yamaha ABT fuhr am Sonntag zum ersten Mal unter diesem Namen mit beiden Autos in die Top 10. Zuletzt hatten es beim London E-Prix 2024, damals noch unter dem Namen ABT Cupra, beide Fahrer des Teams es in die Punkteränge geschafft.
  • Pascal Wehrlein kam am Sonntag zum 25. Mal in Folge bei einem Formel-E-Rennen ins Ziel. Zuletzt sah er beim Sao Paulo E-Prix 2024, dem Saisonauftakt von Saison 11, nach seinem Überschlag nicht die Zielflagge. Dieses war neben dem Kapstadt E-Prix 2023 eines von nur zwei Rennen in der Gen3-Ära, die Wehrlein nicht beendete.
  • Porsche fuhr am Sonntag sein 100. Rennen in der Formel E, damit haben nun alle aktuellen Teams in der Elektrorennserie (inkl. Vorgängerteams) diese Marke nun geknackt. Porsche-Autos haben in diesen Rennen 6.294 Runden sowie 16.827 km zurückgelegt und dabei zwölf Pole-Positions erzielt, 15 Rennsiege sowie 38 Podiumsergebnisse gefeiert und insgesamt 1.364 Punkte geholt.
  • Citroen Racing (inkl. Venturi und Maserati MSG) sowie Mahindra knackten am Samstag die Marke von 25.000 Rennkilometern in der Formel E.

Durchschnittliche Qualifying-Position (Saison)

Nur Felix da Costa qualifizierte sich bei allen zehn Saisonrennen immer in den Top 10. Damit liegt er im Schnitt vor Mortara und Wehrlein. Ticktum macht mit seinen beiden Pole-Positions in Monaco sehr viel Boden gut und ist nun Vierter. Am Ende des Feldes liegt mit einigem Abstand di Grassi.

Pole-Positions (Saison)

Durchschnittliches Rennergebnis (Saison)

Evans, Mortara und Wehrlein liegen in dieser Statistik nach dem zehnten Saisonrennen an der Spitze. Nur am Ende des Feldes zu finden sind Ticktum, Nato und Maloney.

Rennsiege (Saison)

Podien (Saison)

Positionsveränderungen (Monaco E-Prix)

Mit insgesamt 19 gewonnenen Positionen (Samstag 9, Sonntag 10) war di Grassi der Fahrer, der am meisten Boden gutmachte. In beiden Rennen kam er aus dem hinteren Teil des Feldes vor bis in die Punkteränge. Aber auch sein Teamkollege Maloney (+17, 7 bzw. 10), Buemi (+13, alle Sonntag) und Eriksson (+10) holten viele Positionen auf.

Am Ende der Liste stehen Felix da Costa (-12), Vergne (-19) und Ticktum (-24), die nach guten Qualifying-Ergebnissen im Rennen zurückfielen - Ticktum jeweils von der Pole-Position auch durch Strafen in beiden Rennen.

Absolvierte Rennrunden (Saison)

Nach dem Ausfall von Jake Dennis im Rennen am Samstag konnten nur noch sechs der 20 Fahrer bei bislang allen Rennen die volle Distanz zurücklegen.

Führungsrunden (Saison)

In dieser Statistik baut Müller seine Führung ein wenig aus, Zweiter bleibt Rowland, der aber nur noch eine Runde vor Evans und Felix da Costa liegt.

Insgesamt haben in dieser Saison nun alle 20 Fahrer mindestens eine Führungsrunde auf dem Konto. Der einzige Fahrer, der vor Monaco noch fehlte, war Dan Ticktum.

Unter "andere" sind zusammengefasst: Dan Ticktum (16), Nyck de Vries (12), Maximilian Günther (10), Jake Dennis (8), Taylor Barnard, Sebastien Buemi, Felipe Drugovich (je 7), Lucas di Grassi (6), Joel Eriksson, Pepe Marti (je 4), Zane Maloney und Jean-Eric Vergne (je 2).

Performance-Analyse der Fahrer & Teams (Monaco E-Prix)

Schnellster Fahrer in Monaco war Ticktum: Der Brite fuhr im Halbfinalduell am Samstag die schnellste Runde des Wochenendes (1:26.217 Minuten). Es folgen Mortara, Müller, Felix da Costa, Vergne, Drugovich und de Vries. Der Mahindra-Pilot ist der erste Fahrer, der seine Bestzeit am Samstag erzielte und sich am Sonntag nicht mehr verbessern konnte. Neben ihm fuhren fünf weiteren Piloten, darunter Günther und Wehrlein, ihre schnellste Runde am Samstag. Am Ende des Feldes liegen Nick Cassidy, Zane Maloney und Lucas di Grassi.

Das schnellste Team auf eine Runde war somit Cupra Kiro vor Mahindra. Es folgen Porsche, Jaguar und Citroen. Das langsamste Team in Monaco war Lola Yamaha ABT. Für das Hersteller-Ranking bedeutet das bereinigt: Porsche >>> Mahindra >>> Jaguar >>> Stellantis >>> Nissan >>> Lola Yamaha

Rundenzeitanalyse (Monaco E-Prix)

In unserer Rundenzeitanalyse können wir dieses Mal aufgrund der Full-Course-Yellow- und der Safety-Car-Phasen nur Teile des Rennen betrachten.

Samstag

Bei der Rundenzeitanalyse am Samstag ist zu erkennen, dass in der Anfangsphase langsamer gefahren wurde, das Tempo dann aber in Runde 12 anzogen wurde.

Besonders auffällig ist, dass Felix da Costa seinen Attack-Mode vor dem Pit-Boost-Boxenstopp aktivierte und diesen damit herauszögerte, gleichzeitig aber der schnellste Fahrer im Feld war. Ganz anders Dan Ticktum, der die erste Rennhälfte komplett angeführt hatte: Er war in den Runden 22 bis 24 der schnellste Fahrer im Feld, als die meisten Fahrer bereits keinen Attack-Mode mehr übrig hatten. Er schob sich so auf Platz 3 nach vorne, kollidierte aber kurze Zeit später hier mit Felix da Costa, der mit 300 kW wieder schneller war.

Auch die Attack-Mode-Zwischensprints nach den frühen Boxenstopps von Mitch Evans, am Ende Zweiter, und Rennsieger Nyck de Vries sind gut zu erkennen.

Sonntag

Sonntag fällt auf, dass die Rundenzeiten in der Anfangsphase gleich schnell waren, aber deutlich früher angezogen haben. Auslöser dürfte Nico Müller gewesen sein, der sich mit sechs Minuten Attack-Mode in Führung schob und eine Lücke auf das restliche Feld herausfuhr, die Spitzengruppe ihn jedoch nicht vorne wegfahren lassen wollte. Da der Schweizer anschließend die verbrauchte Energie wieder einsparen musste, war er für kurze Zeit sogar der langsamste Fahrer im gesamten Feld.

Gut zu erkennen ist, dass Dennis, Drugovich und Evans ihren Attack-Mode nutzen, um sich deutlich nach vorne zu arbeiten. Antonio Felix da Costa hingegen arbeitete sich ab Runde 14 mit konstanten Rundenzeiten von hinten wieder bis aufs Podium nach vorne. Nach seinem frühen Dreher teilte er sich die Energie sehr gut ein und war der einzige Fahrer, der trotz der frühen Tempoverschärfung ab Runde 15 nicht Energie sparen musste - alle übrigen Piloten mussten ihre Energieziele anpassen und fuhren zu diesem Zeitpunkt deutlich langsamer als einige Runden zuvor.

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